Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Altstadt Köpenick

Luisenhain
Grün für die Altstadt Köpenick


Blick auf das Rathaus
Blick auf das Rathaus
Lageplan
Lageplan

Städtebauförderung - Logos

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Die Grünfläche Luisenhain verdankt Köpenick dem Kaufmann Otto Asseburg. Er schenkte 1906 sein 80.000 Reichsmark teures Grundstück Schloßstraße 20 der Stadtgemeinde unter der Bedingung, dass hier gegenüber dem Rathaus zum Gedenken an seine verstorbene Schwester Luise ein Schmuckplatz angelegt wird. Die 1908 realisierte Parkanlage (1.400 m²) wurde zu Ehren von Luise Assenburg auf den Namen Luisenhain getauft. 1924 entstand hier eine öffentliche Dampferanlegestelle.

1928 wurde der Luisenhain vereinfachend umgestaltet und nach Süden am Wasser entlang auf drei der Stadt gehörende Grundstücke um 800 m² erweitert. Erst 1955 folgte die Verbindung zur Grünanlage an der Langen Brücke, 1969 die Erweiterung der Uferpromenade bis zur Dammbrücke und der Fläche gegenüber dem Rathaus um drei Grundstücke. Mit der Erneuerung der Dammbrücke zwischen 1984 und 1986 konnte gleichzeitig die Unterquerung der Brücke für Fußgänger geschaffen werden.

Mit Fördermitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz konnte der vernachlässigte Grünbereich von 2005 bis 2007 zu einem attraktiven, grünen und zugleich städtischem Raum der Altstadt umgestaltet werden, welcher die historische Altstadt von Köpenick mit dem Wasser der Dahme verbindet.

Leitidee ist eine das Gelände umspannende Harfe: den Rahmen der Harfe bildet eine Uferpromenade am Wasser aus gelbem Naturstein mit eingelegten Bronzebändern, von der Treppen mit breiten Podesten zum kühlen Nass führen. Mit schmaleren Wegen aus großformatigen Granitplatten wird an die historischen Wassergassen der Altstadt erinnert. Die Höfe der Gebäude an der Straße Alt-Köpenick öffnen sich zum Grün, Cafés nutzen die neu gewonnene Attraktivität. Eine von Bänken gesäumte Promenade aus hellen Granitsteinplatten betont den Platz gegenüber dem Rathaus und schafft die Verbindung zum Wasser und zum Schiffsanleger.

Der Luisenhain wurde als breiter, die historische Stadtstruktur widerspiegelnder Teppich gestaltet. Auf Rasenflächen sind Spielelemente installiert, die Geräusche, Melodien und Klänge erzeugen.
So ist eine Grünfläche entstanden, die zugleich viele Funktionen erfüllt. Sie lädt ein zum Flanieren und Verweilen, bietet im Norden und Süden Platz für Veranstaltungen wie den Köpenicker Sommer und schafft mit den neu geschaffenen Uferwegen im Norden der Altstadtinsel eine Grünverbindung vom Schloss über das Kultur- und Veranstaltungszentrum "freiheitfünfzehn" zum Katzengrabensteg und den Krusenick.

Zukünftig auf dem Uferweg die Insel umrunden, vorbei am Kultur- und Veranstaltungszentrum 'freiheitfünfzehn'
Zukünftig auf dem Uferweg die Insel umrunden, vorbei am Kultur- und Veranstaltungszentrum 'freiheitfünfzehn'

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1906
  • Denkmalart: Ensemble
  • Eigentümer: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Neugestaltung der Grünfläche als Park, Festplatz mit Grünverbindung
  • Architekten:
    ST raum a.
    Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH
    Waldemarstraße 33
    10999 Berlin
  • Bruttobaukosten: 1.404.851 €
  • Fertigstellung: 2007

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