Städtebau  

 

Urban Intervention Award Berlin 2013 und Urban Living Award 2013

Projektaufruf: Urban Intervention Award Berlin 2013, Urban Living Award 2013


BEENDET !!!
Die Bewerbungsfrist ist am 31. August 2013 abgelaufen.




Innovative architektonische Projekte für städtische Impulse

Der 2010 zum ersten Mal von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin europaweit ausgelobte Urban Intervention Award wird 2013 in Zusammenarbeit mit der Deutsche Wohnen AG um den Urban Living Award erweitert.
Die diesjährig erstmalig vergebenen Preisgelder in Höhe von jeweils 3.000 € für die Kategorien "Built", "Temporary" und "Living" stiftet die Deutsche Wohnen AG.



Zum Urban Intervention Award Berlin 2013:

Bis Mitte dieses Jahrhunderts werden mehr als 65 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Dies stellt insbesondere die öffentliche Hand weltweit vor die Herausforderung, gleichzeitig Initiator, Anreger und Förderer zukunftsorientierter innerstädtischer Prozesse zu sein.

Um solche Prozesse zu würdigen und zu fördern, lobt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin zum zweiten Mal den europaweiten Urban Intervention Award aus und fordert hiermit zur Teilnahme auf.

Ziel des Urban Intervention Award Berlin ist es, maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Umfeld beizutragen. Dabei geht es vor allem um die kreative Entwicklung neuer urbaner Orte von hoher architektonischer Qualität, die in ihrer vitalen Ausstrahlung auf das Umfeld Vorbildcharakter haben und durch ein innovatives und interdisziplinäres Zusammenwirken von Kooperationspartnern unterschiedlicher Bereiche und Disziplinen, wie Kultur, Architektur, Wirtschaft, Initiativgruppen und soziale Kräfte, usw. entstanden sind.

Der Urban Intervention Award Berlin dient der Visualisierung von Interventionen im urbanen Raum, die einen substantiellen Beitrag zur Neudefinition, Wiederbelebung und Aufwertung von innerstädtischen Quartieren leisten. Das gilt für die Umwandlung und Umnutzung alter Bausubstanz ebenso wie für Neubauten, temporäre Gebäude und Installationen im urbanen Raum. Dabei geht es nicht um architektonische Effekte oder eine expressive Formensprache, sondern um Architektur als Stimulator von Prozessen, die zur Transformation des Ortes beitragen.

Ausgezeichnet werden herausragende realisierte Projekte, die Beispiele exzellenter Baukunst in Verbindung mit neuen innovativen Nutzungs- und/oder Umnutzungskonzepten sind und im Zusammenwirken von Partnern unterschiedlicher Bereiche und Disziplinen entwickelt wurden.

Zum Urban Intervention Award Berlin 2013 können Projekte eingereicht werden, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre in Europa realisiert worden sind. Bereits 2010 eingereichte Projekte können nicht noch einmal eingereicht werden.

Der Urban Intervention Award Berlin gliedert sich in zwei Kategorien:
  • Built - ein realisiertes Bauprojekt
  • Temporary - ein realisiertes temporäres Projekt

In beiden Kategorien müssen Aussagen gemacht werden :
  • zur städtebaulichen und räumlichen Herangehensweise
  • zum soziokulturellen und gesellschaftlichen Kontext
  • zu den Gestaltungsaspekten
  • zum Nutzungskonzept
  • zur Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern
Darüber hinaus ist darzulegen, welche Impulse von dem eingereichten Projekt für die Entwicklung des urbanen Umfelds ausgehen.



Zum Urban Living Award 2013:

Die Deutsche Wohnen AG beteiligt sich 2013 erstmals an dem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin ausgelobten Urban Intervention Award und dem neu ausgelobten Urban Living Award.

