Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossene Fördergebiete

Altstadt Köpenick – Bezirk Treptow-Köpenick


Luftbild Altstadt Köpenick 2001
Luftbild Altstadt Köpenick 2001

 

Die Köpenicker Altstadt entstand aus einem slawischen Fürstensitz auf dem Areal der heutigen Schlossinsel. Im Schutz der Burg entwickelte sich im 13. Jahrhundert entlang der heutigen Straße Alt Köpenick eine kleine deutsche Siedlung, die sich in den folgenden Jahrhunderten nur langsam über die gesamte Insel ausbreitete. Ausländische Glaubensflüchtlinge, die das Textilgewerbe etablierten, brachten erst zum Ende des 17. Jahrhunderts einen Siedlungsschub mit Manufakturgebäuden und Kolonistenhäusern in den nördlichen Bereich.
 
Mit dem repräsentativen Neubau des Schlosses 1677-81 wurde die gewachsene Straßenführung der Altstadt begradigt, die Straßen verbreitert und der Schlossplatz angelegt. Seit dieser Zeit hat die städtebauliche Grundstruktur keine einschneidenden Veränderungen mehr erfahren. Der westliche Teil der Insel mit Kirche, Rathaus und Schlossplatz stellt den eigentlichen städtischen Kern dar.
 
Die Bebauung um den Alten Markt zeigt noch deutlich die ursprüngliche Substanz aus dem späten 17. Jahrhundert. Die Dichte und Vielfalt der Bauten am Katzengraben dokumentieren 300 Jahre Entwicklung kleinstädtischer Wohnhausarchitektur und verdeutlichen den historischen Bezug zwischen Stadt und Wasser. Nur hier ist die typische kammartige Bebauung der Parzellen erhalten, die ursprünglich die Wasserseiten prägte.
 
Die umfassende Sanierung dieses Straßenzuges setzte ein sichtbares Zeichen für die Erhaltung der historischen Identität dieses Ortes und hatte Symbolkraft für die Erneuerung der Altstadt insgesamt. An der Freiheit entwickelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Teppich-, Tuch- und Papierfabriken. Das heutige Rathaus entstand von 1901 bis 1904.
 
Im Zweiten Weltkrieg wurden nur sieben Häuser zerstört, in den Jahren von 1945 bis 1978 aber 21 alte Gebäude abgerissen. 1979 bis 1981 entstand die Müggelheimer Straße als breite Schneise durch das homogene Altstadtgebilde. Der städtebauliche Zusammenhang zwischen Altstadt, Schloss und Kietz ist damit zerstört.
 
Von 1991 bis 2008 sind 41 Vorhaben mit insgesamt 26,7 Millionen € gefördert worden.

Ausgewählte Fördervorhaben


Wohn- und Geschäftshaus, Alt-Köpenick 31-33
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Kultur- und Veranstaltungszentrum, 'freiheit fünfzehn', Freiheit 15
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"freiheit fünfzehn"
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Heimatmuseum, Alter Markt 1
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Ensemble, Katzengraben 19
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Luisenhain
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Um- und Ausbau des Gebäudes Alter Markt 2 zur Mittelpunktbibliothek
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Neugestaltung Schlossplatz und Grünstraße
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Straßenraum um den Futranplatz
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Fördergebiet Altstadt Köpenick
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Stadt Cöpenick am Zusammenfluss von Dahme und Spree um 1871
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Quelle: Kraatz: Topographische Karte der Umgebung von Berlin, 1871

Buchtipps

Köpenick Baudenkmale (Buchcover)
Köpenick Baudenkmale
Bezirksamt Köpenick von Berlin/KÖWOGE mbH, Berlin, 1998
 


 
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