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Städtebauliche Projekte/Kulturforum
Masterplan 2005

Masterplan vom 26.04.2005 - Montage im Luftbild mit Blick von Norden
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat sich im Auftrag des Abgeordnetenhauses detailliert mit dem Kulturforum, den zu Grunde liegenden städtebaulichen und architektonischen Leitbildern und seiner bisherigen Entwicklung auseinander gesetzt und dabei die im März 2004 formulierten Essentials konkretisiert. Dieser Prozess der Konkretisierung fand sowohl in einem breit angelegten Diskurs mit der Fachöffentlichkeit statt sowie mit der architektonischen Überarbeitung durch fünf Architekten in einem Planungsworkshop.
Der Diskurs mit der Öffentlichkeit über das bisher vorgelegte Konzept begann mit fünf Architekturgesprächen, in denen wesentliche Aspekte, die für die Entstehung und Entwicklung des Kulturforums von Bedeutung waren, diskutiert wurden. Daneben fanden Ausstellungen und Diskussionen im Internet statt.
Der vorliegende Masterplan wurde in einem schrittweisen Entwurfs- und Abstimmungsprozess in einer kooperativ angelegten Planungswerkstatt von Juni bis Dezember 2004 erarbeitet.
Für das Kulturforum liegt jetzt ein Masterplan auf der Grundlage der Scharounschen Ideen vor. Die Idee der scharounschen Stadtlandschaft ist es, durch objekthafte Baukörper einen landschaftlich geprägten Stadtraum spannungsvoll in Szene zu setzen. Ziel des Plans ist es, die landschaftliche Seite, insbesondere auch die von Scharoun gewünschte Verbindung zum Tiergarten, zu qualifizieren. Eine bauliche Ergänzung erfolgt nur durch eine zurückhaltende Addition weiterer Objekte, die die beiden in die Weltarchitektur eingegangen Bauwerke, die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe und die Philharmonie von Scharoun, in ihrer Raumwirksamkeit nicht in Frage stellt. Dabei werden die beiden Plätze, d. h. der historische Matthäikirchplatz und der Neue Museumsplatz im Maßstab und der Gestaltung eigenständig ausgebildet, aber freiraumgestalterisch mit dem offenen Landschaftsraum verbunden.
In dem so stadtlandschaftlich gestalteten Raum des Kulturforums - noch immer unübersehbar durchschnitten durch die verkehrsreiche Potsdamer Straße - werden an der Peripherie Flächen für private Bauprojekte ausgewiesen. Die Ausweisung der Bauflächen erwächst vor allem aus der funktionalen und städtebaulichen Qualifizierung des Kulturforums, dient aber auch der Refinanzierung der vorgeschlagenen Umbaumaßnahmen.
Der Senat hat in seiner Sitzung am 26. April 2005 die von Senatorin Ingeborg Junge-Reyer eingebrachte Vorlage an das Abgeordnetenhaus über den Masterplan zur Weiterentwicklung des Kulturforums beschlossen. Die Vorlage wird nunmehr dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung vorgelegt. Grundlage hierfür ist der vom Senat am 16. März 2004 beschlossene Bericht zur Weiterentwicklung des Kulturforums.
Das Abgeordnetenhaus hat in seiner 82. Sitzung am 9. März 2006 den Masterplan zur Weiterentwicklung des Kulturforums als Grundlage der städtebaulichen Entwicklung des Ortes (Leitbild) beschlossen.
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Luftbild aus Ostrichtung 2004 (Originalbild)

Masterplan vom 26.04.2005 - Montage im Luftbild mit Blick von Osten

Luftbild aus Nordrichtung 2004 (Originalbild)
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