Städtebau  

 

Alexanderplatz

Bebauungsplanverfahren 1-70a und 1-70b


Südöstlich der Otto-Braun-Straße befindet sich der Gebäudekomplex des ehemaligen Hauses der Statistik. Nach dessen Leerstand soll das Gelände einer neuen Nutzung zugeführt werden (siehe unter "Projekte": Plangebiet Ehemaliges Haus der Statistik).

Im Jahr 2009 wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin des Gebäudes und dem Liegenschaftsfonds Berlin als Eigentümer einer angrenzenden Freifläche ein konkurrierendes städtebauliches Gutachterverfahren durchgeführt. Aufgrund der exponierten Lage am Alexanderplatz sowie den daraus folgenden hohen Anforderungen an eine städtebauliche Neuordnung wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Infolge dessen wurde am 22.02.2011 vom Bezirksamt Mitte der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 1-70 für das Gelände zwischen Mollstraße, Berolinastraße, Karl-Marx-Allee und Otto-Braun-Straße gefasst. Nach mehreren Auswahl- und Entscheidungsrunden wurde im August 2011 der Entwurf des Büros Augustin und Frank als Grundlage für die weitere Bearbeitung festgelegt.

Aufgrund fehlender Investitionsabsichten im Norden des Plangebiets fasste das Bezirksamt Mitte von Berlin am 13.3.2012 den Beschluss zur Teilung des Bebauungsplanes 1-70 in die Bebauungspläne 1-70a und 1-70b und den Beschluss zur Umstellung des Aufstellungsverfahrens für den B-Plan 1-70a auf ein Verfahren nach § 13a BauGB als Bebauungsplan der Innenentwicklung.

Der Bebauungsplan 1-70a umfasst nun das Gelände zwischen Mollstraße, Berolinastraße, Karl-Marx-Allee und Otto-Braun-Straße sowie eine Teilfläche des Grundstücks Karl-Marx-Allee 5. Nach Änderungen des Konzepts fand vom 10.06.2014 bis einschließlich 11.07.2014 die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und sonstiger Behörden statt. Der Bebauungsplan sieht einen kerngebietstypischen Nutzungsmix ohne Wohnanteile im südlichen Bereich und innerstädtisches, durchgrüntes Wohnen als dominierende Nutzung im östlichen Plangebiet als Übergang zum Wohngebiet Karl-Marx-Allee II. Bauabschnitt vor. Der überwiegende Planbereich soll jedoch durch eine Nutzungsmischung geprägt sein, in der die Nutzungen Arbeiten und Wohnen ein gleichrangiges und ausgewogenes Verhältnis haben.