Thematische Planung - Entwicklung der Berliner Wasserlagen
Die Strategien und Maßnahmen
Die realistische Einschätzung der Nachfrage und das überreiche Angebot an Bauflächen in der Region erfordern ein gestuftes Entwicklungskonzept. Die Entwicklungsmaßnahmen "Oberhavel", "Parlament und Regierung" und "Rummelsburger Bucht" werden an die Nachfrage angepasst; die laufenden Public-Private-Partnership-Verfahren "Westhafen" und "Spreestadt Charlottenburg" weitergeführt.
Gerade in einer Phase gebremster Nachfrage ist es wichtig, die reichlich vorhandenen Potenziale und Chancen der Wasserlagen zeitlich zu stufen. Für den nächsten Entwicklungsschub werden die Erhöhung der Flächenangebote und mehr Markttransparenz eine gewünschte Bodenpreisstabilisierung bewirken.
 Wasserlagenentwicklungsplan
In Friedrichshain-Kreuzberg und Schöneweide geht es darum, im Zuge von Umgestaltung und Neubau das städtebauliche Gefüge der angrenzenden Quartiere zu stützen und die soziale Mischung zu stabilisieren. Nördlich des neuen Zentralbahnhofs am Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal und am Spreedelta der Spandauer Altstadt sollen durch neue Wohn- und Arbeitsquartiere bestehende oder sich bereits entwickelnde urbane Kerne durch die Orientierung zum Wasser an Attraktivität hinzugewinnen.
Der eingeleitete Mentalitätswechsel in der Berliner Stadtentwicklungsplanung zeigt sich besonders markant am Beispiel Friedrichshainer Spreeufer: Als Initialzündung dient eine private Schlüsselinvestition. Der Bau einer Multifunktionshalle "Berlin-Arena" ermöglicht ein Entertainment-Quartier. Darüber hinaus entstehen Wohnungen und Büros - nicht auf der Grünen Wiese - sondern in Verknüpfung mit bestehenden urbanen Stadtquartieren. Vorhandene Kapazitäten in sozialen Einrichtungen können weitergenutzt werden und das öffentliche Verkehrsangebot kann noch besser ausgelastet werden. Das Land Berlin fördert nur noch das, was unbedingt notwendig ist (z.B. das Wohnumfeld). Bauliche Investitionen erfolgen fast ausnahmslos durch Privatinvestoren und Bauherrengemeinschaften. Die Stadt Berlin schafft die Rahmenbedingungen, sorgt für Transparenz und moderiert den Entwicklungsprozess.
Informationen über innerstädtisches Bauland in Wassernähe finden Sie unter "Baulückenmanagement Berlin". Dieser Online-Service der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bietet u.a. Informationen über mehr als 80 teilweise hochattraktive innerstädtische Bauflächen mit insgesamt rd. 36 ha in unmittelbarer Wassernähe.
Informationen über weiteres Bauland sind unter "Spreestadt Charlottenburg" abrufbar.
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