Das große, börsennotierte Wohnungsunternehmen mit seiner 1924 gegründeten Tochtergesellschaft der Berliner GEHAG fühlt sich der eigenen, herausragenden Architekturgeschichte verpflichtet: Bruno Taut, der Hausarchitekt der GEHAG, hatte zwischen 1924 und 1932 Tausende von hochwertigen, inzwischen denkmalgeschützten Wohnungen errichtet, die auch heute noch vom Unternehmen bewirtschaftet werden. In Berlin besitzt das Unternehmen, dem deutschlandweit gut 90.000 Wohnungen gehören, vier von sechs Siedlungen der Klassischen Moderne, die auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO stehen. Die Verbundenheit mit dem Standort Berlin, mit Baukultur und Architekturgeschichte sowie der Wille auch bei aktuellen, zukunftsorientierten innerstädtischen Prozessen die eigene Kompetenz zum Thema „Wohnen“ einzubringen, sind Motivation der Deutsche Wohnen AG den Urban Intervention Award und den Urban Living Award zu sponsern.

Viele Städte Europas verzeichnen ein rasantes Wachstum. Auch Berlin wächst wieder nach Zeiten der Stagnation. Damit einhergehend wächst der Bedarf an Wohnraum, die Mieten und der Druck auf die innerstädtischen Gebiete steigen, Verdrängung macht sich bemerkbar. Es stellt sich die Frage, wie das städtische Zusammenleben in sozial durchmischten Quartieren in vielfältigen Konstellationen für Jung und Alt, Einheimische und Zugezogene, sozial Benachteiligte und die Mittelschicht, für Singles und Familien innovativ, klimagerecht, kostengünstig und gestalterisch-architektonisch nachhaltig organisiert werden kann.

Gesucht werden Projekte, die das Wohnen und Zusammenleben neu gestalten und Impulse in ihrem urbanen Umfeld setzten. Dabei sollen sowohl hinsichtlich der Finanzierungsmodelle neue Wege beschritten, kluge Nutzerkonstellationen erdacht und Maßstäbe in Bezug auf Standards, Gestaltung und Nachhaltigkeit gesetzt werden. Als Bauherren können sowohl kleine Baugemeinschaften fungieren, als auch Genossenschaften, Wohnungsbaugesellschaften und verantwortungsvolle Investoren.

Mit dem Urban Living Award 2013 werden herausragende realisierte Projekte ausgezeichnet, die Beispiele exzellenter Baukunst im Bereich zukunftsweisender, integrativer Wohn- und Lebensmodelle in Verbindung mit neuen innovativen Nutzungs- und/oder Umnutzungskonzepten sind und im Zusammenwirken von Partnern unterschiedlicher Bereiche und Disziplinen entwickelt wurden.
Von Interesse sind sowohl wohnungsbauspezifische Themen wie Barrierefreiheit, Mehrgenerationenwohnen und Partizipation als auch die Vernetzung der Wohnprojekte zu Partnern aus dem urbanen Umfeld, wie Kindertagesstätten, Schulen oder Pflegestationen. Es ist heute eine große Herausforderung unter den hohen, aktuell geforderten Standards kostengünstiges Wohnen zu ermöglichen. Deswegen sollen die Projekte auch unter dem Aspekt beurteilt, werden, welche Kosten für die für die späteren Bewohner entstehen.

Zum Urban Living Award 2013 können Projekte eingereicht werden, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre in Europa realisiert worden sind.

Aussagen müssen gemacht werden:
  • zur gesellschaftlichen Zielgruppe
  • zur Frage ob Mieter oder Käufer angesprochen werden
  • zum Finanzierungsmodell und Finanzierungspartnern
  • zur Frage ob öffentliche Förderung in Anspruch genommen wurde
  • zum Nachhaltigkeitskonzept hinsichtlich Energiestandard und Materialien
  • zur architektonischen, räumlichen Umsetzung
  • zu der städtebaulichen und räumlichen Herangehensweise
  • zum soziokulturellen und gesellschaftlichen Kontext
  • zu den Gestaltungsaspekten
  • zum Nutzungskonzept
  • zur Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern
Darüberhinaus ist darzulegen, welche Impulse von dem eingereichten Projekt für die Entwicklung des urbanen Umfelds ausgehen.