Städtebau  

 

Archiv: Leipziger und Potsdamer Platz

Wettbewerb zur städtebaulichen Gesamtplanung


Für die städtebauliche Gesamtplanung des Potsdamer und Leipziger Platzes wurde am 28.06.1991 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz ein "gutachterlicher städtebaulicher Ideenwettbewerb" ausgelobt - als anonymes Verfahren und in Anlehnung an die GRW (GRW 77) mit vorgeschaltetem Bewerberauswahlverfahren.

In der Ausschreibung hieß es zur städtebaulichen Zielvorstellung (S.25):

"... Vielmehr ist dieser Bereich in das polyzentrische Gefüge der Stadt einzubinden, wobei er seiner Bedeutung als Verbindung zwischen den beiden Hauptzentren, der östlichen und westlichen Innenstadt gerecht werden soll. Bei der Neubildung zentralörtlicher Funktionen soll ein höchstmöglicher Grad an Nutzungsmischung erreicht werden.

Dies gilt auch für die unmittelbare Umgebung des Potsdamer und Leipziger Platzes, um z.B. die bestehende Monofunktion des Kulturforums abzubauen und um ebenso einer auf staatliche Einrichtungen ausgerichtete Planung an der Otto-Grothewohl-Straße entgegenzuwirken.
Der urbane Charakter wird im wesentlichen geprägt durch zentrale Plätze und Straßenräume zum Verweilen und Flanieren, die als Brennpunkte des großstädtischen Lebens die Stadt repräsentieren und mit denen sich der Bürger identifizieren kann. Die freizeit-, konsum- und unterhaltungsorientierte Gesellschaft heutiger Prägung braucht zur Inszenierung öffentlichen Lebens Orte von hoher visueller und sozialer Qualität. ..."


Es werden 16 Architekturbüros für die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt. Von diesen zeichnet das Preisgericht am 2. Oktober 1991 den Entwurf des Büros Hilmer & Sattler mit dem 1. Preis aus.