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Stadtentwicklungspläne

Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen


Seit der Beschlussfassung des "Stadtentwicklungsplans (StEP) Wohnen 2025" am 08. Juli 2014 hat sich das Bevölkerungswachstum in Berlin gegenüber den damaligen Annahmen bei der Erarbeitung des StEP Wohnen 2025 erheblich beschleunigt. Hinzu kommt der starke Zuzug von Geflüchteten überwiegend aus der Mittelmeerregion, der allein im Jahr 2015 in Berlin eine Größenordnung von ca. 75.000 Menschen erreicht hat. Deshalb wurde im Jahr 2015 eine neue Bevölkerungsprognose 2015 – 2030 erstellt und im März 2016 veröffentlicht.

Aufgrund dieser beschleunigten Wachstumsdynamik reicht der im StEP Wohnen 2025 errechnete Wohnungsneubaubedarf von 10.000 Wohnungen im Jahr nicht mehr aus, sondern es ist von einem Bedarf von 15.000 bis 20.000 Wohnungen im Jahr auszugehen. Die Zahl der Baugenehmigungen der Jahre 2014 und 2015 lässt erwarten, dass bereits im Jahr 2017 diese Marge erreicht wird. Einen kleinen Einblick in die vielfältige Wohnungsbautätigkeit der Jahre 2013 bis 2015 gibt die Broschüre "Neues Wohnen in Berlin – 22 Beispiele".

Diese deutlich höhere Wohnungsnachfrage erfordert auch eine Modifizierung bei der bisherigen Realisierungseinschätzung der bestehenden Neubaupotenziale. Dabei wird im Grundsatz weiterhin am Vorrang der Innenentwicklung gegenüber der Außenerweiterung festgehalten. In Einzelfällen ist aber durch den Umfang des kurz- bis mittelfristig zusätzlich erforderlichen Wohnungsneubaus eine Neubewertung einzelner Flächen notwendig geworden. Das betrifft insbesondere landeseigene Flächen, deren Mobilisierung von erheblicher Bedeutung für die Umsetzung wohnungspolitischer Ziele ist, vor allem für die Schaffung preisewerten Wohnraums. Darüber hinaus wurde zwischenzeitlich auch die Erfassung des Wohnbauflächenpotenzials weiter aktualisiert.

In der Konsequenz dieser Entwicklungen wurde der zentrale Plan des StEP Wohnen 2025 "Große Wohnungsneubaustandorte" durch einen zusätzlichen neuen Plan "Schwerpunkte des Wohnungsneubaus" vom April 2016 ergänzt. Dieser Plan enthält die weiter aktualisierten Wohnungsneubaupotenziale sowie zwölf "Neue Stadtquartiere", die bereits im StEP Wohnen 2025 größtenteils enthalten waren, nun aber vorrangig entwickelt werden sollen.

Im Anschluss folgt die unveränderte Darstellung des Stadtentwicklungsplans Wohnen 2025 vom August 2014.

Berlin wächst und das ist auch gut so. In den letzten drei Jahren von 2011 bis 2013 ist die Einwohnerzahl um ca. 130.000 Einwohner gestiegen. Dadurch nimmt die Nachfrage nach Wohnungen zu und die Mieten steigen.

Berlin zieht als attraktive Metropole mit relativ niedrigen Wohnkosten viele Neuberliner an. Aber auch angestammte Berliner können überall in ihrer Stadt gut wohnen. Das soll auch so bleiben. Berlin steht vor der Herausforderung, dass auch bei steigender Wohnungsnachfrage die Mieten bezahlbar bleiben müssen.

Deshalb müssen wieder mehr neue Wohnungen gebaut werden. Dabei soll das soziale Milieu der typischen Berliner Kieze erhalten bleiben und eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgen. Die Vielfalt der Wohn- und Lebensformen ist dabei zu berücksichtigen. Im Wohnungsbestand wird behutsam und sozialverträglich die energetische Sanierung weiter umgesetzt werden. Ein wichtiger Schwerpunkt der Stadtentwicklung bleibt nach wie vor das Wohnen in der Innenstadt.

Der Senat hat den Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025 - nach Kenntnisnahme durch den Rat der Bürgermeister - am 8. Juli 2014 beschlossen.

Hinweis

Forum Wohnen
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gründet ein "Forum Wohnen"
Akazienkiez, Berlin-Schöneberg; Foto: Nikolaus Fürcho
Stadtentwicklungs­plan Wohnen 2025 - Grundlagen für Berlins Wohnungs­politik
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Große Wohnungsneubaustandorte in Berlin - Realisierungseinschätzung
Stadtentwicklungs­plan Wohnen 2025
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