Städtebau  

 

Archiv: Leipziger und Potsdamer Platz

Geschichte


Schwarzpläne 1940-2010


Die Doppelplatzanlage des Potsdamer und Leipziger Platzes entwickelte sich während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten urbanen Zentren Europas. Der Potsdamer Platz wuchs dabei nur langsam aus dem Schatten des Leipziger Platzes heraus. Dieser wurde als Teil der Stadterweiterung der „Friedrichstadt” von 1732 bis 1738 in Form eines Oktogons errichtet und erhielt 1814 in Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig seinen Namen.

Ursprünglich waren die beiden Plätze durch die Akzisemauer voneinander getrennt und nur an einer Stelle bis zum Abriss der Stadtmauer im Jahr 1867 durch das Potsdamer Stadttor miteinander verbunden. Die städtebauliche Bedeutung beider Plätze verschob sich im späten 19. Jahrhundert zugunsten des Potsdamer Platzes. Er entwickelte sich zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt und zu einem Symbol für die Metropolen und Großstädte, ihrer Hektik und quirliger Lebendigkeit.

Trotz der massiven Zerstörungen im 2. Weltkrieg blieb das Areal des Potsdamer und Leipziger Platzes ein wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen Ost und West, der erst 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer gekappt wurde. Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 erhielten die Plätze ihre städtebauliche und symbolische Bedeutung zurück. Neue Konzepte wurden schnell entwickelt und ein Großteil innerhalb eines knappen Jahrzehnts auf der größten Baustelle Europas verwirklicht.

Die Bebauung des Potsdamer Platzes ist bereits abgeschlossen und auch das Oktogon am Leipziger Platz ist fast wieder komplett.