Städtebau  

 

Kulturforum

Gemäldegalerie


Gemäldegalerie, Juni 2011; Foto: Philipp Eder
Gemäldegalerie, Juni 2011  Foto: Philipp Eder

Die  Gemäldegalerie am Kulturforum wurde 1998 (Baubeginn 1992) eröffnet. Sie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Die ersten Werke aus der Kunstsammlung des Großen Kurfürsten (1620-1688) und der Sammlung von Friedrich dem Großen (1712-1786) wurden ab 1830 in dem „Königlichen Museum” am Lustgarten, dem heutigen „Alten Museum”, ausgestellt. 1904 zog die Galerie mit ihren erweiterten Beständen in das neu erbaute Kaiser-Friedrich-Museum auf der Museumsinsel um, dem heutigen Bodemuseum. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1997 waren die Kunstwerke auf das West-Berliner Museum in Berlin-Dahlem und das Bodemuseum in Berlin-Mitte verteilt.

Der Bau der Gemäldegalerie am Kulturforum verzögerte sich erheblich, nachdem das 1985 eröffnete Kunstgewerbemuseum von Rolf Gutbrod und dessen Gesamtplanung von 1968 für die übrigen vier Museen der Europäischen Kunst, darunter auch die Gemäldegalerie, in die Kritik geraten war. Dieser Entwurf sah noch einen zweigeschossigen Ausstellungsbereich um einen Innenhof vor, der bezüglich Erschließung, Wegeführung und Belichtung sehr problematisch gewesen wäre. Deshalb wurde 1986 ein neuer Wettbewerb zur Überarbeitung der Gutbrodschen Planung ausgelobt, bei dem sich die Jury jedoch nicht für einen ersten Preis entscheiden wollte und zwei zweite Preise vergab. Nach nochmaliger Überarbeitung des Wettbewerbsbeitrages wurde das Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht mit dem Bau der Gemäldegalerie beauftragt.
Die Gemäldegalerie verfügt jetzt über mehr als 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf einer Ebene und damit durchgehend natürliche Oberlichtbeleuchtung in allen Räumen. Die Ausstellungsräume sind um eine zentrale Säulenhalle angeordnet, über welche der Besucher einzelne Epochen gezielt ansteuern kann (siehe Grundriss und Schnitt).