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Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030: Archiv

Ihre Meinung: Das Berlintelegramm zur BerlinStrategie


Wie soll Berlin im Jahr 2030 aussehen?

Die BerlinStrategie |Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 nimmt die Zukunft Berlins in den Blick. Wie bereits beim Statusbericht zum Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 wurde auch die BerlinStrategie mit allen relevanten Akteuren der Stadtgesellschaft im Rahmen des Stadtforums 2030 sowie in einem begleitenden Onlinedialog diskutiert. Alle Berlinerinnen und Berliner waren aufgerufen, die Transformationsräume unter folgender Fragestellung zu kommentieren: Sind die Schwerpunkte richtig gewählt? Welche Entwicklungschancen werden über die Darstellungen der BerlinStrategie hinaus gesehen? Wie können die Transformationsräume ein Gewinn für Berlin werden?

Alle Hinweise und Kommentare aus den Berlintelegrammen vom Mai 2014 wurden in den Bearbeitungsprozess aufgenommen. Um den Abwägungsprozess transparent zu machen, stehen Ihnen die entstandenen Arbeitsdokumente zum Download zur Verfügung.



Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bedankt sich bei allen Berlinerinnen und Berlinern für die intensive Mitwirkung und Beteiligung an der Diskussion um die zukünftige Gestaltung unserer Stadt.



Wie soll Berlin im Jahr 2030 aussehen?


Geschlossen - Es können keine neuen Beiträge erstellt werden.

Freier Luftraum oder zumindest Nachtflugverbot

31.05.2014
Wie schön wäre Berlin, wenn der Luftraum frei wäre!
Sollte dies nicht realistisch sein, sollte zumindest ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 8 Uhr in die Berlin-Strategie aufgenommen werden.


Anonymus

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Transformationsräume? Verkehrsräume!

31.05.2014
Berlin war früher ein gutes Beispiel dafür, wie Verehrs- und Stadtentwicklungsplanung Hand in Hand gehen sollten. Es wäre zu begrüßen, wenn die "BerlinStrategie" daran anknüpfen könnte.
So sehr Elektromobilität zu begrüßen ist: Am stadtverträglichsten sind zu Fuß gehen, Rad fahren und öffentliche Verkehrsmittel. Deren Förderung sollte im Fokus der "BerlinStrategie" stehen - nicht nur in Transformationsräumen!
Die Reihe bestehender Konzepte ist lang. Es wird Zeit, sie umzusetzen:
# Durchgehender S-Bahn-Verkehr auf dem östlichen Berliner Außenring "S BAR" (soweit möglich auf bestehender Infrastrukur, die um eine kurze Neubaustrecke durch das Biesdorfer Kreuz sowie zusätzliche Halte ergänzt wird); erste Schritte sind eine zusätzliche Station an der Dörpfeldstraße /  Ottomar-Geschke-Straße mit direktem Übergang zur Tram zwischen Wissenschaftsstadt Adlershof und Schöneweide sowie ein zusätzlicher Bahnsteig in Grünau, die sofort genutzt werden könnten
# Verlängerung der S-Bahn ins Falkenhagener Feld
# Verlängerung der U-Bahn-Linie U9 nach Lankwitz Kirche entlang Freihaltetrasse
# Verlängerung der U-Bahn-Linie U3 zum Mexikoplatz
# ...


F. Helmut

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Umsetzung SX-Konzept

31.05.2014
Die Vision für 2030: Dort, wo leistungsfähige Verkehrsinfrastrukturen bereits vorhanden sind, werden diese bestmöglich für attraktive, umweltfreundliche Vekehrsangebote genutzt. Hierzu gehören vor allem verbesserte Angebote auf der Schiene in und um Berlin - wie das SX-Konzept. Mehr Informationen unter www.SX-Bahn.de/was


SX - Der schnelle Zug für Berlin und Brandenburg

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Trams sind nicht mehr zeitgemäß

31.05.2014
Warum eigentlich zu Zeiten in denen Elektrobusse technisch möglich sind noch Tramstrecken ausbauen?

Trams sind teurer sowohl in der Anschaffung als auch im Strecken-Ausbau, sie sind Laut, gefährlich für Radfahrer und Fußgänger und sie blockieren den Verkehr.
Sie sind nicht flexibel einsetzbar, die Oberleitungen verschandeln das Stadtbild und Straßenbahnen verbrauchen durch ihr Gewicht mehr Strom als E-Busse.



