Städtebau  

 

Kulturforum

Masterplan


„Das Kulturforum strahlt trotz seiner herausragenden Kultureinrichtungen etwas Provisorisches aus. Deshalb müssen wir den öffentlichen Raum aufwerten. Dadurch stellen wir einen räumlichen Zusammenhalt her, der aus dem Raum erst ein Forum der Kultur macht.”
Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin

Ausschnitt aus dem Strukturkonzept zur Weiterentwicklung des Kulturforums; Stand: April 2011
Ausschnitt aus dem Strukturkonzept zur Weiterentwicklung des Kulturforums; Stand: April 2011
Der Strukturplan ersetzt den bisherigen Masterplan 2005/06 zur Weiterentwicklung des Kulturforums.

Eingang zur Philharmonie heute
Eingang zur Philharmonie heute

Zugang zur Piazzetta heute
Zugang zur Piazzetta heute; Foto: Philipp Eder

Blick auf die neu gestaltete Scharounstraße
Scharounstraße heute; Foto: Philipp Eder
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat im Auftrag des Abgeordnetenhauses von Berlin den 2006 beschlossenen Masterplan zur Weiterentwicklung des Kulturforums überarbeitet. Eine wesentliche Grundlage hierfür war das von den Landschaftsarchitekten Valentien + Valentien erarbeitete Freiraumkonzept, das 1998 in einem Wettbewerbsverfahren prämiert und in einem intensiven Werkstattprozess seit Juni 2009 überarbeitet wurde. Im Februar 2010 erhielt diese Planung in der Diskussion mit den Anrainern und innerhalb einer Bürgerwerkstatt breite Zustimmung.

Das überarbeitete Freiraumkonzept 2009/10 liegt nun als abgestimmte Vorplanung vor und wird auch Bestandteil der Bauplanungsunterlagen (BPU) sein.

Durch den überarbeiteten Masterplan für das Kulturforum wird diese in Etappen zu realisierende Verbesserung des öffentlichen Raumes nachhaltig gesichert. Die weiterhin vorhandenen baulichen Entwicklungsmöglichkeiten sind an dieses Freiraumkonzept angepasst worden. Vor allem ist eine Bebauung auf der zentralen Freifläche neben der St. Matthäus-Kirche nicht mehr vorgesehen.

Der bisherige Masterplan konnte in seinen Grundsätzen bestätigt werden und liegt nun in einer zukunftsfähigen, vom Abgeordnetenhaus zur Kenntnis genommenen Neufassung vor.



Urbane Landschaft und Architekturexzellenz trifft Kultur

Drei Säulen prägen das neue prozessorientierte Konzept:
  • Der Scharounschen Idee der Stadtlandschaft folgend wird nach Entwürfen der Landschaftsarchitekten Valentien + Valentien der Freiraum wieder stärker landschaftlich und grün geprägt.
  • Mehr Attraktivität und Aufenthaltsqualität sollen Gastronomie und ein Besucherzentrum schaffen.
  • Ein gemeinsames Kulturmanagement soll das Angebot der hochkarätigen Kulturinstitutionen besser in den öffentlichen Raum tragen und somit den Ort nicht nur durch architektonisch herausragende Solitäre, sondern auch durch seinen kulturellen Inhalt nach außen sprechen lassen.

Die Gestaltung des Freiraums soll künftig zu einer aktiven und kreativen Nutzung einladen. Zur Koordinierung bieten die Anrainer ein gemeinsames Kulturmanagement an, das die kuratierte und koordinierte Nutzung des öffentlichen Raums mit hoher Qualitä sicher stellt.

Ein neuer Pavillon soll im zentralen Bereich des Kulturforums für ein Besucherzentrum gebaut werden. Hier wird die erste Anlaufstelle für Touristen, Besucherinnen und Besucher sein. Sie erhalten Informationen über das Areal und die umliegenden Kultureinrichtungen, Veranstaltungen und Ausstellungen. Auch eine attraktivere Nutzung der Piazzetta vor den Staatlichen Museen ist angedacht. Auf dem Vorplatz der Philharmonie ist die Gestaltung des zentralen „Gedenk- und Informationsortes T4” geplant. T4 ist das Kürzel für den Ort Tiergartenstraße 4. Dort befand sich die geheime zentrale Dienststelle der Nationalsozialisten, wo die „Euthanasie” geplant und organisiert wurde. Das Kulturforum soll durch neue Gebäude weiterhin ergänzt werden. Das Freiraumkonzept berücksichtigt optionale Neubauten. Auf der zentralen Freifläche neben der St. Matthäus-Kirche ist die ursprünglich geplante Neubebauung jedoch nicht mehr vorgesehen.