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BerlinStrategie | Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030

Berlin heute: Statusbericht kompakt (2013)


Wandmalerei in Kreuzberg
Foto: human / photocase.com

Grundlage der BerlinStrategie |Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 war der 2013 veröffentlichte Statusbericht als wissensbasierte Analyse der aktuellen Berliner Stadtentwicklung. Themenspezifisch arbeitet der Bericht, der unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gemeinsam mit Beteiligten verschiedener Senatsverwaltungen sowie externen Expertinnen und Experten erarbeitet wurde, die für eine langfristige Stadtentwicklung relevanten Handlungsfelder auf. Der Statusbericht beschreibt die stadtentwicklungsrelevanten Trends und wichtigsten Entwicklungen Berlins. Hierbei sind zahlreiche Konzepte, strategische Pläne und Planungen als wichtige Grundlage in die Bearbeitung eingeflossen. Seine zusammenfassende Betrachtung zeigt querschnittsorientiert die zentralen Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung Berlins. Für die Debatte über Entwicklungsansprüche sowie die Strategien für die Zukunft Berlins war er das zentrale Fundament.

Bei einem Klick auf ein Thema erhalten Sie eine Zusammenfassung der einzelnen Kapitel:

Berlin heute: Eine Analyse der Berliner Stadtentwicklung (Stand: 2013)

Hauptstadt- und Metropolregion
Hauptstadt - Foto: Katja Neubauer / photocase.com
Foto: Katja Neubauer / photocase.com

International befinden sich Städte und Regionen im Wettbewerb um Firmen, Investitionen, kluge Köpfe und Touristen. Die Metropolregion Berlin-Brandenburg hat in dieser Standortkonkurrenz deutlich an Attraktivität gewonnen. Als Hauptstadt Deutschlands beheimatet Berlin Regierungs- und Verwaltungsinstitutionen und zieht internationale und zivilgesellschaftliche Organisationen an. Daneben punktet Berlin mit einer außerordentlich hohen Dichte und der Exzellenz universitärer und außeruniversitärer Forschung. Besondere Strahlkraft übt die Stadt als Standort für Kreative aus: Kulturschaffende und Kreativwirtschaftende aus dem In- und Ausland lassen sich in Berlin nieder, die Stadt gewinnt zunehmend an kulturellem Prestige. Das spiegeln auch die Touristenzahlen wider, die Berlin als Top-Destination in Europa ausweisen.

Um den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiterzugehen, gilt es Berlins Anbindungen an das In- und Ausland weiter zu verbessern, die Attraktivität für innovative Forschung und konkurrenzfähige Unternehmen zu steigern.

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Bevölkerungsstruktur und demografische Entwicklung
Bevölkerung - Foto: priamos / photocase.com
Foto: priamos / photocase.com

Berlin ist eine Wachstumsinsel im Osten Deutschlands. Seit dem Tiefststand der Bevölkerungszahlen im Jahr 2000 hat Berlin rund 120.000 Einwohnerinnen und Einwohner hinzugewonnen, allein 100.000 in den vergangenen drei Jahren. Derzeit verlangsamt der Zuzug überwiegend junger Erwachsener den demografischen Wandel. Gleichwohl wird Berlin älter, das Durchschnittsalter steigt. Gleichzeitig wird es noch internationaler. Jede dritte Wanderungsbewegung fand zwischen Berlin und dem Ausland statt, 14 Prozent der in Berlin Wohnenden haben einen ausländischen Pass, über ein Viertel hat einen Migrationshintergrund, bei Kindern und Jugendlichen sind es sogar fast 50 Prozent. Die Vielfalt der Lebensstile nimmt zu, Einpersonenhaushalte und Alleinerziehende haben einen großen Anteil. In einigen Teilräumen der Stadt konzentrieren sich soziale Probleme u.a. mit Kinder- und Familienarmut.