Frank Neubert


Antwort vom 02.06.2014
A.I. Berndt

Im Gegensatz, die Tram (ebenerdig sowie auf einem kleinen Wall fahrend, wie z.B. in Köln) schlägt das Konzept Bus (ob Elektro oder Gas-betriebend) um Längen.
  • Pünktlichkeit: im Gegensatz zu den Bussen, steht eine Tram nicht im Stau
  • Schnelligkeit:  Sehr viel schneller als Busse, die sich dem kriechenden Verkehr anpassen müssen
  • Komfort: Jeder, der sich schon mal in einen moderneren Berliner Doppeldecker Bus im Sommer gesetzt hat, in dem standardgemäß die Klimaanlage ausfällt, wenn es wärmer wird, freut sich über die Ausstattung in einer Tram.
  • Barrierefreiheit: Das Einsteigen in einen Bus braucht immer noch die Hilfe durch den Fahrer, der eine Rampe auslegen muss. Im Gegensatz dazu kann auf vielen Trambahnsteigen direkt in die Tram gerollt werden. Das freut nicht nur den Rollstuhlfahrer, sondern auch alle Mütter mit Kinderwagen, Personen mit Rollkoffern etc etc.
  • Wirtschaftlichkeit: Auch der Elektromotor verbraucht Strom

Der einzige Punkt indem das Konzept Bus die Tram schlägt ist der Bau der Strecke. Aber auch hier hat Berlin (und insbesondere auch Spandau) mit breiten Strassen und großzügigen Mittelstreifen, auf denen z.T. noch Schienen verlegt sind, die besten Voraussetzungen. Falls man dann noch eine E-Bus auf eine Tour in einen engbebauten Kiez schicken will, steht dem nichts entgegen! Aber als Haupttransportmittel auf den großen Stassenachsen durch Berlin ist die Tram klar im Vorteil.


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Shared City Berlin 2030

30.05.2014
Immer mehr Menschen ziehen in Städte und auch in Berlin ist der Bevölkerungszuwachs spürbar. Die gemeinsame Nutzung von Ressourcen kann Städte nachhaltiger machen. Wie könnte eine Shared City Berlin 2030 aussehen? Viele Berliner teilen bereits ihre Autos, Fahrräder, Coworking Spaces, Wohnungen und Werkzeuge. Sie organisieren sich in hyperlokalen Communities innerhalb ihrer Kieze, organisieren ‘Do-it-yourself’-Workshops und Tauschbörsen. Unser Wohnraum und unsere Infrastruktur ist über Jahrzehnte entstanden und kann vielerorts nicht mit den sich wandelnden Lebensstilen und dynamischen Erwerbsbiographien mithalten. Die Arbeitswelt ist mobil geworden: Selbstständige arbeiten von Zuhause oder in Coworking Spaces, Berater ziehen von einem Projektstandort zum nächsten und auch viele Arbeitnehmer wechseln ihre Arbeitgeber und Städte. Das Zuhause ist längst nicht mehr der Ort, an dem wir uns 365 Tage im Jahr aufhalten. Die Sharing Economy ermöglicht diesen mobilen Lebensstil, in dem sie den Konsumenten temporär Zugang zu den Dingen gewährt, die sie benötigen und ihnen sogar die Möglichkeit bietet, mit ihrem Besitz Geld zu verdienen, wenn sie diesen selbst nicht nutzen. Moderne Stadtentwicklung sollte sich die Flexibiltät der Sharing Economy zum Vorteil machen.

Patrick Robinson, European Head of Public Policy, Airbnb

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Stadtspree als Modellviertel für neues urbanes wohnen und arbeiten

28.05.2014
Das verschlafene Viertel zwischen U-Bahnhof Warschauer Straße, Ostkreuz und Elsenbrücke bietet ein ideales Entwicklungsfeld für eine modernen Stadtentwicklung.

