Städtebau  

 

Molkenmarkt/Klosterviertel - Planungsverfahren

Übergeordnete Planungen


Der Bebauungsplan beruht auf verschiedenen formellen und informellen Planungen.

Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan Berlin (FNP), 2015; Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan Berlin (FNP), 2015
Legende zum FNP (jpg; 330 KB)
Der Flächennutzungsplan als gesamtstädtisches Planungsinstrument stellt das Plangebiet als gemischte Bauflächen „M1” bzw. „M2” dar. Diese Bauflächen sind Bereiche mit hoher Nutzungsintensität und -dichte. Sie sollen einer Mischung unterschiedlicher Funktionen wie Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Wohnen etc. dienen.

Im Landschaftsprogramm – das aus verschiedenen Teilplänen besteht – werden differenziert die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege dargestellt. Es sieht für das Plangebiet unter anderem die Entwicklung begrünter Straßenräume und die Schaffung qualitativ hochwertig gestalteter Freiräume bei baulicher Verdichtung vor.

Der Stadtentwicklungsplan Wohnen definiert Leitlinien zur Berliner Wohnungsentwicklung als Orientierungsrahmen für öffentliche und private Investitionen. Das Plangebiet befindet sich im Neubaubereich „Historische Mitte / Alexanderplatz”. Es wird als Teil eines Einzelstandortes für Wohnbauvorhaben in der Kategorie 250-500 Wohnungen ausgewiesen.

Nach dem Stadtentwicklungsplan Zentren liegt das Plangebiet im Zentrumsbereich „historische Mitte” und ist Teil des zugeordneten „zentrentragenden Stadtraums” mit höchster Urbanität. Es befindet sich jedoch außerhalb des Zentrumsbereichskerns Alexanderplatz. Konkretisiert wird der Stadtentwicklungsplan durch das bezirkliche Einzelhandels- und Zentrenkonzept. Danach soll großflächiger Einzelhandel im Plangebiet nicht zugelassen werden.

Mit dem Stadtentwicklungsplan Verkehr wird in der Teilstrategie für die Innere Stadt das Ziel einer Entlastung der Stadträume in der historischen Mitte von nicht notwendigen Kfz-Verkehren als Voraussetzung für eine Aufwertung des Lebens- Arbeits- und Aufenthaltsorts Innenstadt verfolgt.

Als Teil des im Planwerk Innere Stadt ausgewiesenen „städtebaulichen Handlungsraums Historische Mitte” sollen auch am Molkenmarkt Alt und Neu authentisch nebeneinander stehen. Dazu sollen verschiedene Planungsstrategien beitragen, angefangen von der Inszenierung historischer Spuren und archäologischer Fenster, über die kritische Rekonstruktion bis hin zur direkten Anknüpfung an die Spuren der Stadtplanung des 20. Jahrhunderts.

Das Stadtentwicklungskonzept 2030 benennt für Berlin Mitte das städtebauliche Projekt Molkenmarkt/Klosterviertel als einen Entwicklungsimpuls.

Lärmaktionsplan und Luftreinhalteplan definieren wichtige Ziele zur Verbesserung der Umweltsituation.

Ausschnitt aus der Bezirksentwicklungsplanung (BEP) des Bezirksamtes Mitte von 2004
Ausschnitt aus der Bezirks­entwicklungs­planung (BEP) des Bezirksamtes Mitte von 2004
Legende zur BEP (jpg; 800 KB)
Die vom Bezirk Mitte 2004 beschlossene Bezirks­entwicklungs­planung bezeichnet den Rückbau von überdimensionierten Straßenflächen im Bereich Molkenmarkt / Klosterviertel als sinnvolle Maßnahme zur Verbindung der Teile des alten Stadtkerns. Das Nutzungskonzept stellt für das Plangebiet eine ergänzende Bebauung im Bereich der Klosterkirche (Gemeinbedarf mit hohem Grünanteil) sowie an der neuen Grunerstraße zwei Baublöcke mit straßenseitigen Kern­gebiets­nutzungen und anschließenden Misch­gebiets­nutzungen mit hohem Wohnanteil in den rückwärtigen Blockbereichen dar. Vor dem Alten Stadthaus sieht die Bereichs­entwicklungs­planung von 2004 noch eine Grünfläche vor. Im sektoralen „Fachplan Grün- und Freiflächen” von 2009, der die Bezirks­entwicklungs­planung konkretisiert, ist vor dem Alten Stadthaus keine geplante Grünfläche mehr dargestellt.