Städtebau  

 

Alexanderplatz

Von der Nachkriegszeit 1945 bis zur Wiedervereinigung 1990


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Der Alexanderplatz von 1970 bis 1991

Nach der Fertigstellung des Alexanderplatzes im Jahr 1971 belebten zunächst Großereignisse den Platz, wie z.B. die X. Weltjugend-Festspiele im Sommer 1973, die Feiern zum 25. Jahrestag der DDR im Oktober 1974 und zum 30. Jahrestag des Kriegsendes 1975. Mit einer Größe von ca. 80.000 m² war er nun mehr als viermal so groß wie vor 1945 mit 18.000 m². Trotz großer Akzeptanz des „Alex” in der Bevölkerung verhinderten die überdimensionierte Platzfläche mit der fehlenden baulichen Fassung im Nordosten, die Verlagerung der Straßenbahn vom Platz in die ca. 300 Meter nördlich ausgebaute Magistrale Mollstraße / Leninallee (heutige Landsberger Allee) sowie die breiten, funktionstrennenden bis zu 6-streifigen Straßen, dass der Alexanderplatz an die Belebtheit und das Weltstadtflair der 1920er Jahre anknüpfen konnte.
In Anlehnung an den Erfolg der Fußgängerpassagen westlicher Metropolen und in Vorbereitung der 750-Jahr-Feier der Stadtgründung Berlins wurde in den 1980er Jahren das städtische Leben am und um den Alexanderplatz aufgewertet. So erfuhr die Dircksenstraße zwischen Karl-Liebknecht- und Grunerstraße als Fußgängerzone mit den zu Ladenbereichen ausgebauten S-Bahnbögen und den für Einzelhandel und Gastronomie umgebauten Erdgeschossen des Alexander- und Berolinahauses eine wesentlich höhere Attraktivität.
Das 1987 zu den Feierlichkeiten fertiggestellte historische Nikolai-Viertel und der Neubau der Markthalle für Privathändler mit dem angrenzenden Ambiente von Läden und Kneipen sollten der Höhepunkt dieser Entwicklung sein.

Die letzte große Veranstaltung auf dem Alexanderplatz fand am 4. Novermber 1989 wenige Tage vor dem Fall der Mauer statt. Es war die größte Protest-Demonstration gegen das DDR-Regime mit fast einer Million Teilnehmern.


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