Die vorliegenden konkreten Planungen des Senats gehen auf die spezifischen Vorteile und Herausforderungen dieses Gebiets kaum ein. Hier scheint alles auf die irgendwann einmal kommende A 100 (17. BA) fixiert - so als ob Wirtschaftswachstum heute noch wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders funktionieren würde!

Hier ein paar Ideen wie es auch anders ginge:
1. Die hervorragende Erreichbarkeit ohne Auto legt es z.B. nahe, an dieser Stelle den Schwerpunkt der Entwicklung auf verdichtete Wohn- und Bürobebauung zu legen. 
2. Die Bewohnerschaft der angrenzenden "Szeneviertel" könnte man insofern berücksichtigen, als dass man hier Unternehmen ansiedelt die für diese Bewohner attraktiv sind. Der Arbeitgeber im gleichen Kiez schafft Identifikation und spart Zeit.
3. Die entwicklungsbedürftige Sozialstruktur sollte unbedingt dazu führen, dass an dieser Stelle erschwingliche Wohnungen für die Mittelschicht neu geschaffen werden. Das Gebiet muss attraktiv für Familien mit Kindern werden, denn die fehlen heute im Straßenbild fast komplett.
4. Durch eine Verlängerung der Hauptstraße entlang der Bahntrasse bis zur Tamara-Danz Straße könnte der massive Durchgangsverkehr von der Stralauer Allee abgezogen werden, so dass diese auf je eine Spur (plus Abbiegespuren) zurückgebaut  werden könnte. Ein lebensfähiger Kiez könnte entstehen. 

Braucht man dann noch die Autobahn? Ich weiß es nicht. Wenn man sie aber baut, dann sollte man sie vollständig unter die Oberfläche legen, so dass darüber gewohnt, gespielt oder gearbeitet werden kann. 

Joachim B.

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Freiräume erhalten!

28.05.2014
Ich wünsche mir die Erhaltung und Aufwertung innerstädtischer Frei- und Grünflächen, wie das Rathausforum / Marx-Engels-Forum, auf denen sich die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen ohne Konsumzwang aufhalten können.

Matthias Grünzig

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Berlin-Buch als Wissenschafts-, Gesundheits-, Wirtschafts- und Wohnstandort

28.05.2014
Berlin-Buch ist mehr als eine Wissenschafts- und Krankenhausstadt im Grünen mit Wohnungen für Senioren und Naturliebhaber. Ich möchte gemeinsam mit vielen jüngeren Mitbürgern eine pulsierende Wirtschaftsregion mit Firmen der Biotechnologie, der Pharmazie, der Medizintechnik, mit Anbietern für Gesundheitsprävention, gesunder Lebensweise, Sport und Kultur. Dazu sollte auf dem Areal der früheren Brunnengalerie ein Mix aus kleinen Wohnungen für Studenten und junge Wissenschaftler, aus Handel und Gastronomie im Zeichen gesunder Lebensweise, aus kleinen Kliniken zum Gesundheitstraining, sowie aus Erweiterungsbauten des Forschungscampus und für Wirtschaftsunternehmen der Pharmazie, Medizintechnik, medizinischer Versorgungsleistungen entstehen. Schön wäre es, wenn die vorhandenen stillgelegten Trinkwasserbrunnen zur Förderung von Wasser für die Stadtbildgestaltung genutzt werden könnten ( Wasserspiele, kleine Wasserläufe). Ein Abfluß des geförderten Wassers zur Panke ist sicher problemlos. Wichtig für die Arbeitsplätze in Berlin-Buch sind für mich der direkte Anschluß der Karower Chaussee an die Autobahn A 10 und die Verlängerung der S-Bahnlinie 9 von Berlin-Schönefeld über Pankow hinaus bis Berlin-Buch. Für die Beschäftigten des Forschungscampus und der Kliniken wäre ein direkter Radweg vom Südausgang des S-Bahnhofs Buch bis zur Brunnengalerie und zur Robert-Rössle-Straße notwendig. Dafür könnte die Franz-Schmidt-Straße zur Fahrradstraße ausgebaut werden.



