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Leitlinien für die City West

Leitlinie 6


Die Baukultur als Geschichtsträger der City West präsentieren

Kontinuierliche Debatten zur Architektur und Stadtgestaltung sowie Wettbewerbe können die Qualitäten der City West als Ort außergewöhnlicher historischer und zeitgenössischer Baukultur verdeutlichen und positive Entwicklungen fördern. Das erfordert neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Denkmalpflege, Bezirks- und Hauptverwaltung und einen Austausch mit externen Fachgremien. Investoren und Bauherren sollen frühzeitig in diese Prozesse eingebunden werden. Die bewusste Inszenierung der städtebaulich-architektonischen Alleinstellungsmerkmale kann die Entwicklungsdynamik der City West erhöhen. Hardenbergplatz, Breitscheidplatz und Ernst-Reuter-Platz stehen im Fokus des Handelns.

Fassade vom Hardenberghaus
Fassade vom denkmalgeschützten Hardenberghaus
Foto: Philipp Eder, 2007


Die City West vereint auf charakteristische Weise bestimmte Epochen der Baukultur: Gründerzeit, Nachkriegsmoderne und Gegenwart. Die oft hochwertige und in vielen Fällen geschichtsträchtige Architektur und Freiraumgestaltung gilt es zu bewahren, zu inszenieren und behutsam an heutige Bedürfnisse anzupassen. Insbesondere der Kernbereich der City West, rund um Breitscheid-, Joachimstaler- und Hardenbergplatz, zeigt eine starke Entwicklungsdynamik. Veränderungen erfordern hier ein sensibles Vorgehen. Gelungene Projekte können Modellcharakter über die City West hinaus entwickeln.
Maßnahmen zur Sanierung, zur Umnutzung und zum Umbau sollten auch Konzepte für Zwischen- und Mehrfachnutzungen berücksichtigen. Sie müssen in das bauliche und funktionale Gefüge des Bestandes integriert werden. Das ungewöhnliche Ensemble architektonischer Zeugnisse bedingt hohe Ansprüche an bauliche Eingriffe.

Karte der Planwerke mit Fokus auf die City West