Auf absehbare Zeit wird Berlin seine Magnetwirkung auf junge Zuwandernde behalten. Ihnen und den angestammten Bewohnerinnen und Bewohnern gleichermaßen eine Heimat mit Chancengerechtigkeit zu sein, ist eine Herausforderung der heutigen und zukünftigen Stadtentwicklung.

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Wirtschaft
Wirtschaft - Foto: human / photocase.com
Foto: human / photocase.com

Berlins Wirtschaft befindet sich auf stabilem Wachstumskurs. Zu den Trägern des Wachstums zählen Kreativwirtschaft, Tourismus und produktionsorientierte Dienstleistungen sowie eine innovative Industrie mit junger Produktpalette. Vor allem der wissenschaftliche und kulturelle Reichtum stellt sich als Standortvorteil unter Beweis: Die außerordentlich hohe Dichte an wissenschaftlichen Einrichtungen und die ihnen folgenden innovations- und technologieorientierten Unternehmen sind Leuchttürme der Region. Die Kreativwirtschaft wächst und der Tourismus verzeichnet jedes Jahr einen neuen Rekord, es bestehen positive Wechselwirkungen. Büroflächen sind im deutschlandweiten und internationalen Vergleich günstig.

Den wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen stehen Schwächen gegenüber, die es anzugehen gilt: Konzernzentralen großer Unternehmen finden sich in der Stadt weiterhin nur vereinzelt, die Arbeitslosigkeit sinkt, befindet sich aber noch auf vergleichsweise hohem Niveau, das Einkommensniveau rangiert unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Es sind Ansätze zu forcieren, um weitere Unternehmenshauptsitze und Arbeitsplätze, Investitionen und Wachstum nach Berlin zu holen und die exzellenten Forschungscluster weiter zu stärken.

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Wissenschaft und Forschung
Wissenschaft - Foto: eskemar / photocase.com
Foto: eskemar / photocase.com

Berlin hat sich erfolgreich als Standort für Wissenschaft und Forschung positioniert. In keiner anderen Region Deutschlands und Europas konzentrieren sich so viele Einrichtungen aus diesen Bereichen wie in der Metropolregion Berlin-Brandenburg und beflügeln eine wissensgetriebene Entwicklung der Stadt. Mit 14 Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen ist Berlin nicht nur einer der attraktivsten Universitätsstandorte der Welt. Es verfügt auch über rund 40 außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftsinstitute bzw. -einrichtungen der vier großen deutschen Forschungsgemeinschaften – mehr als München und Hamburg zusammen. Das Wissen findet sich an den vier großen Universitätsstandorten TU, HU, FU und UdK sowie u.a. in Adlershof und Oberschöneweide. Die privatwirtschaftliche Forschung hat bisher noch nicht die gewünschte Größenordnung erreicht. Dabei forschen Berliner Unternehmen intensiv und erfolgreich an neuen Technologien. Sie profitieren von ihrer räumlichen Nähe zueinander, die den Austausch und ihre Innovationskraft bestärkt.

Diese Kompetenzen gilt es auszubauen und Berlins Standortprofil als forschungsorientierte und innovative Metropole zu schärfen. Dafür sind Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu ermöglichen und zukunftsträchtigen Branchen Wachstumsimpulse zu geben. Räumlich arbeitet die Stadtentwicklungsplanung bereits an mehreren ambitionierten Leuchtturmprojekten, wie der Nachnutzung des Flughafens Tegel, dem Gesundheits- und Biotechnologiecampus Berlin-Buch und dem Technologiepark Adlershof.