Volker Wenda, Vorsitzender des Bucher Bürgervereins e.V. reisebuerowenda@t-online.de

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ZLB zur Vervollständigung des goldenen Ensembles am Kulturforum

27.05.2014
Nach dem Scheitern von THF beginnt die Suche nach einem neuen Standort für die Zentral- und Landesbibliothek.

Mein Vorschlag: Die ZLB dazu nutzen das Scharoun-Wisniewski-Ensemble am Kulturforum zu vervollständigen, und zwar nahe an den Entwürfen von Edgar Wisniewski und im Geiste Hans Scharouns. Die gestufte lichtdurchlässige Form ist für eine Bibliothek bestens geeignet.

Dann könnte Herr Parzinger die NNG am Wunschstandort erweitern und Frau Lüscher wäre mit der gewünschten Bebauung der Leerfläche an der Potsdamer Straße auch glücklich.

Der verstorbene Edgar Wisniewski würde nach den heftigen Kontroversen unter Stimmann posthum eine angemessene Würdigung erfahren.



Frank Neubert


Antwort vom 28.05.2014
Frank Neubert

Man könnte außerdem über folgendes Szenario nachdenken:

Wenn Herr Parzinger die Alten Meister der Gemäldegalerie gemeinsam mit der Skulpturensammlung präsentieren will, warum nicht die Skulpturensammlung zum Kulturforum holen.

Hier wäre ein günstiger Erweiterungsbau unmittelbar anschließend an die Gemäldegalerie möglich.

Das Bode-Museum könnte dann mit Exponaten aus dem Archiv zum Erweiterungsstandort der Antikensammlung werden.


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Ausbau des U-Bahnnetztes

26.05.2014

Ich finde es schön unser U-Bahnnetz weiter auszubauen:

 

U1 nach Frankfurter Tor mit funktionalem und barrierefreiem Umsteigen an der Warschauer Str. zur S-Bahn

U7 nach zum bis zum Flughafen Schönefled bzw. BER

U3 bis zum Mexikoplatz

U5 bis zum Flughafen Tegel verlängern

 



Manfred Kabus

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ZOB am S-Bahnhof Nikolassee

26.05.2014
Ich fände einen neuen Zentralen Omnibusbahnhof in Nikolassee toll, der direkt die Passagiere (barrierefrei) mit der S-Bahn verbindet.
Die Anbindung an die Autobahn und das wegfallen von staubedingten Verzögerungen in der Innenstadt wären große Vorteile!


Manfred Kabus

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Berlin in 2050

26.05.2014
Man sollte nicht vergessen, dass wir über einen langen Zeitraum reden. Themen, die wir zur Zeit gerne verdrängen (was wird die Energie der Zukunft sein?) werden sich so oder so ihren Platz schaffen - und diese Frage wird weit mehr bewegen, als nur die Frage wie man im kalten Berliner Winter am besten heizt.

Dazu gibt es aber noch Entscheidungen, die, wenn wir sie jetzt fällen, direkt Berliner Zukunft werden:
  • Ja, wir werden mit dem Tempelhofer Feld einen weltweit einzigartigen Park haben, grosszügig, historisch bedeutsam, bürgerfreundlich. Das ist etwas das bleibt und die Stadtlandschaft sowie die Menschen, die in dieser Stadt leben, prägen wird. In 2050 wird sich die Bevölkerung nicht mehr an den Namen des jetzigen Regierenden erinnern, auch nicht mehr an den jaulenden Aufschrei jedes Immobilienhaies. Aber daran, dass die Bürgerschaft sich in 2014 auf demokratischem Weg sich für diesen Park entscheiden hat, das bleibt.
  • Berlin ist durch seine historischen Bezirke in Zentren aufgeteilt - diese, und zwar auch die ausserhalb des S-Bahn Ringes, gilt es zu stärken und besser zu vernetzen. Es ist lächerlich zu glauben, das die Mitte "verdichtet" werden muss, um Berlin in 2050 zu einer lebenswerten Stadt zu machen. Das ist ein Denken von gewissen Architekten und Stadtplanern, von Leuten die sich selbst gerne Denkmale setzen (und am liebsten ganze Geisterstädt in China entwerfen, guten Gewissens, da sie dort selber nie wohnen müssen).
In diesem Sinne wünsche ich mir weitere mutige zukunftsgerichtete Entscheidungen. 

