Städtebau 
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Hauptbahnhof Berlin
Europaplatz 1-2

Projektbeschreibung


Der historische Lehrter Bahnhof wurde 1869 bis 1871 für die Bahn nach dem hannoverschen Lehrte gebaut. Als 1884 der benachbarte Hamburger Bahnhof geschlossen wurde, starteten auch die Züge nach Hamburg, Bremen und Bremerhaven vom Lehrter Bahnhof. Bombentreffer beschädigten 1943 den Bahnhof schwer. Mit der Teilung Deutschlands verlor er an Bedeutung: Seit 1948 war Berlin-Friedrichstraße Ausgangs- und Endpunkt der Fernzüge im Interzonenverkehr. 1952 wurde der Verkehr zum Lehrter Bahnhof fast gänzlich eingestellt. Die Ruine des einstigen Prachtbaus wurde 1959 gesprengt. Jahrzehntelang erinnerte nur noch der Name der nahegelegenen S-Bahnstation "Lehrter Stadtbahnhof" an das prächtige Gebäude von einst im Herzen Berlins. Der Lehrter Stadtbahnhof wurde 2002 abgebrochen. Er wich der letzen großen Baugrube für den neuen Hauptbahnhof.

Der neue Lehrter Bahnhof, von der Bahn zum "Berliner Hauptbahnhof" erkoren, verbindet alle Elemente der modernen Mobilitätsgesellschaft in einer selbstbewußten Architektur - filigran, lichtdurchflutet und großzügig. Die 321 Meter lange gläserne Halle in der Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn wird von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 180 Meter langen und 40 Meter breiten Bahnhofshalle gekreuzt. Die Bahnhofshalle wird durch zwei bügelartig die Stadtbahn überspannende, 46 Meter hohe Gebäude eingerahmt.

 



Projektdaten


Architekt/en:
gmp Architekten
von Gerkan, Marg
und Partner
Bauherr:
DB AG
Nutzung:
Bahnhof, Läden, Büros
Baumaßnahmen:
Neubau
Bauart:
Stahlskelett-Glaskonstruktion
Grundstücksfläche:
38.000 m²
Überbaute Fläche:
24.300 m²
Bruttogeschossfläche:
70.000 m²
Investitionssumme:
3 Mrd. DM
Art des Verfahrens:
Gutachterverfahren
Gebiet:
Mitte
Straße/n:
Europaplatz, Washingtonplatz
Baubeginn:
1998
Baufertigstellung:
2006