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Wohnen
Wohnen - Foto: Spectral-Design / Fotolia.com
Foto: Spectral-Design / Fotolia.com

Wohnungssuche, Miet- und Eigentumspreise zählen aktuell zu den gesellschaftlich wohl meistdiskutierten Themen Berlins. Knapp zwei Millionen Wohneinheiten gibt es in Berlin, von denen 86 Prozent Mietwohnungen sind ein Spitzenwert in Deutschland. Dabei ist der Wohnungsmarkt in der Hauptstadt keineswegs einheitlich: Die Preise weisen teilräumlich erhebliche Unterschiede auf. Als Reaktion auf die hohe Wohnungsnachfrage werden wieder mehr Wohnungen neu gebaut, vor allem im Geschosswohnungsbau. Die räumlichen Schwerpunkte liegen hierbei in den Bezirken Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg. Mit einem Zuwachs von knapp sieben Prozent zwischen 2001 und 2010 stieg die Zahl der Haushalte weit stärker als das Bevölkerungswachstum (2000 bis 2011: + 2,9 Prozent). Die Leerstandsquote sank im selben Zeitraum auf fünf Prozent (2012). In begehrten innerstädtischen Quartieren drückt sich die Verknappung auf der Angebotsseite in Preissteigerungen für Miet- und Eigentumsimmobilien aus.

Die Stadtentwicklung steht vor der Herausforderung, weiterhin bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Der Wohnungsbau ist zu forcieren. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass die Angebote auf breite Schichten der Bevölkerung ausgerichtet sind und der Vielfalt der Großstadtgesellschaft entsprechen.

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Verkehr und Mobilität
Foto: DavidB / Fotolia.com
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Berlin konnte in den letzten Jahren die Verkehrs- und Mobilitätssituation erfolgreich verbessern. Das Wachstum der Wohngebiete am Stadtrand und in der Peripherie während der 1990er Jahre und die mit ihnen verbundenen Pendlerströme kehrte sich zugunsten der Stadt um. Innerhalb Berlins geht der motorisierte Individualverkehr seit 2000 deutlich zurück, gleichzeitig legt der Umweltverbund weiter zu: Über zwei Drittel aller Wege legen die Berlinerinnen und Berliner mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurück. Verkehrslärm belastet derzeit vor allem die innerstädtischen Ortsteile wie etwa Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain und Tiergarten sowie Gebiete entlang der Hauptverkehrsstraßen. Doch es zeigen sich Erfolge durch die Parkraumbewirtschaftung und Tempo-30-Zonen. Mit der Erlangung des Hauptstadtstatus hat der innerdeutsche und internationale Personenfernverkehr von und nach Berlin erheblich zugenommen und durch neue Infrastrukturprojekte, wie z. B. dem Hauptbahnhof an Attraktivität gewonnen.

Für die kommenden Jahre hat sich Berlin weitere ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2050 will Berlin eine klimaneutrale Stadt sein und bereits bis 2020 seine CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 senken. Dem Verkehr kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Anteile des Umweltverbundes sollen weiter erhöht werden. Vor allem die Innenstadtbezirke sollen weiter vom Kfz-Verkehr entlastet werden. Herausforderungen liegen auch in der Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Unterhaltung der unterschiedlichen Verkehrsinfrastrukturen sowie der Lärm- und Schadstoffreduzierung.

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Gesundheit
Foto: matmoon / Fotolia.com
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Berlin verbessert zunehmend die Voraussetzungen für ein gesundes, langes Leben. Insbesondere die Lebenserwartung seiner Bewohnerinnen und Bewohner steigt im bundesdeutschen Vergleich überdurchschnittlich; Kinder wachsen zunehmend gesünder auf (Zunahme beim Impfschutz). Allerdings besteht ein deutlicher, räumlicher Zusammenhang zwischen einer schwachen Sozialstruktur und dem vermehrten Auftreten akuter und chronischer Krankheiten. Arbeitslosigkeit, Hartz IV-Leistungsbezug, niedriges Bildungsniveau und Migrationshintergrund wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. In Stadtteilen mit strukturell bedingten Umweltbelastungen wie z. B. Lärmimmisionen findet sich häufig auch eine problematische Sozialstruktur. Diese räumliche Umwelt-Ungerechtigkeit konzentriert sich vor allem in den baulich hochverdichteten Innenstadtquartieren wie dem Norden Kreuzbergs und Neuköllns, Wedding sowie dem Süden Reinickendorfs.

