Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Fördergebiete, Vorhaben und Rundgänge

Luisenstadt – Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg


Blick über das Engelbecken, 2016; Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda
Blick über das Engelbecken, 2016   Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda


Die Luisenstadt ist die zweite planmäßige Stadterweiterung Berlins im 19. Jahrhundert, die sich innerhalb des von der Akzisemauer des 18. Jahrhunderts umschlossenen Bereichs nach Plänen von C. L. Schmidt und Lenné vollzog. 1802 wurde die Köpenicker Vorstadt in Luisenstadt umbenannt, die vom späten 17. Jahrhundert an vor den Memhardtschen Festigungswerken entstand.
 
Als Hauptachse ist der Luisenstädtische Kanal in die Gestaltung einbezogen, der von 1848 bis 1852 als schiffbarer Verbindungskanal zwischen Spree und Landwehrkanal entstand. Der Kanal wurde 1926-29 zugeschüttet und in eine begrünte Zone verwandelt.
 
Die Wohnbebauung an den Straßen und Plätzen erfolgte im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts. Charakteristisch für die Luisenstadt war, dass die Hinterhofbebauung in den sehr groß bemessenen Karrees zur Ansiedlung von zahlreichen Mittel- und Kleinbetrieben führte.
 
Die Luisenstadt wurde 1920 zum größten Teil dem Bezirk Kreuzberg eingegliedert und durch den Luftangriff vom 3. Februar 1945 stark zerstört, insbesondere der nördlich des Luisenstädtischen Kanals gelegene Bereich. Dennoch üben diese Blöcke in ihrer Gesamtheit mit dem unmittelbaren Nebeneinander verschiedener städtebaulicher Strukturen sowie von Profanbauten und herausragenden Baudenkmalen einen besonderen Reiz aus, der sich in einem wechselvollen Gesamterscheinungsbild spiegelt.
 
Die Luisenstadt weist eine hohe Denkmaldichte auf. Drei räumliche Teilbereiche davon sind Bestandteil des Fördergebiets Luisenstadt:
  1. Köllnischer Park mit Umgebung im Bezirk Mitte
  2. Luisenstädtischer Kanal mit Umfeld im Bezirk Mitte
  3. Teilbereiche der Erhaltungsgebiete Luisenstadt, Bethaniendamm und Segitzdamm im Ortsteil Kreuzberg des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
Im Jahr 2005 erfolgte die Aufnahme in die Förderkulisse des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz. Bisher sind im Fördergebiet im Rahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzes 54 Vorhaben mit insgesamt 39,6 Mio. € gefördert worden (Stand 31.12.2015).


Ausgewählte Fördervorhaben


AWO Begegnungszentrum, Adalbertstraße 23a
AWO Begegnungs­zentrum
Adalbertstraße 23a
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Freifläche Bethanien
Freifläche
Bethanien
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Kindernotdienst; Foto: BASD Gerhard Schlotter Architekten
Kindernotdienst
Gitschiner Straße 48
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Luisenstädtischer Kanal - Blütensträuchergarten; Foto: Lichtschwärmer - Christo Libuda
Luisenstädtischer Kanal,
Blüten­sträucher­garten
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Michaelkirchplatz
Michaelkirchplatz
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Sport-, Bildungs- und Kulturzentrum 'NaunynRitze'
Sport-, Bildungs- und Kulturzentrum "NaunynRitze"
Naunynstraße 63
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Straßenraum Leuschnerdamm, Bestand 2013; Foto: KoSP
Straßen um den Michaelkirchplatz /
das Engelbecken
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Volkshochschule Wassertorstraße 4
Volkshochschule
Wassertorstraße 4
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Fördergebiet Luisenstadt
Fördergebiet Luisenstadt

Historischer Plan; Grundlage: Situationsplan der Haupt- und Residenzstadt Berlin mit nächster Umgebung von Sineck, 1860; Eintragung des Bebaungsplans 1862
Historischer Plan;
Grundlage: Situationsplan der Haupt- und Residenzstadt Berlin mit nächster Umgebung von Sineck, 1860; Eintragung des Bebaungsplans 1862

Buchtipps

Denkmale in Berlin - Ortsteil Mitte (Buchcover)
Denkmale in Berlin - Ortsteil Mitte
Landesdenkmalamt Berlin, Michael Imhof Verlag, 2005