A.I. Berndt


Antwort vom 28.05.2014
Gerd Michael

Eine schöne Erklärung darüber, warum die Berliner so abgestimmt haben, findet sich übrigens hier:
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-zum-tempelhofer-feld-die-sehnsucht-nach-dem-weiten-feld-,10808020,27251354.html

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Wieviel leben wir über unsere Verhältnisse?

24.05.2014
Die etwa neun Milliarden Menschen der Erde sollten im Jahre 2050 in sozialer Sicherheit leben. Das schließt ökonomische, das heißt auch ökologische nachhaltige Zukunftsfähigkeit ein.

Dies bedeutet Energie sparen, die benötigte restliche Energie aus nachhaltig zukunftsfähigen Quellen beziehen sowie Stoffe im Kreislauf führen und sparsam verwenden.

Wichtige Grundlagen dafür sind soziale Gerechtigkeit und Teilhabe sowie eine ganzheitliche Verantwortung eines jeden für die Gemeinschaft (eigentliche Demokratie) und die entsprechende Handlungskompetenz eines Jeden.

Der wichtigste Motor der Entwicklung der Reproduktionsweise ist zunehmend die Erreichung und die Einhaltung einer nachhaltig zukunftsfähigen Ökobilanz weltweit, regional und persönlich.

Grundlegend dafür ist die Kenntnis der aktuellen Ökobilanz und die Verfolgung ihrer Entwicklung (Monitoring).

Eine schlechte Ökobilanz weisen derzeit z. B. und insbesondere der Verkehr, die Wärme- und die Landwirtschaft (für die die Berliner als Kunden mitverantwortlich sind) auf.

Im Modal Split des Verkehrswesens sollten der Fuß- und der Radverkehr, vor dem ÖPNV und dem Carsharing sowie der Kurzstrecken- (Nah-) vor dem Mittel- und dem Langstrecken-Verkehr dominieren. Langstrecken-Verkehre sollten überwiegend informell über das Internet abgewickelt werden.

Insgesamt bedeutet dies auch eine stärkere wirtschaftliche Selbsständigkeit der Region Berlin-Brandenburg in der Einheit von Nutzung und Schutz der Natur.


Andreas Ratsch aratsch1@web.de

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Für eine polyzentrische Stadt

24.05.2014
Wie in diesem Forum zu überblicken ist, spricht sich eine starke Mehrheit für Berlin als eine polyzentrische Stadt aus. Es ist jetzt die Aufgabe des Senats echte Transformationsräume jenseits der traditionellen Citylagen und außerhalb der ohnehin schon privilegierten Standorte zu definieren. Standort-Kandidaten dafür gibt es zuhauf.

Neben einem Förderprogramm für die Re-Urbanisierung vernachlässigter Dorfkerne von Berliner Bezirken (außerhalb des S-Bahnrings) sind problematische Transiträume in Angriff zu nehmen sowie größere stadtzerschneidende Brachen zu füllen.

Zudem ist Berlin (vor allem mit der Havel) mit natürlichen und stadtnahen Wasserlagen gesegnet, auf die so manche andere europäische Metropolen neidisch sein können.
Es ist völlig unnachvollziehbar warum der Senat es vorzieht, diese als Industriestandorte gewidmet zu lassen, ja diese als solche noch ausbauen will.

Gleichzeitig wird Tourismus und Wohnen in den traditionellen Innenstadtbereichen mit all seinen zerstörerischen Auswirkungen auf das Sozialgefüge und den innerstädtischen Ressourcenverbrauch als Fortschritt hingestellt.

Wenn man potentiellen Investoren immer nur City-Lagen anbietet, die anderen Potenziale vernachlässigt und nicht in sie investiert, dann ist es klar, dass Innenstadtbereiche auch stets präferiert werden. Die Folge sind überlaufene monostrukturelle Räume.



