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Molkenmarkt/Klosterviertel
Städtebauliches Konzept
Städtebauliches Leitbild 2009
Für den Bereich Molkenmarkt/Klosterviertel wurde in Fortführung des Workshopverfahrens 2008 mit anschließender Weiterentwicklung des Blockes vor dem Alten Stadthaus ein städtebauliches Leitbild durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erarbeitet.
Ziel der Konzeption ist weiterhin die Entwicklung eines urbanen Altstadtquartiers, dass die historischen Spuren berücksichtigt und die vorhandenen stadtbildprägenden Leitbauten einbezieht. Es ging dabei auch weiterhin nicht um die Rekonstruktion der mittelalterlichen oder gründerzeitlichen Altstadt, sondern um eine Neuentdeckung und Neuinterpretation städtebaulicher Grundprinzipien unter Beachtung der Anforderungen der modernen Stadt, um ein funktionierendes und lebendiges Quartier zu entwickeln. Es gilt das mittelalterliche Grundmuster und besondere Orte herauszubilden und wiederzubeleben.
Städtebauliches Leitbild 2009
Die Höhenentwicklung und die Dachkubatur der Bebauung wurde noch einmal betrachtet. Die historischen Orte sollen weiterhin als besondere Orte in der Struktur des neuen Stadtquartiers erkennbar sein. Der Platz vor dem Alten Stadthaus soll innerhalb des Quartiers zur Aufenthaltsqualität beitragen. Zudem bilden der Platz am Alten Stadthaus, der Jüdenhof und der Französische Kirchhof vernetzte, begehbare Räume zum Erleben des Quartiers. Durch die Neuplanung soll auch das früher prägende System der Radialstraßen in der Altstadt Berlins aufgegriffen und in Teilbereichen, etwa in der Jüden- und in der Klosterstraße, mit qualitätvollen Straßenräumen vervollständigt werden.
Im November 2008 wurde ergänzend ein Workshopverfahren für ein neues Antikriegs-Museum am Jüdenhof durchgeführt.
In Kooperation mit dem Verein des Antikriegs-Museums wurden Vorschläge durch die Büros Haberland Architekten, Augustin + Frank Architekten sowie das Büro Pfannenschmidt erarbeitet. Die Vorschläge von Haberland sowie Augustin + Frank wurden gleichwertig als wünschenswerte Grundlage für eine Umsetzung bewertet. Der B-Plan schafft das Planungsrecht für eine Realisierung.
Das Ergebnis der konzeptionellen Überarbeitung in Form eines städtebaulichen Leitbildes und diesbezüglichen Visualisierungen sollen als Prozess verstanden werden, in dessen Folge die Architektur sowie weitere Details geklärt werden. Das städtebauliche Leitbild dient als Grundlage für Dialoge mit der Öffentlichkeit, mit Bauherren und Entwicklern.
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Luftbild: Philipp Meuser
Fotomontage:
Philipp Eder/SenStadt

Blick vom Mühlendamm in Richtung des Alten Stadthauses mit neuer städtebaulicher Planung;
Visualisierung:
Philipp Eder/SenStadt, 2009

Blick von der Spandauer Straße in Richtung des Alten Stadthauses mit neuer städtebaulicher Planung;
Visualisierung:
Philipp Eder/SenStadt, 2009
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