Schöneweide als industrieller Schwerpunkt des Berliner Südostens ist im Umbruch. Die Bezirksfusion hat die Ortsteile Nieder- und Oberschöneweide in den Schwerpunkt des Bezirks Treptow-Köpenick gerückt. Die gemeinsame Zukunft liegt in der Hinwendung zur Spree, der Nutzung der veränderten Lagegunst und der Öffnung und Verknüpfung der Ufer über Stiche, Spreebalkone, Promenaden und neue Brücken.
Für die zukünftige Entwicklung der Ufer bietet sich eine Arbeitsteilung an. In Oberschöneweide wird der innovative Ansatz aus der Gründerzeit der AEG mit der Nutzung der traditionellen Industriebauten und dem bewährten Zusammenspiel zwischen Forschung, Entwicklung, Ausbildung und Produktion in das 21. Jahrhunderts übertragen. Dafür stehen der Erhalt und die Anwerbung innovativer Industrie- und Dienstleistungsbetriebe sowie die geplante Ansiedlung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. In Niederschöneweide wird ein neues Stadtteilzentrum den Kern für die urbane Ergänzung der bestehenden Wohnnutzung bilden. Damit werden die bisherigen Barrieren des Industriegürtels am Spreeufer geöffnet; Zentrum und Arbeitsplätze mit den Wohnquartieren über neue Brücken verbunden.
Während die erste Stufe des Stadtteilzentrums am Bahnhof Schöneweide kurz vor der Fertigstellung steht und die Ansiedlung eines Hightech-Unternehmens im ehemaligen AEG-Transformatorenwerk konkrete Züge annimmt, hat die Ergänzung der Wohnbebauung auch wegen der Altlastenproblematik einen mittel- bis langfristigen Entwicklungshorizont.