Daher ist es wichtig, dass die ungleiche Verteilung der Gesundheits- und Umweltbelastungen in den städtischen Teilräumen vermindert, Kindern ein gesundes Aufwachsen gewährleistet, Präventionsketten gegen etwaige Lücken in Gesundheitsangeboten realisiert, die Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten sowie Infrastruktur unter gesundheitlichen und sozialen Aspekten bedarfsgerecht angepasst wird.

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Sport
Foto: Duftomat / photocase.com
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Berlin hat als Sportmetropole national und international eine Spitzenstellung inne. Zahlreiche Großveranstaltungen ziehen Sportlerinnen und Sportler sowie Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland in die Hauptstadt. Über 1.000 landeseigene Sporthallen, 100 Rundlaufbahnen und 300 Großspielfelder stehen den rund 2.000 Sportvereinen mit ihren über 590.000 Mitgliedern zur Verfügung. Hinzu kommen zahlreiche gewerbliche Angebote und – von herausragender Bedeutung – die Parks und Grünanlagen. Fast zwei Drittel der Sportaktivitäten finden privat organisiert statt, viele davon im öffentlichen Raum, nur knapp 20 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sind in Sportvereinen organisiert. Der Sport sorgt für eine bessere Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt und ihrem Wohnquartier. Sport ist zugleich sowohl für das soziale Miteinander und die Integration als auch für das persönliche Wohlbefinden und die eigene Gesundheit wichtig. Auch für die Berliner Wirtschaft ist der Sport bedeutsam. Die 2.900 Unternehmen und Selbständigen der Sportwirtschaft setzten 2010 über eine Milliarde Euro um.

Die Zunahme der Wohnbevölkerung und die anhaltende Diversifizierung des Sportangebots lassen zukünftig eine weiter steigende Nachfrage nach Sportaktivitäten erwarten. Es gilt, die unterschiedlichen Flächenansprüche, die durch den Sport u. a. an den öffentlichen Raum gerichtet werden, in Einklang mit anderen Nutzungen zu bringen.

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Bildung
Foto: Matthias Heyde / Humboldt -Universität zu Berlin
Foto: Matthias Heyde / Humboldt -Universität zu Berlin

Bildung ist ein Schlüssel zu sozialer Integration und Treiber wirtschaftlicher Entwicklung. Allerdings sind die Chancen auf Bildung noch zu stark von der sozialen Lage im Elternhaus abhängig. In Berlin wachsen überdurchschnittlich viele Kinder in bildungsfernen Haushalten auf, was sich u. a. in Defiziten bezogen auf die sprachlichen Kompetenzen äußert. Dies wiederum betrifft vor allem Kinder mit Migrationshintergrund. Sie besuchen in der Regel später Kindertageseinrichtungen und verlassen allgemeinbildende Schulen oftmals ohne oder mit Hauptschulabschluss. Insgesamt ist die Ausgangslage für Bildung gleichwohl günstig und zeichnet sich z. B. durch überdurchschnittlich viele Betreuungsangebote aus. Berlin hat mit Erfolg seine Hochschullandschaft ausgebaut: Die Anzahl der Studierenden steigt seit Jahren. Wichtiger wird künftig auch die berufliche Weiterbildung. Bis 2030 werden rund 460.000 fehlende Arbeitskräfte aller Qualifikationsstufen prognostiziert. Dies betrifft die regionale Ebene. Die Potenziale zur beruflichen Weiterbildung sind gegenwärtig bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Steigende Einwohnerzahlen, die sozialräumliche Polarisierung und Segregation bei Bildung und Betreuung sowie die Kapazitäten der Hochschulen und der Fachkräftemangel sind Herausforderungen für Angebote der vorschulischen Betreuung, der allgemeinen Schulbildung, beruflichen Ausbildung sowie des Studiums und der lebenslangen Weiterbildung in Berlin.

