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Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030: Statusbericht zum StEK 2030: Die Schlussfolgerungen

Steuerung und Partizipation


Foto: Dirk Laubner
Foto: Dirk Laubner


Die funktionsräumlichen Verflechtungen nehmen zu. Wachstum ist ein positiver Impuls, kann jedoch auch Nutzungskonkurrenzen steigern. Zudem erhöhen sich auch die Ansprüche und Erwartungen hinsichtlich einer mit den Akteuren der Stadtgesellschaft breiter abgestützten Mitgestaltung und Mitbestimmung in Planungsprozessen. Als limitierender Faktor sind für Berlin insbesondere die finanziellen Rahmenbedingungen zu nennen. Insgesamt steigen damit die Anforderungen an die wirkungsvolle Steuerung der Stadtentwicklung. Im Einzelnen sind folgende Punkte besonders hervorzuheben.


Stärken

  • polyzentrale Raumstruktur als prägendes Element Berlins auch institutionell verankert (Bezirke, Verbände, vielfältige Organisationen in Stadtteilen, regionale Kooperation)
  • Berlin verfügt über ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement


Schwächen

  • knappe personelle und finanzielle Ressourcen der Stadtverwaltung
  • Stadtentwicklungsinstrumente werden heutiger Situation und den künftigen Herausforderungen nur noch teilweise gerecht (u. a. geringe Flexibilität)
  • Förderinstrumente wirken sich teilweise nicht koordiniert auf den Raum aus
  • Zusammenarbeit zwischen Senat und Bezirken bei gesamtstädtischen Fragen


Chancen

  • Nutzung großer Infrastrukturinvestitionen zur funktionalen und gestalterischen Aufwertung von Stadträumen, Koppelungsmöglichkeiten mit weiteren Maßnahmen der Stadtentwicklung
  • Entwicklung einer Partizipationskultur, verstärkte zivilgesellschaftliche Mitwirkung, damit auch verstärkte Berücksichtigung der Bedürfnisse und des Befindens der Bürgerinnen und Bürger
  • verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung
  • StEK 2030 bietet Begründungszusammenhang für den Einsatz von Fördermitteln
  • Liegenschaftspolitik kann stärker für Stadtentwicklung genutzt werden, Verknüpfung mit Strategien des StEK 2030
  • themenbezogene Kooperation in zahlreichen Planwerken und über administrative Ebenen


Risiken

  • mangelnde Priorisierung und Profilierung bei der Entwicklung von Stadträumen
  • geringe Steuerungskapazität des öffentlichen Sektors, u. a. durch anhaltend finanziell angespannte Lage
  • Unterhalt von Infrastruktur wird aufgrund der finanziellen Situation vernachlässigt
  • wachsende Unsicherheiten in Abhängigkeit von globalen Entwicklungen (Finanz- und Wirtschaftskrise, Sicherheitslage etc.)
  • steigende Abhängigkeit von der "Finanzierung von außen"

Download

StEK 2030 - Der Statusbericht