Städtebau  

 

Messe Berlin

Haupteingang Süd und Service-Hof


Haupteingang Süd im Februar 2014; Foto: Philipp Eder
Haupteingang Süd, Februar 2014   Foto: Philipp Eder

Haupteingang Süd

Bis zum Jahr 2000 wurde im Bereich des südlichen Messegeländes an der Jafféstraße entsprechend den Ergebnissen eines Realisierungswettbewerbs von 1991 nach Plänen von O.M. Ungers die Hallenkapazität auf ca. 160.000 Quadratmeter erweitert. Der gesamte Südbereich stellte sich jedoch städtebaulich noch sehr unbefriedigend dar - insbesondere im Hinblick auf die Wiedereröffnung des S-Bahnhofs Eichkamp/Messe-West. Zudem erwies sich auch die erweiterte Hallenkapazität als nicht mehr ausreichend.

Zur städtebaulichen Aufwertung des südlichen Eingangsbereiches wurde daher nach Abriss der alten Eissporthalle zum Ende 2001 mit dem Bau des neuen Südeingangs begonnen. Der Entwurf stammt ebenfalls vom Büro O.M. Ungers. Die Grundsteinlegung war am 18. März 2002 und Ende 2002 wurde das Eingangsgebäude einschließlich Vorplatz fertig gestellt. Im Januar 2003 zur Internationalen Grünen Woche Berlin wurde der neue Haupteingang Süd feierlich eröffnet.

Der Eingang besteht aus einem halbkreisförmigen Eingangsgebäude mit einer Gesamthöhe von 21 Metern sowie einem um 8 Meter abgesenkten und ca. 10.000 Quadratmeter großen Vorplatz mit Tribünen für bis zu 4.000 Sitzplätze bei Open-Air-Veranstaltungen.
Die stützenfreie Bauweise des Eingangsgebäudes bietet die Möglichkeit, die Halle auch für Präsentationen, Eröffnungsfeiern, Pressekonferenzen oder Vorträge zu nutzen. Ein 30 Meter breites Foyer verbindet den neuen Eingang mit den Messehallen.

Service-Hof

Die neuen Service-Gebäude im Bereich Messe Süd zwischen Wandalenallee und Jafféstraße wurden zur Verbesserung der Messeinfrastruktur für Aussteller und Dienstleistungspartner notwendig und sollten auch die hier nur temporär stehenden Lagerhallen und Container ersetzen. In direktem Anschluss an die Fertigstellung des Haupteingangs Süd wurde daher mit dem Bau der zusätzlichen Service-Gebäude begonnen.

Für den Neubau der Service-Gebäude wurde ein Workshop-Verfahren durchgeführt. Hier war der überarbeitete Entwurf der Architekten Grüntuch und Ernst am besten geeignet und wurde auch im Hinblick auf das möglichst verträgliche Eingehen auf das benachbarte Wohnquartier ausgewählt. Das Architekturbüro wurde von der Messe Berlin GmbH mit der Erarbeitung der Genehmigungsplanung beauftragt. Die Realisierung geschah in direktem Anschluss an die Fertigstellung des neuen Südeingangs im Jahr 2003. Das Bauvolumen betrug ca. 38.000 Quadratmeter.

Service-Hof – Lageplan
Service-Hof – Lageplan

Blick vom Messedamm auf die neuen Service-Gebäude, Mai 2014; Foto: Philipp Eder
Blick vom Messedamm auf die neuen Service-Gebäude, Mai 2014   Fotos: Philipp Eder
Gute städtebauliche Einbindung: Die neuen Service-Gebäude passen sich in Höhe und Ausformung der Bebauung an der Wandalenallee an.