Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Ostseestraße/Grellstraße

Kita Preußstraße 5 - 6


Kita Preußstraße 5-6 - Neuer Haupteingang im Ostflügel, 2011; Foto: Steinbrecher & Partner
Neuer Haupteingang im Ostflügel, 2011
 
Lageplan
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Die Kindertagesstätte Preußstraße 5- 6 liegt nahe der Wohnstadt Carl Legien, die von Bruno Taut und Franz Hillinger nach dem Entwurf von 1925 unter dem Einfluss des Rotterdamer Architekten Jacobus Johannes Pieter Oud errichtet wurde.

Der 1958 fertig gestellte Gebäudekomplex verfügte über drei Teilgebäude: einen Westflügel, einen Eingangsbereich und einen Ostflügel. Die zweigeschossigen West- und Ostflügel sind mit ziegelgedeckten Satteldächern versehen. Die Fenster sind typisch für ihre Entstehungszeit, sie sind leicht zurückgesetzt und verfügen über abgesetzte Streifen um die Fensteröffnungen, so genannten Faschen. Über dem eingeschossigen Eingangsbereich befindet sich eine Terrasse mit rückwärtiger Verglasung.

Kita Preußstraße 5-6 - Ursprünglicher Haupteingang, vor der Sanierung, 2008
Ursprünglicher Haupteingang, vor der Sanierung, 2008
 
Im Westflügel war zur Eröffnung ein Kindergarten untergebracht, im Ostflügel ein Kinderwochenheim. In den 1980er Jahren wurde das Gebäude durch einen an den Ostflügel anschließenden Baukörper vergrößert. Im Zuge der Erweiterung wurde der Haupteingang an den neuen Anbau verlegt.
Die heutige Kita hat Raum für etwa 200 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren. Die 2010 begonnenen Sanierungsarbeiten verbessern die Gebäudehülle und die Nutzbarkeit der Einrichtung sowie die Energiebilanz. Die Kita wird freundlicher und heller gestaltet und in ihrer Versorgungsfunktion für das umgebende Stadtquartier gestärkt. Städtebaulich von Relevanz ist die Blickachse von der Grellstraße entlang der Preußstraße auf den früheren Haupteingang der Kita. Die Erneuerung der Kita wertet damit, neben dem Blockinnenbereich, auch den öffentlichen Raum der Grellstraße auf.

Die Baumaßnahmen werden 2014 abgeschlossen und mit 1,91 Mio. € Fördermitteln aus dem Programm städtebaulicher Denkmalschutz unterstützt.

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1957-1958
  • Eigentümer: Bezirksamt Pankow von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Sanierung Fassade, Fenster, Dach, Außen- und Innentüren, Sanitärbereiche, Fußböden;
    Erneuerung Haustechnik, Malerarbeiten
  • Architekten:
    Dipl. Ing. Reinhard Sperker für
    Büro Harald Schröder
    Dipl.-Ing. Architekt
    Düppelstraße 32
    12163 Berlin
  • Gesamtkosten: ca. 2.534.700 €
  • Fördersumme: 1.917.000 €
  • Fertigstellung: 2014

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