Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Kaskelstraße/Victoriastadt

Spittastraße


Spittastraße Ecke Türrschmidtstraße, 2011; Foto: Steinbrecher & Partner
Spittastraße Ecke Türrschmidtstraße, 2011
Lageplan Spittastraße
Lageplan

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Die "Berliner Cement Bau AG" kauft 1872 das rund 20 Hektar große Grundstück der heutigen Victoriastadt. Albrecht Türrschmidt, Bauleiter und Ingenieur dieses Unternehmens entwirft ein Straßenraster und parzelliert das Grundstück, so dass die "Colonie Victoriastadt" langsam Gestalt annimmt. Die erste Straßenbefestigung erfolgte um 1885, wobei die Herstellung der Gehwege durch die Anlieger selbst, ohne einheitliche Gestaltungsrichtlinien, realisiert wurde. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Herstellung einer einheitlichen Gehwegbefestigung mit Granitplatten und Mosaik beschlossen.

Die Straßen in der Victoriastadt wurden zu Beginn nach deutschen Dichtern, Philosophen und Komponisten benannt. Die Spittastraße hieß von 1878 bis 1938 Lessingstraße. Im Zusammenhang mit der Beseitigung von mehrfach vorkommenden Straßennamen wurde sie 1938 nach dem Architekten und Geheimen Baurat Max Spitta (1842-1902) benannt. Max Spitta war zuständig für kirchliche Bauten in und um Berlin. Er leitete unter anderem auch den Bau der benachbarten Erlöserkirche.

Die Spittastraße mit sanierten Gehwegen nach historischem Vorbild, 2011; Foto: Steinbrecher & Partner
Die Spittastraße mit sanierten Gehwegen nach historischem Vorbild, 2011
 
Mit der Sanierung der Spittastraße wird die einheitliche Befestigung der Gehwege nach Vorgaben der etwa einhundert Jahre zurückliegenden Gestaltungsrichtlinien wieder hergestellt. Es wird eine Granitplattenbahn angelegt und im Ober- und Unterstreifen Mosaik gepflastert. In Abstimmung mit den Grundstückseigentümern werden teilweise Einfassungen für Vorgärten gebaut. Mit dem Neubau der Gehwege wird gleichzeitig eine neue Beleuchtungsanlage installiert. Im nördlichen Teil der Spittastraße, zwischen Kaskel- und Hauffstraße, wird zusätzlich die Fahrbahn erneuert.

Mit dem Neubau der Gehwege in der Spittastraße und der teilweisen Fahrbahnsanierung aus Mitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes wird die Sanierung der Victoriastadt fortgesetzt. Ziel ist die Verbesserung des Wohnumfeldes unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes.

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1872,
    erste Straßenbefestigung 1885
  • Eigentümer: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Sanierung Gehwege, teilweise Einfassung Vorgärten, neue Straßenbeleuchtung, Erneuerung Fahrbahn
  • Planung:
    Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
  • Gesamtbaukosten: ca. 713.000 €
  • Fördermittelsumme: 610.000 €
  • Fertigstellung: 2011

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