Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Dorotheenstadt/Friedrichstadt

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der HU-Berlin
Dorotheenstraße 1

Blick auf das Denkmal nach der Sanierung; Foto: BSM mbH
Blick auf das Denkmal nach der Sanierung
Foto: BSM mbH
Lageplan: St. Hedwigs-Kathedrale
Lageplan

Städtebauförderung - Logos

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Das Gebäude an der Dorotheenstraße 1 wurde in den Jahren 1879 bis 1883 vom Geheimen Oberbaurat Ludwig Giersberg und Landbaumeister Genick erbaut. Es wurde als Dienstgebäude der Verwaltung der direkten Steuern, die der Zentralinstanz des preußischen Finanzministeriums unterstand, errichtet.

Die Fassaden sind im Stil der Neorenaissance in Anlehnung an einen italienischen Stadtpalast aus verschiedenfarbigen Sandsteinen, rotem Nebraer- und grauem Warthauer Sandstein, gestaltet.
Der Eckbauteil an der Straße Hinter dem Gießhaus, heute Standort des Galeriegebäudes der Sammlung Bastian, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. An der Gebäudeecke ist noch ein Fragment der Säulenordnung des fehlenden Fassadenteils erhalten. Kriegszerstörungen haben an dem Gebäude deutliche Spuren hinterlassen. Einige Teile der Fassade waren sogar in ihrer Standsicherheit gefährdet. Seit der Erbauung fanden bis auf die Behebung der massiven Kriegsschäden keine Umbauten statt, der bauzeitliche Zustand ist bei den verbliebenen Gebäudeteilen bis heute weitgehend erhalten geblieben.
Im Jahr 2009 wurde das Objekt in die Förderung des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz aufgenommen. Gemeinsam mit Mitteln aus dem Bauunterhalt der Humboldt-Universität wurde die denkmalgerechte Instandsetzung der Gebäudehülle mit Fassaden, Fenstern und der Dachdeckung finanziert. Für die Straßenfassade wurde ein behutsames konservierendes Restaurierungskonzept erstellt und umgesetzt, bei dem die geschichtlichen Spuren erhalten blieben und dennoch die bautechnischen Mängel beseitigt werden konnten. Die Fertigstellung der Maßnahmen erfolgte 2013.

Blick auf das Gebäude vor der Sanierung, Januar 2008; Foto: BSM mbH
Blick auf das Gebäude vor der
Sanierung, Januar 2008
Foto: BSM mbH

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1879-83
  • Denkmalart: Baudenkmal
  • Eigentümer: Humboldt-Universität zu Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung der Gebäudehülle mit Fassaden, Fenstern und der Dachdeckung
  • Planung / Bauleitung:
    martin focks architekten
    Immanuelkirchstraße 30
    10405 Berlin
  • Gesamtkosten: 1.760.000 €
  • Fördermittel: 704.000 €
  • Fertigstellung: 2013

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