Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Rosenthaler Vorstadt

Pappelplatz
Wiederherstellung des historischen Platzes


Blick von der Invalidenstraße auf den Pappelplatz
Blick von der Invalidenstraße auf den Pappelplatz

Lageplan
Lageplan

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Der nördlich der Invalidenstraße, zwischen Ackerstraße und Elisabethkirchstraße und dem 1827 angelegten benachbarten Sophien-Kirchfriedhof liegende Platz weist eine dreieckige Grundform auf. Im Zuge der Verlängerung der Ackerstraße über die Invalidenstraße hinaus entstand 1833 der Pappelplatz. Anfänglich wurde er als Marktplatz für die Bewohner der neu entstehenden Wohnquartiere genutzt. Nach Plänen des Stadtgartendirektor Hermann Mächtig erfolgte 1892/93 die Gestaltung des Platzes als Grünanlage mit einer halbrunden Sitznische. Zur Invalidenstraße wurde die Nutzung als Marktfläche weiterhin beibehalten.

Geldzählerbrunnen
Geldzählerbrunnen
Die heutige Gestaltung des Platzes geht auf den Ideenwettbewerb der Bildhauervereinigung zur Verschönerung des Pappelplatzes zurück. Als Sieger ging der Bildhauer Ernst Wenck mit seiner Brunnenfigur "Der Geldzähler" hervor, die 1912 enthüllt wurde. Sie stellt eine überlebensgroße Figur eines knienden Athleten in Geldzählerpose dar, der an die frühere Marktnutzung erinnern soll. Das Wasser tritt an vier Seiten unterhalb der Skulptur in das obere Becken aus und fließt von dort über den Rand in das untere Becken ab. Der Brunnen wurde im Zentrum des Platzes aufgestellt. Die Marktfläche an der Invalidenstraße sowie das Gelände um den Brunnen wurden 1977 mit Rosenbeeten geschmückt.

Bestimmendes Gestaltungsprinzip der Platzanlage ist die symmetrische Anordnung der Gehölzflächen sowie die bauliche Fassung, hervorgehoben durch eine halbkreisförmige Stufenanlage mit dem Brunnen im Platzmittelpunkt.

Der Pappelplatz ist in der Denkmalliste Berlin als Gartendenkmal eingetragen. Der Platz wurde nach historischem Vorbild mit Fördermitteln aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz neu gestaltet. Durch die Sanierungsmaßnahmen wurde das ursprüngliche Grundprinzip der Platzgestaltung wieder stärker zur Geltung gebracht. Um dem Platz den ursprünglichen Charakter wiederzugeben wurden fehlende Bäume (Säulenpappeln) und Gehölze nachgepflanzt. Bei der Instandsetzung des Brunnens und der Platzbefestigung wurden die historischen Materialien wieder verwendet.

Der Straßenabschnitt am Pappelplatz zwischen Invaliden- und Ackerstraße wurde parallel aus dem Förderprogramm "Stadtweite Maßnahmen" umgestaltet. Die Straße wurde für Autos gesperrt und es wurden Skater-Parcours hergerichtet.

Pappelplatz
Pappelplatz

Daten

  • Baujahr/Entstehung: um 1833
  • Denkmalart: Gartendenkmal
  • Eigentümer: Bezirksamt Mitte von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Wiederherstellung des historischen Platzes
  • Architekten:
    Bezirksamt Mitte von Berlin;
    HÜBNER +OEHMIG
    Bauhistorische Planungsberatung
    Thulestraße 22
    13189 Berlin
  • Bruttobaukosten: 122.971 €
  • Fertigstellung: 2006

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