Städtebau  

 

Molkenmarkt/Klosterviertel - Einführung

Städtebaulicher Planungsprozess 2004/2005


Workshopverfahren 2004

In einer städtebaulichen Workshopphase erarbeiteten sechs Architektur- und Planungsbüros (Jordi/Berlin, Knerer+Lang/Dresden, Riemann u. Luther/Lübeck/Berlin, Rohdecan/Dresden, Schindler/Berlin, Tonon/Berlin) Vorschläge zur städtebaulichen Neuordnung des Gebietes.

Ziel des Workshops war es, ein städtebauliches Konzept für das Quartier zu entwickeln, das sowohl die historischen Spuren und unterschiedlichen Schichten im Stadtgrundriss berücksichtigt und aufeinander bezieht, die vorhandenen stadtbildprägenden Gebäude als Rudimente einbezieht als auch eine Vision für ein neues Quartier aufzeigt.

Die Ergebnisse wurden intensiv hinsichtlich ihrer städtebaulichen, nutzungsspezifischen und historischen Qualitäten diskutiert und analysiert.

Die Ergebnisse des Workshops dienten zur Qualifizierung des Planungsprozesses. Die im Rahmen des Workshopverfahrens erarbeiteten städtebaulichen Konzepte, Visionen und Leitgedanken bildeten eine Grundlage für die weitere Konkretisierung des Bebauungsplanes.

Masterplanung 2005

Für den Bereich Molkenmarkt/Klosterviertel wurde in Fortführung des Workshopverfahrens von 2004 im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung durch die Bürogemeinschaft Riemann/Luther (Lübeck/Berlin) ein Masterplan erarbeitet, der die Erkenntnisse der vorhergehenden Prozessphase zu einem schlüssigen Gesamtkonzept vereint.

Visualisierung Molkenmarkt entsprechend dem Masterplan, April 2005; Quelle: Bürogemeinschaft Riemann/Luther (Lübeck/Berlin)
Visualisierung Molkenmarkt entsprechend dem Masterplan, April 2005
Quelle: Bürogemeinschaft Riemann/Luther (Lübeck/Berlin)

Ziel der Konzeption ist die Entwicklung eines strukturierten, urbanen Altstadtquartiers, das fußläufig mit Spreeufer, Nikolaiviertel, dem Roten Rathaus und dem Marienviertel vernetzt wird. Vor dem Alten Stadthaus soll ein städtischer Platz von hoher Qualität entstehen, der Quartiersidentität schafft. Als Nutzungen entlang des Straßenzugs Grunerstraße - Molkenmarkt - Mühlendamm - Stralauer Straße sind Gebäude für Büros, Hotels, Praxen, Kanzleien u.ä. sowie für Läden und Gastronomie im Erdgeschoss vorgesehen. Historische Konturen sollen wieder sichtbar gemacht, alte Baufluchten wieder aufgenommen werden. Gleichwohl geht es nicht um die Rekonstruktion der mittelalterlichen oder gründerzeitlichen Altstadt, sondern um eine Neuentdeckung und Neuinterpretation städtebaulicher Grundprinzipien, die dem Viertel einen neuen Impuls geben.

Visualisierung Stadthausplatz entsprechend dem Masterplan, April 2005; Quelle: Bürogemeinschaft Riemann/Luther (Lübeck/Berlin)
Visualisierung Stadthausplatz, April 2005
Besonders um die historischen Orte Großer Jüdenhof und Französische Kirche können attraktive Wohngebäude entstehen. Darüber hinaus sollen vielfältige gastronomische und kulturelle Einrichtungen dem Quartier ein besonderes Flair geben.