Bauen  

 

Werbekonzept

Stadtbildverträglichkeit von Werbeträgern


  • Stadtbildverträglichkeit: City-Light-Board
    Stadtbildverträglichkeit: City-Light-Board
  • Stadtbildverträglichkeit: City-Light-Poster (Vitrine)
    Stadtbildverträglichkeit: City-Light-Poster (Vitrine)

 

Untersuchte Werbeträger im Rahmen des Konzeptes zum Umgang mit stadtbildprägender Werbung

Im Rahmen des Konzeptes zum Umgang mit stadtbildprägender Werbung wurden 15 Werbeträger genauer untersucht, die häufig vorkommen und durch Größe oder Menge stadtbildprägende Bedeutung bekommen können. Ein "Steckbrief" für jeden Werbeträger umfasst neben einer kurzen Beschreibung Vorteile und Chancen sowie Nachteile und Risiken des Werbeträgers und Aussagen zur Stadtbildverträglichkeit

1. Brandwandbemalung
2. City-Light-Board
3. City-Light-Poster: Vitrine
4. City-Light-Poster: Wartehalle
5. Dachwerbung
6. Fahnen
7. Fassadenwerbung
8. Großfläche
9. Riesenposter: an Baugerüsten
10. Riesenposter: außerhalb von Baugerüsten
11. Riesenposter: freistehend
12. Säule: Allgemeinanschlag
13. Säule: Ganzstelle
14. Säule: City-Light-Säule
15. Video-Board




Nicht aufgenommen wurden Eigenwerbungen von Geschäften und Gewerbebetrieben (außer teilweise als Fassaden- oder Dachwerbung) sowie kleinteilige Werbeträger (u. a. Schaltkästen, Mastenschilder, Großuhren, Fahrradständer).

City-Light-Poster, Wartehalle Waidmannsluster Damm; Foto: proloco
City-Light-Poster, Wartehalle Waidmannsluster Damm
Riesenposter an Baugerüsten, Zimmerstraße; Foto: proloco
Riesenposter an Baugerüsten, Zimmerstraße
Fotos: proloco

Drei Klassen der Stadtbildverträglichkeit von Werbeträgern in den Raum- und Gebäudetypen

Über allgemeine Einschätzungen der Stadtbildverträglichkeit hinaus sind verschiedene Werbeträger in einem Raum-/Gebäudetyp in unterschiedlichem Maße verträglich bzw. störend für das Stadtbild. Deshalb wird die Stadtbildverträglichkeit der einzelnen Werbeträgerin den Raum-/Gebäudetypen differenzierter nach den drei Klassen stadtbildverträglich – bedingt stadtbildverträglich – stadtbildunverträglich dargestellt.

Den drei Klassen der Stadtbildverträglichkeit der Werbeträger entsprechen jeweils bezogen auf das bauordnungsrechtliche Verunstaltungsgebot unterschiedliche Einschätzungen zur Integrationsfähigkeit des Werbeträgers in den Raum-/Gebäudetypen. Da alle Angaben auf der Ebene der Typisierungen erfolgen, kann eine Einschätzung im Einzelfall auch anders ausfallen. Es muss zudem in jedem Einzelfall geprüft werden, ob die Genehmigung eines Werbeträgers an einem konkreten Standort aufgrund anderer Rechtsvorschriften versagt werden muss (u. a. Denkmalschutzrecht, Straßenrecht, Bauplanungsrecht), wodurch die hier getroffenen Aussagen zur Stadtbildverträglichkeit überlagert werden können. Eine vom Werbekonzept abweichende Einstufung ist entsprechend zu begründen.

1. Stadtbildverträglich

Die Werbeanlage ist in dem betreffenden Raum-/Gebäudetyp in der Regel nicht verunstaltend bzw. städtebauliche vertretbar, von ihr ist (unabhängig von der Motivgestaltung) keine Störwirkung zu erwarten. Dies ist umso eher anzunehmen,
  • wenn der entsprechende Raum-/Gebäudetyp von Handel und Konsum oder bereits durch Werbung, insbesondere Eigenwerbung an der Stätte der Leistung, geprägt ist;
  • die Werbeanlage weitere zum Raum-/Gebäudetyp passende Funktionen hat (zum Beispiel Werbung in Kombination mit Kulturinformationen an Allgemein stellen).

2. Bedingt stadtbildverträglich

Die Werbeanlage kann in dem betreffenden Raum-/Gebäudetyp dann als stadtbildverträglich eingestuft werden, wenn bestimmte Vorgaben eingehalten werden, die zu einer Verringerung der von der Werbeanlage ausgehenden Störwirkung beitragen. Dies kann u. a. angenommen werden, wenn
  • der Raum-/Gebäudetyp eine besondere, gegenüber Werbung sensible Funktion oder Bedeutung hat oder bereits durch eine hohe Dichte von Werbung geprägt ist,
  • die Werbeanlage besonders durch die Art und Weise ihrer Gestaltung wirkt.

3. Stadtbildunverträglich

Die Werbeanlage fügt sich in den betreffenden Raum-/Gebäudetyp in der Regel nicht ein bzw. ist dort verunstaltend, von ihr sind erhebliche Störwirkungen zu erwarten. Dies ist i. d. R. anzunehmen, wenn
  • (Einzel)Handel, Konsum und Werbung im jeweiligen Raumtyp keine Bedeutung haben;
  • der Werbeträger der Nutzungsstruktur und/oder der städtebauliche Maßstäblichkeit des Raum-/Gebäudetyps nicht entspricht.