Städtebau  

 

Archiv: Tempelhof (Stand 2007-2008)

Ein Lebensraum für Flora und Fauna


Salbei; Foto: Michael Kirsten
Salbei
   

Das Flughafengelände hat eine für Berlin herausgehobene Stellung für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten: In der relativen Ungestörtheit des Geländes entwickelten sich besonders wertvolle offene und trockenwarme Lebensräume. Diese sind in ihrer Größe einmalig für Berlin.

Flora

Die wertvollsten Vegetationsbestände, Glatthaferwiesen und Trockenrasen, befinden sich zwischen den beiden Start- und Landebahnen.

Vögel

Der Flughafen Tempelhof ist einer der wertvollsten Lebensräume für Vogelarten extensiv genutzter Offenlandschaften. Insgesamt sind 52 % der nachgewiesenen Vogelarten so selten, dass sie einer Gefährdungskategorie der Roten Liste bzw. der Vorwarnstufe zugeordnet sind. Dieser Anteil ist außerordentlich hoch. Etwa 4/5 der Fläche werden als "besonders wertvolle" und "wertvolle" Lebensräume eingeschätzt.

Bienen, Wespen

Den besonderen Stellenwert des Flughafenareals für die Bienen- und Wespenfauna belegen 31 nach der Roten Liste Berlin gefährdete Arten, darunter seltene Wespen, die als Relikte aus der Zeit der Exerzierplatznutzung gelten können.

Laufkäfer, Spinnen

Besonders hervorzuheben ist der Wiederfund einer verschollenen Laufkäferart sowie der Neufund einer Zwergspinnenart.

Biotopverbund

Wichtige Biotopverbindungen bestehen zum südlich angrenzenden Böschungen des S-Bahnringes wie auch zur nördlichen Hasenheide.

Pflegemaßnahmen

Wesentlich für den Erhalt der seltenen Arten ist die Beibehaltung der extensiven Pflege der Wiesen und Trockenrasen.

Empfehlungen

Als Kernbereich für den Biotop- und Artenschutz sind die zentralen und südlichen Flächen anzusehen. Der unmittelbare Anschluss an die Biotope der Bahnanlagen ist hierbei von sehr großer Bedeutung und langfristig durch eine ausgedehnte Grünkorridore zu sichern.
 
 

Hummel am Natternkopf; Foto: Michael Kirsten
Hummel am Natternkopf


Bläuling; Foto: Michael Kirsten
Bläuling


Greiskraut; Foto: Michael Kirsten
Greiskraut

Fotos: Michael Kirsten
 
 


 
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