Gesamtstädtisch-
integratives Entwicklungsleitbild
Das gesamtstädtisch-integrative Leitbild ist der
Blaue Faden der Berliner Stadtentwicklung und dient als Richtschnur, an der sich die am Entwicklungsprozess beteiligten Akteure orientieren sollen.
Die Perspektiven der Wasserlagenentwicklung sind in Berlin auch deshalb günstig, weil der Strukturwandel der Wirtschaft, die Fokussierung auf qualitativ hochwertiges Wohnen und neue Freizeitanforderungen
günstige Voraussetzungen für Transformationsprozesse darstellen.
Wohn- und Geschäftshäuser an der Wallstraße in Mitte
Wasserlagen der Berliner Innenstadt sind charakterisiert durch städtebauliche Dichte und urbanen Nutzungsmix. Der Umbau zielt auf moderne Quartiere mit Stadtkanten und Uferpromenaden. Als Imageträger fungieren historische Stadtkerne und zentrale Nutzungen. Kristallisationspunkte städtischen Lebens bilden vorhandene und geplante neue Brückenorte.
Spreeufer gegenüber Wasserwerk Jungfernheide
Die Wasserlandschaften von Dahme, Spree und Havel sind geprägt durch Wälder, Parks und Seen, von denen besonders die Stadtkerne von Spandau und Köpenick profitieren, die auch Ausflugs- und Wassersportgebiete mit regionaler Ausstrahlung sind.
Zukunftsweisende Nachnutzungen
Gewerbe und Verkehr bleiben Kernnutzungen am Wasser. Gewerbebänder werden durch die Lage an Bundeswasserstraßen optimal erschlossen. Durch das trimodale innerstädtische Logistikkonzept können Stadtstraßen vom besonders störenden Stückgutverkehr entlastet werden.
Gewerbeband mit "Kreativgewerbe" in Kreuzberg
Ein multifunktionales Nutzungsgefüge soll kurze Wege gewährleisten. Auch bei Einzelprojekten ist der Gleichklang zwischen Arbeit-, Wohn- und Freizeitangeboten anzustreben.
Bürgerbeteiligung vor Ort
Ohne bürgerschaftliches Engagement ist der Transformationsprozess nicht leistbar. Das bedeutet, dass verstärkt individuelle, kleinteilige Hausformen anzustreben sind. Baugemeinschaften und Genossenschaften sind - neben anderen Investoren - als Bauherren anzuwerben.
Darüber hinaus sind neue Beteiligungsformen (Quartiersmanagement, Empowerment) zu erproben. Vorhandene örtliche Initiativen sind in den Umstrukturierungsprozess einzubinden.