Soziale Stadt  

 

Gender Mainstreaming - Fachtagung "Stadt der Zukunft – Stadt der Vielfalt"

Exkursionen



Wohnprojekt Living in Urban Units

Führung: Iris Oelschläger, Deimel Oelschläger Architekten
Das Passivhaus in der Schönholzer Straße 13/14 wurde 2009 unter Leitung des Architekturbüros Deimel Oelschläger Architekten fertiggestellt und gehört zu der Baugruppe Living in Urban Units. Das in Mischbauweise errichtete Gebäude bietet Raum für 19 Wohneinheiten und eine Gewerbeeinheit. Da eine Generationenmischung von Anfang an gewünscht war, wurde ein Drittel der Wohnungen für ältere Bewohnerinnen und Bewohner reserviert, einzelne Wohnungen sowie die Gemeinschaftsräume barrierearm (teilweise barrierefrei) ausgebaut und die Genossenschaft Wibeg gegründet, der acht Wohnungen gehören. Der Rest sind Eigentumswohnungen. Der Garten, eine Dachterrasse, eine auch als Mehrzweckraum nutzbare Gästewohnung sowie ein Werkstattraum sind gemeinschaftlich nutzbar. Das ökologische Konzept beinhaltet einen sehr geringen Energieverbrauch, eine Grauwasseranlage, Solarthermie, den Einsatz von Holzwerkstoffen in der vorgehängten Holzfassade, die Nutzung von Zellulosefasern als Dämmstoff sowie zukünftig auch Photovoltaik.


Wohnprojekt Living in Urban Units
Wohnprojekt Living in Urban Units

Wohnprojekt Living in Urban Units
Wohnprojekt Living in Urban Units;
Fotos: Marco Hessdörfer


Studentische Wohnanlage Siegmunds Hof

Führung: Susanne Hofmann, TU Berlin
Die Studierendenwohnanlage Siegmunds Hof von 1961 liegt in Hochschulnähe eingebettet zwischen Spree und Tiergarten. Basierend auf den Ergebnissen des Partizipationsseminars "Zusammenziehen" entwickelten Susanne Hofmann Architekten sowohl vielgestaltige Wohnformen und -grundrisse als auch eine fantastische, ökologische Landschaft, die den heutigen Vorstellungen eines gesunden, umweltbewussten Zusammenlebens und -wohnens entsprechen - "Ökopop". Das neue Energiekonzept beinhaltet nicht nur die bloße denkmalgerechte und energetische Sanierung der Fassaden und die energieeffiziente Erneuerung der Haustechnik, sondern ebenso eine energiebewusste Gestaltung der Außenbereiche. Erneuerbare Energiequellen werden sichtbar und nachvollziehbar auf dem Gelände und den Gebäuden eingesetzt. Das Areal wird unterteilt in einen Sportbereich, eine Gartenfläche, ein Freiluftwohnzimmer, einen Stadtplatz, ein Wäldchen, eine Wiese und das Spreeufer und lädt so zum Verweilen im Grünen ein.


Sigmunds Hof
Sigmunds Hof

Sigmunds Hof
Sigmunds Hof;
Fotos: Baupiloten


Freiraumgestaltung Letteplatz

Führung: Barbara Willeke, planung.freiraum
Aufgrund der klaren räumlichen Zonierung und Differenzierung in "innen und außen" wurde mit der Umgestaltung im Bestand ein Platz in Berlin-Reinickendorf geschaffen, der Menschen über alle Alters-, Herkunfts- und Geschlechterunterschiede hinweg anspricht und Raum für unterschiedlichste Aktivitäten bietet. Der Letteplatz fördert mit seinem Gesamtkonzept Integration, Begegnung und Kommunikation. Seit der Eröffnung ist der Platz ganztägig stark frequentiert. Das Quartier erfährt damit eine Aufwertung, die Identifikation stiftet und sich positiv auf das Lebensgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner auswirkt. Diese Faktoren erhöhen das individuelle Sicherheitsempfinden auf dem Platz und sind die bestmögliche Vandalismusprävention. Das Projekt wurde 2012 mit dem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verliehenen Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur "Stadt bauen. Stadt leben." ausgezeichnet.


Letteplatz
Letteplatz
Foto: © Andreas [FranzXaver] Süß

Exkursion zum Letteplatz
Exkursion zum Letteplatz
Foto: Marco Hessdörfer


Freiraumgestaltung Nauener Platz

Führung: Barbara Willeke, planung.freiraum
Vor der Umgestaltung des 5.000 m² großen Nauener Platzes in Berlin-Wedding haben die Anwohnerinnen und Anwohner einen großen Bogen um den als Kriminalitätsschwerpunkt stigmatisierten und durch Verkehr belasteten Ort gemacht. Als Essenz aus der Zusammenarbeit verschiedenster Beteiligter ist durch die Neugestaltung ein lebendiger und lärmgeschützter Freiraum für Bewegung, Begegnung und Entspannung entstanden, der unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Bedürfnisspektren berücksichtigt. In diesem Sinne wurde eine umfangreiche, aufsuchende Bürgerbeteiligung für mehr als 230 Anwohnerinnen und Anwohner initiiert. Aus den öffentlichen Themenwerkstätten zu den Bereichen Soundscape, Licht/Sicherheit und Design/Rehamedizin sind innovative Aufenthalts- und seniorengerechte Bewegungselemente, ein komplexes Lichtkonzept und vielschichtige Maßnahmen zu Klang und Lärm entstanden. Dafür wurde der Nauener Platz mit dem "European Soundscape Award 2012" ausgezeichnet.

Nauener Platz
Nauener Platz
Foto: © Andreas [FranzXaver] Süß

Exkursion zum Nauener Platz
Exkursion zum Nauener Platz;
Foto: Marco Hessdörfer