Städtebau  

 

Archiv: Leipziger und Potsdamer Platz

Öffentliche Räume

Tilla-Durieux-Park im Herbst 2014; Foto: Philipp Eder
Tilla-Durieux-Park im Herbst 2014. Hier befand sich früher das Prachtgleis des Potsdamer Personenbahnhofs.
Foto: Philipp Eder

Schon in den 1980er Jahren in den Planungen zum "Zentralen Bereich" bestand die Absicht, auf dem Gelände des ehemaligen Potsdamer Personenbahnhofs einen Park anzulegen. Als Bestandteil einer Grünverbindung sollte er vom Landwehrkanal entlang der Bahnanlagen über den Potsdamer Bahnhof zum Tiergarten verlaufen. Die Preisträger des Städtebaulichen Wettbewerbs von 1991, die Architekten Hilmer und Sattler, haben in ihrem als Grundlage der Neuordnung beschlossenen Entwurf ebenfalls eine solche Grünverbindung vorgesehen.

Das Büro Hilmer und Sattler hat neben dem Oktogon des Leipziger Platzes zwei Parks in ihrer Grundlagenplanung vorgesehen: zum einen das Prachtgleis, das auf dem 25.000 m² großen Gelände des Potsdamer Bahnhofs vom Landwehrkanal bis zum Potsdamer Platz verläuft - realisiert als Tilla-Durieux-Park - zum anderen eine Verbindung von dort in den Tiergarten, die sich auf dem Lenné-Dreieck nördlich der Bellevuestraße zum Tiergarten öffnet, den Kemperpark mit 9.000 m² - realisiert als Henriette-Herz-Park.

Auf dieser Grundlage lobte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz Berlin im Mai 1995 einen Internationalen landschaftsplanerischen Realisierungs- und Ideenwettbewerb aus. Der Realisierungsteil betraf die zwei öffentlichen Räume Henriette-Herz-Park und den Tilla-Durieux-Park, die in der Auslobung noch Namen Kemperpark und Prachtgleis hatten. Der Eingangsbereich des Gleisdreiecks und eine verbindende Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal sollten im Ideenteil miteinbezogen werden. Hier entstand als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme der Park am Gleisdreieck.

Preise und Ankäufe für den genannten Wettbewerb erhielten: DS Landschapsarchitekten, T. Weber & L. Saurer, Müller Knippschild Wehberg und Weller, Ernerth Hammer Hausdorf, Seebauer Wefers und Partner; Wolfgang Niemeyer, Gazapo Lapayese Izquierdo, Till Rehwaldt sowie Bridget Baines.
Bei der Preisgerichtsitzung vom 13.-15. September 1995 wurden zwei zweite Preise gleichrangig mit der Überarbeitung ihrer Entwürfe beauftragt. Am 17. November 1995 wurde dann das Ergebnis der DS Landschapsarchitekten mit dem ersten Preis gewürdigt.
Die angeschrägten Rasenflächen kennzeichnen beide Parkbereiche und stellen eine gestalterische Verbindung beider Bereiche dar.

Neben den drei mit Grünflächen versehenen Plätzen Leipziger Platz, Tilla-Durieux-Park und Henriette-Herz-Park gibt es die mehr als Stadtplätze ausgebildeten öffentlichen Räume Potsdamer Platz, Marlene-Dietrich-Platz, Sony-Plaza und Inge-Beisheim-Platz.