Das Spreedelta mit der Halbinsel Sophienwerder schöpft seine besondere Bedeutung aus der Lage am Zusammenfluss von Spree und Havel vis à vis der Altstadt Spandau, der Festungsstadt unter den drei mittelalterlichen Wasserstädten innerhalb der Berliner Landesgrenzen. Die Zukunftschancen liegen in der Akzentuierung des historischen, naturräumlichen und städtebaulichen Erbes. Diese Relikte bilden die wesentliche Grundlage für die bauliche Ergänzung und Aufwertung des Spandauer Zentrums.
Ungenutzte oder schlecht erschlossene Uferzonen und besondere Orte in der Flusslandschaft werden städtisch oder landschaftlich neu gestaltet um sie in den groß- und kleinräumigen Verbund des Zentrums mit den Stadtquartieren (Stresow, Haselhorst und Wasserstadt-Oberhavel) und mit den Erholungslandschaften einzubinden. Neue Brückenschläge machen Sophienwerder zur grünen Mitte des Spandauer Zentrums und ergänzen es durch Kultur-, Freizeit- und Erholungsangebote. Die Bauflächen und historischen Gebäude im Umfeld der Altstadt werden für Wohnen und Dienstleistungen umgenutzt. Die östlich gelegenen gewerblichen Nutzungen sollen gestärkt werden. Durch das neu gestaltete Stadt- und Landschaftspanorama kommen sie besser zur Geltung und geben dem Raum zusätzliche Identität.
Für die Umsetzung der Entwicklungsziele ist aus stadtwirtschaftlicher Sicht ein zeitlich gestuftes Flächenmanagement erforderlich. Daher sind EU-Fördermittel (Gemeinschaftsinitiative Interreg III B) für ein örtliches Projektmanagement beantragt worden. Öffentliche und private Investitionen sollen sich zunächst auf ufernahe Schlüsselgrundstücke konzentrieren, von denen dann Impulse für weitere Maßnahmen ausgehen. Als Initialmaßnahmen werden im Zuge des Wasserstraßenausbaus (Projekt 17 Deutsche Einheit) aus Ausgleichsmitteln Uferwege neu angelegt und ergänzt sowie Vorleistungen für die Fußgängerbrücken erbracht.