Städtebau  

 

Molkenmarkt/Klosterviertel - Verkehrsplanung

Verkehrsuntersuchung


Funktionsplan - mögliche Einteilung der Straßenverkehrsflächen im Plangebiet (Anlage zum Bebauungsplan)
Funktionsplan - mögliche Einteilung der Straßenverkehrsflächen im Plangebiet (Anlage zum Bebauungsplan)
Funktionsplan als PDF-Plan (pdf; 2,7 MB)
Gegenwärtig wird die Grunerstraße zwischen Mühlendamm und dem Straßentunnel Alexanderplatz als Transitraum für den Straßenverkehr genutzt. Überdimensionierte Flächen und die Verkehrsbelastung machen den Straßenraum zu einem überaus unwirtlichen Ort für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger.

Eine neue Organisation des Straßenverkehrs, das heißt vor allem die Umverlegung der Grunerstraße, ist notwendige Voraussetzung für die Wiedergewinnung des Klosterviertels als urbanes Stadtquartier. Die (neue) Grunerstraße und die Stralauer Straße werden jeweils über neue Einmündungen angeschlossen.

Die Grunerstraße wird künftig parallel zur Südseite des Roten Rathauses und des Parkhauses der Rathauspassagen geführt. So entsteht der Raum, die südlich angrenzenden Flächen wieder für städtische Nutzungen zu gewinnen. Die künftige Breite ermöglicht je Richtung drei Fahrspuren. Mühlendamm und Spandauer Straße werden künftig über den Molkenmarkt wieder direkt miteinander verbunden. Im Abschnitt Mühlendamm, Molkenmarkt, Spandauer Straße wird ein Mittelstreifen für eine Straßenbahntrasse gesichert (Verbindung Alexanderplatz bis Potsdamer Platz). Jüdenstraße und Klosterstraße werden in Anlehnung an die historischen Straßenbreiten an die verlegte Grunerstraße herangeführt und bleiben vorrangig dem Anliegerverkehr vorbehalten.

Insgesamt reduziert sich der Anteil der Verkehrsflächen im Geltungsbereich des Bebauungsplans 1‑14 von heute ca. 64.000 m² auf künftig ca. 42.000 m².

In der im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens erarbeiteten Verkehrs­unter­suchung wird für die neue Grunerstraße eine durchschnittliche Belastung von rund 54.000 Kraftfahrzeugen täglich, für die Stralauer Straße von rund 16.000 Fahrzeugen und für die Spandauer Straße von gut 15.000 Fahrzeugen prognostiziert. Das Verkehrsaufkommen wird damit gegenüber der gegenwärtigen Situation sinken. Die vor diesem Hintergrund erforderliche Leistungsfähigkeit des Straßennetzes ist gegeben, wie Berechnungen und eine ergänzende Mikro-Simulation gezeigt haben.

Besonders Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer profitieren von der Umgestaltung des Straßennetzes. Lücken im Radwegenetz werden geschlossen. Zusätzliche Übergänge für den Fußverkehr und geringere Straßenbreiten verbessern die Vernetzung mit den umliegenden Quartieren. Damit rücken auch die traditionellen Viertel Alt‑Berlins wieder zusammen, wodurch die historische Mitte Berlins besser erlebbar wird.

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Straßenquerschnitte


Straßenquerschnitt A-A: Mühlendamm/Spandauer Straße
Querschnitt A-A: Mühlendamm/Spandauer Straße

Straßenquerschnitt B-B: Mühlendamm/Grunerstraße
Querschnitt B-B: Mühlendamm/Grunerstraße

Straßenquerschnitt C-C: Grunerstraße/Jüdenstraße
Querschnitt C-C: Grunerstraße/Jüdenstraße

Straßenquerschnitt D-D: Grunerstraße/Klosterstraße
Querschnitt D-D: Grunerstraße/Klosterstraße