Städtebau  

 

Alexanderplatz

Planwerk Innenstadt


Bestand 2003
Bestand 2003

Überblendung Bestand 2003 - 3D-Stadtmodell auf Grundlage des "Planwerk Innenstadt"
Überblendung mit 3D-Stadtmodell auf Grundlage des Planwerks Innenstadt
Nach der ab 1996 drei Jahre währenden intensiven und kontroversen Städtebaudebatte wurde das Planwerk Innenstadt als städtebauliches Leitbild und überbezirkliche Planungsvorgabe 1999 vom Berliner Senat beschlossen.
Das Planwerk Innenstadt ist eine Strategie der Berliner Stadtentwicklung zur nachhaltigen Reurbanisierung und Revitalisierung der historischen Mitte und City-West und hat gemäß §1 Abs. 5 Nr. 10 BauGB Leitliniencharakter für die verbindliche Bauleitplanung. Das Planwerk Innenstadt wurde seit 1999 stetig inhaltlich fortgeschrieben und konzeptionell weiterentwickelt.

Für den Planungsbereich Alexanderplatz wurde bis auf den Bereich Alexanderstraße zwischen Grunerstraße und Holzmarkt das Konzept der Architekten Prof. Hans Kollhoff und Helga Timmermann weitgehend unverändert ins Planwerk übernommen. Ausgenommen des Standortes des Turmhoch­hauses an der Grunerstraße sollte die Brache zwischen Alexanderstraße und Stadtbahn nach den Maßgaben der Jury der 1. Stufe des internationalen Wettbewerbs auf der Grundlage des Wettbewerbs­beitrags des Büros Nettbaum unter Bezug auf den Verlauf der ehemaligen Stadtbefestigung ebenfalls baulich entwickelt werden.

Da sich für die kleinteilige Quartiersstruktur keine Investoren fanden, führte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Bezirksamt Mitte mehrere Workshops durch. Im Ergebnis wurde das sich an den historischen Stadtgrundriss orientierende Konzept des Architekturbüros Kny & Weber mit einem kleinteiligen Blockkonzept und drei 60 Meter hohen Türmen ausgewählt.

Eine Weiterentwicklung erfuhr das Planwerk Innenstadt im Zeitraum 2008 bis 2010. Die Planungen wurden auf den Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings konzentriert; hieraus leitete sich auch die neue Bezeichnung „Planwerk Innere Stadt“ ab. Für den Planungsbereich Alexanderplatz wurden die Maßgaben der verbindlichen Bauleitplanung übernommen. Für den Planungsbereich Alexanderstraße zwischen Grunerstraße und Holzmarkt gab es nach 2003 auf Grund der Entwicklung einer Shopping Mall nochmals Änderungen in der städtebaulichen Entwicklung der zwei verbleibenden Quartiere. So wurde die dynamische Formgebung der heutigen Shopping Mall Alexa weitergeführt, auf den Nachvollzug der historischen Stadtbefestigung bei der Quartiersbildung verzichtet und die Zahl der 65 m hohen Türme von drei auf zwei reduziert.