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Archiv: Stadtentwicklungsplan Zentren und Einzelhandel – Zentrenkonzept 1999

Stadträume – Räumliche Systematik


Die Gliederung Berlins in Bezirke und Statistische Gebiete, d.h. nach administrativen und statistischen Gesichtspunkten, ist nur bedingt geeignet für die Einschätzung der Einzelhandelsentwicklung, für die Beurteilung der Einzugsbereiche von Einzelhandelsstandorten, für das Erkennen von Kaufkraftströmen und für die Ermittlung von Flächendefiziten.

Vor allem zu den großflächigen Einzelhandelsagglomerationen mit guter Verkehrsanbindung – sowohl zu den traditionell gewachsenen Einkaufsstraßen als auch zu den geplanten Einkaufszentren und Fachmarktagglomerationen – fließt Kaufkraft auch über Bezirksgrenzen hinweg.

Für die Formulierung Teilräumlicher Leitlinien wird Berlin deshalb in acht städtische Teilräume gegliedert. Dabei werden aufgrund der Unterschiede in der Struktur des Einzelhandels in Ost- und West-Berlin – mit Ausnahme der Innenstadt – Bezirke bzw. Teile von Bezirken entweder des Ostteils oder des Westteils von Berlin zusammengefasst. Die städtischen Teilräume werden durch Bezirke und Teile von Bezirken (Statistische Gebiete) gebildet.

Danach ergeben sich folgende Zuordnungen:

Bezirke Mitte, Tiergarten, Prenzlauer Berg und Kreuzberg sowie Teile der Bezirke Wedding, Friedrichshain, Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg

Bezirke Pankow und Weißensee

Bezirke Lichtenberg, Marzahn, Hohenschönhausen und Hellersdorf sowie der südöstliche Teil des Bezirkes Friedrichshain

Bezirke Treptow und Köpenick

Bezirke Tempelhof und Neukölln

Bezirke Steglitz und Zehlendorf sowie Teile der Bezirke Schöneberg und Wilmersdorf

Bezirk Spandau und westlicher Teil des Bezirkes Charlottenburg

Bezirk Reinickendorf und nördlicher Teil des Bezirkes Wedding

Kriterien für die Zusammenfassung von Bezirken bzw. Bezirksteilen zu Teilräumen sind Gemeinsamkeiten in folgenden Punkten:

  • Lage des Teilraumes im Stadtgebiet,
  • Soziodemografie, Alters- und Einkommensstruktur, Ausländeranteil,
  • Struktur des Einzelhandels 1997 und 2000,
darunter insbesondere:
  • Einzelhandelsfläche und Verkaufsfläche je Einwohner
  • Relation zwischen Einzelhandelsflächen in Zentren und Streulagen,
  • Zentrenstruktur,
  • Anteil der Foodflächen an der Gesamtverkaufsfläche,
  • Anteil der Fachmarktflächen an der Gesamtverkaufsfläche
  • Einkaufsverhalten der Einwohner
  • Kaufkraftbindung im Teilraum
  • Erreichbarkeit der überregionalen Einkaufszentren und des großflächigen Einzelhandels im angrenzenden Umland durch ÖPNV bzw. über das Straßennetz
  • Stadtstrukturelle Merkmale wie Bebauungsstruktur, Besiedlungsdichte, Wohnungsbau und Verdichtungspotenziale sowie nicht mehr genutzte, für Einzelhandelsinvestitionen aber interessante Industrieflächen/Bahnflächen.
Der Textteil des StEP enthält ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Teilräumen.