Städtebau  

 

Molkenmarkt/Klosterviertel - Umweltbelange

Eingriff in Natur und Landschaft


Die aus städtebaulichen Gründen ermöglichten Eingriffe in Natur und Landschaft sind nach § 1a des Baugesetzbuchs im Bebauungsplanverfahren zu berücksichtigen. Über die Vermeidung und den Ausgleich voraussichtlich erheblicher Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sowie der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts ist in der Abwägung zu entscheiden.

Für die Festsetzungen des Bebauungsplans, die eine Planfeststellung ersetzen, gelten die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes über Vermeidung, Verminderung sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Dieses betrifft den Bereich, der die Änderung der Bundesstraße 1 umfasst. Die hierfür erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen unterliegen nicht der Abwägung, d.h. es ist ein vollständiger Ausgleich erforderlich.

Im Bebauungsplanverfahren wird daher zwischen den städtebaulichen Regelungen und dem planfeststellungsersetzenden Teil des Bebauungsplans unterschieden.

Die städtebaulichen Regelungen des Bebauungsplans ermöglichen einen Eingriff in Natur und Landschaft. Es entfallen Vegetationsflächen und die Fällung von Bäumen ist erforderlich. Bei der Abwägung dieses Eingriffs ist allerdings zu berücksichtigen, dass ein Ausgleich nicht erforderlich ist, soweit die entsprechenden Eingriffe bereits vor Aufstellung des Bebauungsplans zulässig waren (§ 1a Abs. 3 Satz 6 Baugesetzbuch).

In der Abwägung des erforderlichen Ausgleichs ist aufgrund der gesetzlichen Regelungen die künftige Überbauung eines Teils der Vegetationsfläche auf der Verkehrsinsel Molkenmarkt zu berücksichtigen. Hier ist die Fällung von fünf Bäumen und die Aufgabe kleiner Pflanzflächen erforderlich. Dieser Eingriff wird durch Baumpflanzungen im Zuge des Neubaus der Bundes­straße ausgeglichen.

Durch die Verlegung der Bundesstraße 1 (Mühlendamm – Molkenmarkt – Grunerstraße) kommt es insbesondere zu einem Verlust von Bäumen. Als Ausgleich sieht der Bebauungsplan die Pflanzung von Bäumen im Verlauf der neuen Trasse vor und sichert diese verbindlich. Der erforderliche Eingriff wird damit in vollem Umfang in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang ausgeglichen.

Unabhängig davon gilt für die künftigen Baugebiete die Baum­schutz­ver­ordnung.

Bestandssituation und Eingriffsermittlung – auch im Hinblick auf die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen – sind in einer gesonderten Karte dargestellt.
Plan: Umweltprüfung zum Bebauungsplan 1-14 - Bestandssituation und Eingriffsermittlung
Plan: Umweltprüfung zum Bebauungsplan 1-14 -
Bestandssituation und Eingriffsermittlung
Umweltprüfungs-Plan als PDF-Datei (pdf; 333 KB) Baumliste als PDF-Datei (pdf; 63 KB)