Städtebau  

 

Archiv: Friedrichswerder - Planung

Berlin Townhouses


Städtebauliches Gesamtkonzept Prof. Bernd Albers
Städtebauliches Gesamtkonzept, Prof. Bernd Albers
  In einem Gutachterverfahren haben fünf Architekturbüros zehn Stadthaustypen entwickelt. Die Häuser werden "Berlin Townhouses" genannt, weil sie individuelles und zugleich innerstädtisches Wohnen im Haus mit Garten ermöglichen - mitten im historischen Zentrum Berlins. Die Architekten haben ein möglichst breites Spektrum an Wohnformen und Nutzungen entworfen. Charakteristisch sind die langen, eher schmalen Parzellen, die sowohl zu originellen, unkonventionellen Grundrissen herausfordern als auch an das traditionelle, bürgerliche Wohnen anknüpfen. Fast jedes innerstädtische Wohnbedürfnis lässt sich hier erfüllen. Die Entwürfe der Berlin Townhouses sind als Anregungen zu verstehen.

Die Haustypen unterscheiden sich je nach der Lage im Block. Entscheidend ist, ob sie an der Straße oder am Park liegen, nach welcher Himmelsrichtung sie sich orientieren und wie die Parzelle zugeschnitten ist.

Die städtischen Häuser sollen fünf Geschosse hoch sein, um sich in die Umgebung einzufügen. Die vorgeschlagenen Gebäude sind in der Regel 6,50 Meter breit. In Ausnahmefällen können sie zwischen 4,50 Meter und 9,75 Meter breit sein. Je schmaler die Parzelle, um so geringer sind die Kosten; allerdings wird die Nutzbarkeit auch schwieriger. Die Grundstücksgröße bewegt sich zwischen 125 und 280 Quadratmetern. Bei sehr langen Grundstücken kann eine niedrigere Bebauung in zweiter Reihe zugelassen werden. Wenn die Häuser am Park liegen erhalten sie Vorgärten, die so tief sind, dass bei Bedarf ein Auto Platz finden kann. Grenzen sie direkt an die Straße, bieten sich für Erdgeschoss und erste Etage gewerbliche Nutzungen an wie eine Rechtsanwaltspraxis, medizinische Einrichtung oder ein Laden für Kunsthandwerk. Ist der Straßenraum eng, soll das vierte Obergeschoss zu Gunsten einer niedrigeren Traufhöhe um zwei Meter zurückgesetzt werden. Dann ergibt sich eine Dachterrasse mit Ausblick. Das betrifft die Häuser in der Ober- und Niederwallstraße sowie in der Kleinen Jägerstraße. Der Gestaltungswille der einzelnen Bauherren soll nicht übermäßig eingeschränkt werden. Um die Geschlossenheit des Stadtbildes zu wahren, wird ein Gestaltungskanon Rahmenregeln festlegen