Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz

Wirkungsbilanz


Im Förderprogramm erneuertes Jugend- und Begegnungszentrum 'Alte Schmiede'; 2010
Im Förderprogramm erneuertes Jugend- und Begegnungszentrum "Alte Schmiede"; 2010

Wirkungsbilanz der eingesetzten Fördermittel

Ein Erfolg des Förderprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz liegt darin begründet, dass es schon kurz nach der Wende gelang, die Verfallsprozesse in den historischen Altbauquartieren zu stoppen und den hohen Leerstand sukzessive zu beseitigen. Es wurden Zeichen gesetzt, dass sich das finanzielle Engagement der Eigentümer in Altbauten wieder lohnt.

Die Fördermittel haben wesentlich dazu beigetragen, die Quartiere in ihren überlieferten städtebaulichen Strukturen und ihrer baulichen Vielfalt zu erhalten, zu revitalisieren und die Innenstadt als Wohnort zu stärken. In der Wechselbeziehung der positiven Effekte von Einzelvorhaben und den stadtstrukturellen Wirkungen in ihrer Gesamtheit liegt ein wesentlicher Erfolg des Programms begründet.

Breites Spektrum der geförderten Vorhaben

In den ersten Programmjahren stand die Erneuerung privater Wohn- und Geschäftshäuser, privater Gewerbebauten und gezielt auch Wohnhäuser selbst nutzender Eigentümer im Vordergrund. Ab dem Programmjahr 1996 folgten in zunehmendem Maße öffentliche Gebäude. Ab 2002 wurde der Fokus auf die denkmalgerechte Sanierung und Stärkung der sozialen Infrastruktur (Kitas, Schulen, Turnhallen, Theater, Heimatmuseum) gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt seitdem in der Erhöhung der Attraktivität und Verbesserung der Funktionalität des öffentlichen Raums und öffentlicher Plätze. Die Fördermittelvergabe für Gebäude erfolgte je nach Erfordernis zielgerichtet für Maßnahmen zur reinen Instandsetzung der baulichen Hülle bis zur umfassenden Modernisierung.
 

Handwerk wieder gefragt

Bei der denkmalgerechten Erneuerung sind das Fachwissen der Handwerker und alte, bewährte Materialien wieder gefragt. Die behutsame Sanierung der historischen Bausubstanz schafft somit die Existenzgrundlage vieler kleiner Handwerkerfirmen in der Berliner Region.
 

Erhalt kultureller Werte

Historische Altbauquartiere sind steinernes Gedächtnis und alltäglicher Lebensraum zugleich. Das Nebeneinander von wertvollen baulichen Zeugnissen aus verschiedenen Zeitepochen, von Tradition und Wandel, begründen einen besonderen kulturellen Reichtum. Der Städtebauliche Denkmalschutz leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Erneuerung dieses baulichen Erbes. Mit der Wiedernutzbarmachung von Gebäuden wird das kulturelle Erbe den heutigen Anforderungen angepasst. Insofern ist der Städtebauliche Denkmalschutz nicht nur dem Vergangenen gewidmet, sondern zugleich gegenwartsbezogen und auf die Zukunft gerichtet.
 
Dachdecker

Hohe Beschäftigungs- und Wachstumseffekte

Nach neuen, empirisch abgesicherten Forschungsergebnissen (Bergische Universität Wuppertal in Kooperation mit der DIW econ GmbH Berlin, Abschlussbericht Mai 2011) löst 1 € Städtebauförderungsmittel 7,10 € private und weitere öffentliche Investitionen aus. Diesen Multiplikatoreffekt für das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz unterstellt, macht deutlich, dass mit dem Fördermitteleinsatz ein bedeutendes Wirtschaftswachstum und ein erheblicher Beschäftigungseffekt im Großraum Berlin verbunden sind, da die Arbeiten überwiegend regional bzw. lokal ansässige Fachfirmen durchführen.
 

Erreichung städtebaulicher Ziele

Neben der Sicherung und Erhaltung denkmalwerter Bausubstanz ist die städtebauliche Aufwertung und funktionale Stärkung der Gebiete Ziel der Förderung. Historische Ortsteilzentren werden als zukunftsfähige städtische Räume revitalisiert und sind mit ihren vielfältigen Funktionen wieder für die Gesamtstadt und das Umland von Bedeutung. Die Individualität und Identität des Ortes werden durch historisch erhaltene Stadtstrukturen gefördert und tragen als denkmalwerte Stadträume zu bürgerschaftlichem und unternehmerischem Engagement bei.
 
Städtebauförderung - Logos

Städtebaulicher Denkmalschutz Berlin - Logo
 
 

Download

Abschlussbericht zum Forschungsprojekt
"Wachstums- und Beschäftigungs-
wirkungen des Investitionspaktes im Vergleich zur Städtebauförderung" der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit DIW econ Berlin, 2011

Edison-Grundschule in Oberschöneweide
Edison-Grundschule in Oberschöneweide