Städtebau  

 

Molkenmarkt/Klosterviertel - Planungsverfahren

Städtebaulicher Planinhalt


Ausschnitt aus dem Bebauungsplan 1-14, Blatt 1; Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Ausschnitt aus dem Bebauungsplan 1-14, Blatt 1
Bebauungsplan 1-14, Blatt 1 als PDF-Datei (pdf; 1,85 MB)
Mit dem Bebauungsplan 1-14 werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine umfassende städtebauliche Neustrukturierung in Annäherung an den historischen Stadtgrundriss und eine Aufwertung des Bereichs Klosterviertel/Molkenmarkt geschaffen. Die Rückgewinnung von Bauflächen für ein urbanes Stadtquartier erfordert die Verlegung von Straßen, insbesondere der Grunerstraße, verbunden mit der Neuordnung der Einmündungssituationen.

Der Bebauungsplan 1-14 soll hierzu Festsetzungen im Sinne des § 30 Abs. 1 BauGB, insbesondere zu künftigen Baugebieten und ihrer Bebaubarkeit, zu öffentlichen Straßenverkehrsflächen bzw. Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung, sowie zu Flächen für den Gemeinbedarf und öffentlichen Grünflächen treffen.

Als Art der baulichen Nutzung sollen Kerngebiete nach § 7 Baunutzungs­ver­ordnung, Mischgebiete nach § 6 Baunutzungs­ver­ordnung und allgemeine Wohngebiete nach § 4 Baunutzungs­ver­ordnung festgesetzt werden. Zwischen Kloster- und Littenstraße wird eine Fläche für Gemeinbedarf gesichert, um hier – angelehnt an die historische Situation – den Bau einer Schule zu ermöglichen. Die Baugebiete werden im Hinblick auf die Zulässigkeit von Wohnungen im Kerngebiet und zur Beschränkung von gewerblichen Nutzungen im Blockinnenbereich gegliedert.

Festsetzungen zum Maß der baulichen Nutzung erfolgen entweder durch differenzierte Ausweisung der Baukörper (z.B. vor dem Alten Stadthaus) bzw. durch die Festsetzung einer Grundflächenzahl in Verbindung mit Festsetzungen zur Gebäudehöhe (Vollgeschosse).

Rund um die Kirchenruine an der Klosterstraße, die in ihrer Funktion gesichert wird, wird eine gewidmete Grünanlage – teilweise – als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung öffentliche Parkanlage gesichert. Ergänzend soll westlich der Klosterstraße eine weitere öffentliche Grünfläche festgesetzt werden.

Umweltbelange werden durch Regelungen zur Dachbegrünung, zur Begrünung der Baugrundstücke, zur Erdüberdeckung von Tiefgaragen, zum Lärmschutz und zur Luftreinhaltung berücksichtigt.

Vor dem Alten Stadthaus ist ein verkehrsberuhigter Bereich vorgesehen, um ein angemessenes Vorfeld des Baudenkmals mit repräsentativer Funktion zu gewährleisten. Eine dementsprechende Festsetzung sichert auch die öffentliche Zugänglichkeit des Großen Jüdenhofs. Mit Gehrechten zu belastende Flächen innerhalb der Baugebiete ergänzen das öffentliche Wegesystem.

Die im Plangebiet vorhandenen Bau- und Bodendenkmale, Denkmalbereiche und die planfestgestellten Anlagen der U-Bahn werden nachrichtlich übernommen. Außerdem erfolgen Regelungen zur Zulässigkeit von Garagen, Stellplätzen und Nebenanlagen in den Baugebieten, sowie Gestaltungsregelungen zu Werbeanlagen.
Visualisierungen

Visualisierung: Blick vom Mühlendamm auf das neue Quartier am Molkenmarkt
Blick vom Mühlendamm auf das neue Quartier am Molkenmarkt

Visualisierung: Blick aus der Vogelperspektive auf den geplanten Stadthausplatz
Blick auf den geplanten Stadthausplatz

Visualisierung: Der Stadthausplatz aus der Fußgängerperspektive
Der Stadthausplatz aus der Fußgängerperspektive

Visualisierung: Blick in den Jüdenhof mit neuer Wohnbebauung und dem Anti-Kriegs-Museum
Blick in den Jüdenhof mit neuer Wohnbebauung und dem Anti-Kriegs-Museum