Städtebau  

 

Messe Berlin

Realisierung


Februar 2014: Die Schriftzüge am CityCube Berlin werden angebracht; Foto: Philipp Eder
Februar 2014: Die Schriftzüge am CityCube Berlin werden angebracht.
Foto: Philipp Eder

Durch die Senatsbeschlüsse zum Gesamtkonzept für das Umfeld der Messe Berlin aus dem Jahr 2001 wurde die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt beauftragt, das nördliche und südliche Umfeld der Messe planerisch differenziert zu untersuchen. Dafür wurden wesentliche Teile des Messeumfeldes als Gebiet von außergewöhnlicher städtebaulicher Bedeutung (nach § 9 AGBauGB) in die Zuständigkeit des Senats gestellt und eine umfangreiche städtebauliche Konzeption erarbeitet.

Für den nördlichen Bereich war nach diesen städtebaulichen Planungen eine möglichst zügige Realisierung angestrebt worden, für die Bebauungspläne aufgestellt wurden und die Vermarktung durch den Liegenschaftsfonds Berlin begann. Hierzu gehörten auch Grundstücke im weiteren Umweld des ehemaligen Messebereichs, für die die Messe Berlin keine eigene Nutzung mehr vorsah.
Die Umsetzung der städtebaulichen Entscheidungen im nördlichen Messebereich erfolgt in räumlichen Teilbereichen, denn obwohl das nördliche Umfeld der Messe bis zur Auswahl der Investoren als gemeinsames Verfahren betrachtet wurde, kann die Realisierung in Abhängigkeit von spezifischen Gegebenheiten nur für jedes Einzelvorhaben gelingen. Erster Erfolg ist der Bau der BMW Hauptstadt-Niederlassung, andere Projekte sind noch in Planung oder wurden u.a. aufgrund der zwischenzeitlich sehr schwachen Immobilienwirtschaft wieder aufgegeben.

Der südliche Bereich gehört zum Kernbereich des Messegeländes und wurde für logistische Zwecke sowie zur Erweiterung der Ausstellungsflächen bereits seit den 1990er Jahren intensiv aufgewertet. Im Sinne der Senatsbeschlüsse zum Gesamtkonzept für das Umfeld der Messe Berlin wurde im Jahr 2001 in einem Workshop die weitere Entwicklungsmöglichkeit des Südgeländes der Messe Berlin ermittelt. Hierbei wurden neben der Ermittlung der kurzfristig durchführbaren Maßnahmen zur Optimierung der Infrastruktur der Messe auch die langfristigen Potenziale für eine zukunftsfähige Messe herausgearbeitet und Lösungsansätze definiert.

Der seit 2003 bestehende repräsentative Südeingang, die neuen Service-Gebäude im Südwesten des Messegeländes sowie der Neubau des CityCube Berlin an der Stelle der im Jahr 2011 abgerissenen Deutschlandhalle stellen hier deutliche Verbesserungen für den Messestandort Berlin dar.