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Umwelt, Energie und Klima
Foto: mallomoi / photocase.com
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Berlin hat in den vergangenen Jahren wichtige Erfolge erzielt, sieht sich aber dennoch mit Großstadt spezifischen Umweltproblemen konfrontiert. Die stärkste Umweltbelastung ist der Lärm, vor allem durch Verkehr. Mit einem Lärmaktionsplan und der Aktion "Leises Berlin" rückt das Thema auf der Agenda gegenwärtig nach ganz oben. Für die Zukunft hat Berlin ambitionierte Ziele: Bis 2050 will Berlin klimaneutral werden. Wichtigste Stellschraube ist die Reduktion schädlicher Emissionen. Neben dem vorbeugenden Klimaschutz gewinnt künftig auch die Anpassung an den Klimawandel an Bedeutung: Auch für Berlin werden höhere Temperaturen und eine Zunahme extremer Wetterereignisse prognostiziert. Vordringliche Handlungsfelder verortet der StEP Klima u. a. in der energetischen Gebäudesanierung und der Verbesserung der stadtklimatischen Ausgleichswirkung. Eine Herausforderung ist der Zustand der Berliner Gewässer mit ihren vielfältigen Funktionen für Stadtklima, Trinkwasserversorgung, Freizeit und Erholung sowie Biotop- und Artenschutz. Die Gewässer sind unterschiedlich stark durch Nähr- und Schadstoffe belastet. Handlungsbedarf besteht vor allem da, wo bei Starkregen die Mischwasserkanalisation überläuft und die Gewässer durch Regenwassereinleitungen belastet werden. Erfolge zeigen sich wiederum in der Abfallwirtschaft: Die Abfallmengen sind seit Jahren stark rückläufig, gleichzeitig steigt die Recycling-Quote deutlich an.

Künftig gestaltet sich der Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zunehmend schwieriger. Zu unmittelbaren Umweltproblemen wie Lärm und Gewässerverschmutzung kommen Umweltprobleme hinzu, die lokal kaum steuerbar sind und von globalen Entwicklungen abhängen, wie dem Konsum- und Mobilitätsverhalten der Bevölkerung. Hier ist es wichtig, an der Weiterentwicklung und Umsetzung von Planungen und Konzepten zu arbeiten, innovative Ideen für ein umweltschonendes Mobilitätverhalten zu finden und die relevanten gesellschaftlichen Akteure einzubeziehen.

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Stadtlandschaft und Freiraum
Foto: Jörg Engelbrecht / Fotolia.com
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Berlin ist eine besonders grüne Stadt. Knapp 44 Prozent der Landesfläche bestehen aus öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, Spiel und Sportplätzen, Friedhöfen, Brachen, Acker- und Weideflächen sowie Gewässern (Paris: 23 Prozent, New York City: 27 Prozent, London: 42 Prozent). Seit der Wende hat Berlin seine grünen Freiräume ausgedehnt und vernetzt, zahlreiche neue Grünflächen, Parks und Grünverbindungen sind geplant oder umgesetzt. Hierzu zählen u.a. der Mauerpark, der Park am Gleisdreieck, der Naturpark Südgelände, das Tempelhofer Feld und die Grünzüge Wuhletal und Bullengraben. Rund 2,2 Millionen Berlinerinnen und Berliner wohnen in fußläufiger Distanz zu öffentlichen Grünflächen. Die über 2.500 Parks und 1.850 Spielplätze tragen maßgeblich zur hohen Lebensqualität der Hauptstadt bei. Die Strategie Stadtlandschaft unterstreicht den herausragenden Anteil der Grünflächen als Standortfaktor und die Chance zur Profilierung als "grüne Metropole".

Doch die Ansprüche an die Freiflächen steigen: Ruhesuche und Naturerlebnis, Sportausübung, Geselligkeit sowie neue und temporäre Nutzungen konkurrieren. Berlin wird sich mit diesen vielfältigen Anforderungen an die Freiräume, der Substanzerhaltung und der Bestandspflege bei knapper finanzieller Mittelausstattung weiter beschäftigen müssen.

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