Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Humannplatz

Carl-Humann-Grundschule
Scherenbergstraße 7


Bestandsansicht vor der Sanierung, 2010
Sanierte Hoffassade der Carl-Humann-Grundschule, 2016  Foto: BSM mbH
Lageplan - Carl-Humann-Grundschule
Lageplan

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Das Gebäude wurde nach zweijähriger Bauzeit im Jahr 1911 nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann als Gemeindedoppelschule eröffnet.

In das viergeschossige Schulgebäude im Innenbereich der kaiserlichen Blockbebauung zog die 27. Volksschule des Verwaltungsbezirks Prenzlauer Berg mit jeweils einer Schule für Mädchen und für Jungen ein. 1931 gab es die erste gemischte Klasse. Während des zweiten Weltkriegs konnte der Unterricht eingeschränkt stattfinden, bis 1943 die Schule verlegt wurde und das Schulgelände wahrscheinlich als Durchgangslager für Flüchtlinge diente. Das Schulgebäude trug leichte bis mittelschwere Kriegsschäden davon, das straßenseitig stehende Vorderhaus wurde ganz zerstört. Trotzdem wurde der Unterricht bereits am 18.5.1945 in Teilen des Gebäudes wieder aufgenommen. Die Sporthalle hinter dem Schulgebäude (Straßenbereich Stahlheimer Straße) wurde in den 1970er Jahren errichtet.

Bestandsansicht Hof, 2007
Bestandsansicht Hof, 2007
Heute beherbergt das Gebäude die Carl-Humann-Grundschule mit ca. 430 Schülern, die von ca. 40 Lehrern und Erziehern betreut werden.
Der Erhalt und Ausbau der Grundschule ist von großer Bedeutung. Derzeit ist sie die einzige Grundschule im Gebiet Humannplatz und bis 2020 wird der Bedarf an Schulplätzen für Grundschüler weiterhin steigen.

Sanierte Mensa mit Essensausgabe
Sanierte Mensa mit Essensausgabe
Foto: Büro West
Der Sanierungsbedarf dieses stadtbildprägenden, hundertjährigen Gebäudes war sehr hoch. 2010 wurde deshalb mit der Sanierung des Schulgebäudes mit Mitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz begonnen. Im ersten Bauabschnitt wurden das Dach und die Fassade saniert sowie die Fenster instand gesetzt und teilweise erneuert. Im zweiten Bauabschnitt begann die Sanierung der Klassenräume, Flure und Treppenhäuser. Unter anderem erfolgte der Umbau der Mensa/Aula mit Küchenbereich im 3. Obergeschoss, die Sanierung der Turn- und Mehrzweckhalle im Erdgeschoss und die Herstellung neuer Räume für den Fachunterricht und Vereinssport im Untergeschoss sowie der Anbau eines Aufzuges.

Im 3. und 4. Bauabschnitt (Beginn 2014) wird die Sanierung der Klassenräume, Flure und Treppenhäuser fortgesetzt. Dabei stehen insbesondere die Verbesserung von Schall- und Brandschutz sowie die Modernisierung und Anpassung der Haustechnik im Mittelpunkt. Die Durchführung der Maßnahmen gewährleistet den zeitgemäßen Betrieb der Schule für die kommenden Jahre.

Insgesamt wird eine Fördersumme in Höhe von rd. 8,3 Millionen Euro aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz zur Verfügung gestellt.

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1904-1911 von Ludwig Hoffmann (Planung und Ausführung)
  • Eigentümer: Bezirksamt Pankow von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung der Gebäudehülle, Innenausbau mit Sanierung der Mensa/Aula und der Turn- und Mehrzweckhalle, Anbau eines Aufzugs, Sanierung der Klassenräume , Maler- und Bodenbelegarbeiten, Sanierung der Elektro- Sanitär- und Heizungsinstallationen
  • Architekten:
    Architekturbüro Bernhard Leisering
    Wildensteiner Straße 28
    10318 Berlin (bis 2012)

    Landherr Architekten und Ingenieure GmbH
    Köpenicker Allee 21
    GT Waldesruh (b. Berlin)
    15366 Hoppegarten (ab 2012)
  • Bruttobaukosten: 8,3 Mio €
  • Geplante Fertigstellung:
    in 4 Bauabschnitten 2010 – 2017

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