Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Luisenstadt

Seminargebäude und Freiflächen, Adalbertstraße 23b


Seminargebäude nach Sanierung, 2017; Foto: BSM mbH
Seminargebäude nach Sanierung, 2017  Foto: BSM mbH
Lageplan
Lageplan

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Das Seminar- und Wohngebäude Adalbertstraße 23b wurde 1929 auf dem Gelände des Krankenhauses Bethanien errichtet und gehört zur denkmalgeschützten Gesamtanlage. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Mohr und Weidner.

Heute sind im ehemaligen Seminargebäude wichtige Einrichtungen der Kinder-, Jugend und Familienhilfe untergebracht, so z.B. das Familienzentrum, eine Kita und eine Jugendwohngruppe.

Zwischen 2009 und 2011 erfolgte die Sanierung des Gebäudes. Dabei wurden umfangreiche Maßnahmen im Bereich des Haupteingangs, im Keller, an den Dachterrassen, der Fassade, den Fenstern und Außentüren, im Treppenhaus sowie der Mehrzweckhalle durchgeführt.

Neben Mitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes wurden zur Finanzierung der Maßnahme bezirkliche Mittel eingesetzt.

2013 bis 2015 folgte die denkmalgerechte Neugestaltung der Außenanlagen. Es entstanden angemessene und zeitgemäße Aufenthalts- und Bewegungsmöglichkeiten für die Nutzer des Gebäudes. Bei der Planung und Neugestaltung sind die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzer mit eingeflossen.

Der Zugangsbereich an der Adalbertstraße wurde mit einer verklinkerten Toranlage nach historischem Vorbild wieder hergestellt und erhielt beiderseits des Zugangs eine klare Gliederung mit Rasenflächen.

Der hofseitige Gartenbereich erhielt nach historischem Vorbild eine klare Struktur mit drei Teilbereichen, die von einer Pergola betont wird:
  • ein Familiengarten mit Cafébetrieb,
  • ein Garten mit Spielgeräten und Sandspielfläche für die Kita sowie
  • einen abgesenkten Gemeinschaftsgarten.
Die Innenhöfe und die hausnahen Bereiche sowie die Wege innerhalb des Gartens wurden mit klassischen Materialien wie Bernburger Mosaik und wassergebundener Decke befestigt.

Freiflächen, 2015; Foto: Büro Schmidt-Seifert
Freiflächen, 2015
 Foto: Büro Schmidt-Seifert
Das Gebäude wurde mittels der Baumaßnahmen an die heutige Nutzung angepasst und die Außenbereiche denkmalgerecht gestaltet. Auch ist das ehemalige Seminargebäude besser in das Bethaniengelände eingebunden. Der Standort wurde als wichtige Infrastruktureinrichtung und als Ort für interkulturelle und generationenübergreifende Begegnung gestärkt.

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1929-1930 nach einem Entwurf von Mohr und Weidner
  • Außenanlagen (Gesamtanlage): 1851 durch den Gartenkünstler Michaelis nach Plänen von Peter Joseph Lenné
  • Denkmalart: Gesamtanlage
  • Eigentümer: Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen:
    Seminargebäude
    Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Haupteingangs, im Keller, an den Dachterrassen, der Fassade, den Fenstern und Außentüren, im Treppenhaus sowie der Mehrzweckhalle, Schallschutzmaßnahmen

    Außenanlagen
    Wiederherstellung der Vorgartenfläche nach historischem Vorbild, Erneuerung des rückwärtigen Gartens (u.a. Familiengarten mit Café, Spielfläche, Pergola), Erneuerung der befestigten Flächen der Innenhöfe
  • Architekten:
    Seminargebäude
    Putzmann, Cierpka, Binder Architekten Partnerschaft
    Im Viktoriahof
    Kreuzbergstraße 30
    10965 Berlin

    Außenanlagen
    Schmidt-Seifert
    Freier Landschaftsarchitekt
    Großbeerenstraße 71
    10963 Berlin

    Denkmalpflegerische Begleitung:
    BASD - Büro für Architektur, Städtebau und Denkmalpflege
    Gerhard Schlotter
    Puschkinallee 1,
    12435 Berlin
  • Fördermittel/Gesamtkosten: rd. 2,59 Mio. €
    davon Seminargebäude rd. 1,8 Mio. €
    Außenanlagen rd. 0,79 Mio. €
  • Fertigstellung:
    Seminargebäude 2011
    Außenanlagen 2015

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