Planen  

 

Leitlinien für die City West

Konzeptioneller Ansatz


Die Leitlinien berücksichtigen berechtigte Wünsche und Bedürfnisse der Gegenwart. Und verknüpfen diese mit nachhaltigen Perspektiven für die Stadt von morgen. Dabei stehen Verflechtungen im Mittelpunkt.


Doppelter Ansatz

Die Leitlinien für die City West schöpfen aus zwei Quellen.
Eine davon ist das Vorgefundene: Merkmale der Stadtstruktur, Nutzung und Gestalt. Die Leitlinien greifen Potenziale, Chancen und Ideen auf und versuchen, Defiziten und Gefährdungen zu begegnen. Die beschriebenen Adressbildungen charakterisieren dabei die unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen vor Ort.
Damit erfüllen die Leitlinien sehr konkrete Ziele und Wünsche – etwa die Stärkung des Einzelhandels und des Tourismus. Sie helfen, Kulturorte neu ins Bewusstsein zu rücken, den Universitätscampus in die Stadt zu integrieren und den öffentlichen Raum zu qualifizieren.
Die zweite Quelle der Leitlinien sind übergeordnete Themen und Visionen, die die Zukunft der Stadtgesellschaft formen. Die City West soll zum Vorreiter zukunftsorientierter Konzepte werden.
Alle Einzelmaßnahmen im Gebiet, ob großes Projekt oder kleine Intervention, sollten nicht nur die berechtigten örtlichen und überörtlichen Anforderungen ins Auge fassen, nicht nur den jeweiligen Kontext des Stadtgefüges berücksichtigen. Sie sollen auch konkreten Kriterien der Zukunftsorientierung genügen. Dafür schaffen die Leitlinien den Rahmen.

Verflechtungen im Fokus

Eine zentrale Rolle in diesen zukunftsorientierten Konzepten spielen Modelle für Verflechtungen neuer Art, die Ressourcen sparen, das Leben der Menschen und die Gestalt der Stadt bereichern. Sie sind charakteristisch für einen nachindustriellen Städtebau, der die vielfältigen Prinzipien der Trennung überwindet, die die Moderne einst einführte. Beispiele dafür sind:
  • Wohnen, Arbeiten und Freizeit rücken im Miteinander zusammen.
  • Neue, integrierende Wohntypologien und -formen schaffen mehr Vielfalt – vom Mehrgenerationenwohnen über Wohngruppen und Studentenwohnen bis hin zu altersgerechten Wohnungen.
  • Die Beziehung zwischen Erdgeschosszone und öffentlichem Raum wird neu definiert.
  • Neue Konzepte helfen, Bauten der Nachkriegsmoderne umzunutzen und umzubauen.
  • Mehrfach- und Zwischennutzungen beleben unter- und ungenutzte Räume – vom brach liegenden Grundstück bis zum Kino, das außerhalb der Vorstellungen leer steht.
  • Neue soziale, kulturelle und ökonomische Netzwerke bereichern das Stadtleben.
Karte der Planwerke mit Fokus auf die City West