Städtebau  

 

Alexanderplatz

Die Entwicklung zur Metropole nach der Reichsgründung


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Die Konsumtempel am Anfang des 20. Jahrhunderts

Den Höhepunkt wirtschaftlicher Entwicklung erfuhr der Alexanderplatz, als hier Anfang des 20. Jahrhunderts mit Hahn, Wertheim und Tietz die großen Konsumtempel entstanden und man die Standortvorteile des modernen Verkehrsknotenpunktes für diese Nutzungsart erkannte. Durch den Bau des legendären Warenhauses Tietz, aus dem später die Kaufhauskette Hertie (HERmann TIEtz) hervorging, erhielt der Alexanderplatz ein dominantes architektonisches Wahrzeichen. 1904-1905 wurde das Hertie-Kaufhaus in nur zwölf Monaten durch die Architekten Cremer & Wolffenstein zwischen Alexanderstraße (ehemals Contrescarpe), Alexanderplatz und Königsgraben errichtet. In den Jahren 1907-11 wurde der Bau zweimal erweitert und verfügte mit seiner ca. 250 Meter langen Front an der Alexanderstraße über die längste Kaufhausfassade der Welt.

Mit dem Warenhaus Wertheim in der Königstraße eröffnete 1911 das zweite große Kaufhaus am Alexanderplatz - in unmittelbarer Nachbarschaft auf der Südseite des Stadtbahnviaduktes. Dafür waren nach langen Diskussionen bereits 1910 die hier befindlichen Königskolonnaden zum Kleistpark verlegt worden. Dadurch konnte die Hauptfassade des südlich an die Königstraße grenzenden Kaufhauses unmittelbar an die Straße gelegt werden und nördlich der Königstraße konnte man die Gontardstraße direkt in die Königstraße einmünden lassen.

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