Frank Neubert

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Liebenswert oder seelenlos - die Weichen jetzt stellen

24.05.2014
Berlin soll 2030 eine liebens- und lebenswerte Stadt sein. Mit vielen unterschiedlichen Stadteilen, wo für jeden ein passender dabei ist. Die einzelnen Stadtteile dürfen nicht überfüllt sein, weil dies (ähnlich wie in der Massentierhaltung) zu Aggressionen führt und letztendlich krank macht.
Sollte der vorhandene Platz nicht ausreichen, müssen rechtzeitig neue Stadtteile geschaffen werden. Dazu brauchen wir Politiker mit Visionen, Sachverstand und Zivilcourage, die gegen die derzeit vorherrschende Meinung, dass Gewinne nur von sog.Investoren gemacht werden dürfen, ankämpfen.
Auch Korruption und Seilschaften müssen bekämpft werden, da sie u.a. dafür sorgen, dass in Berlin immer mehr Volksvermögen (Grundstücke etc.) in die Taschen einzelner geschaufelt wird. Die Gewinne, die hier möglich sind sollten ausschließlich dem Volk zugute kommen, indem z.B. die öffentliche Hand selbst baut und die zig Millionen Gewinne selbst einstreicht und sie könnte gleichzeitig die Ausführung bestimmen.
Geld dazu ist genug da, wenn man nur will (siehe BER). Zudem hat das Land eigene Banken.
Sollte sich die derzeitige Entwicklung fortsetzen, ist der soziale Frieden gefährdet, da immer mehr Menschen immer weniger haben und auch immer weniger zu verlieren haben und sich entsprechend verhalten.
Sinnvoll ist auch die Einbeziehung von Bürgern, da hier oft ein enormer Sachverstand und Kreativität vorhanden ist, bei denen es äußerst schade wäre, wenn diese nicht genutzt würden.
Damit Berlin 2030 keine kalte, seelenlose, von der Profitgier einzelner und der Feigheit oder Gleichgültigkeit vieler geprägte Stadt wird, müssen jetzt die Weichen gestellt werden und dringend ein Umdenken bei den jetztigen Entscheidungsträgern stattfinden. Oder sie müssen ausgetauscht werden.


U. Mittermaier

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Sportfestivalitäten versus Verkehrsplanung

24.05.2014
Berlin als Standort von Festivalitäten ist heutzutage nichts Neues.
Um ein paar zu nennen: DFB-Finale, Karneval, 1.Mai, 3. Oktober, CSD, O²Arena-Events und Messen wie die ITB, ILA und die YOU. Die Frage die mich hier stellte, warum gibt es keine Sonderlösungen für die Nahverkehrswege bei Festivalitäten? Warum gibt es keine "Schnelle-Einsatztruppe", die nur für die Verkehrswege-Info-Weitergabe zuständig ist und die Menschen informiert?Für 2030 , stelle ich mir eine lebendige Stadt vor. Und wenn diese Stadt auf den Straßen feiert, wissen alle davon und jeder macht mit. Auch die Ordnungshüter. Als Helfer, Beobachter und Kollegen stehen sie neben dir und machen Stimmung. Sinnvolle Tages-Verkehrskonzepte ergänzen diese Festivalitäten. Das An- und Abreisen zu der Festivalität ist nahtlos gewährleistet, da eine aktive Truppe, der BVG und S-Bahn im Einsatz ist, die die Menschen berät, unterstützt und Orienterung weitergibt. Technisch gesehen sind Sonderbüsse und Sonderzüge im Einsatz, die die normale Taktung ergänzen. Es gibt Büsse, die anhalten, wenn ein Mensch an der Straße steht und mitgenommen will.Ich wünsche mir ein ein flexibles, nachhaltiges und Besucher- und Berlinerfreundliches Nahverkehrssystem, welches agil, resilient und bedarfs- und situationsgerecht handelt und die Berliner und die Touristen zuverlässig ans Ziel bringt.Ich wünsche mir, dass die BVG und SBahn noch näher zusammen arbeiten und gemeinsame Arbeits- und Handlungsgruppen gründen, welche flexibel und bedarfsgerecht auf großformatige Festivalitäten agieren und reagieren können. Sodass Anwohner, selbst wenn die Bayern mal wieder im DFB-Finale spielen, mit dem ÖPNV ans Ziel kommen. Auf Berlin.Und auf ein effizientes Nahverkehrssystem mit flexibelen, nachhaltigen und bedarfsgerechten Strukturen!


Vincent Tietz vincent.tietz@uni-weimar.de

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Alte und Arme am Stadtrand oder noch weiter draußen?

24.05.2014
Angesichts der aktuellen Entwicklungen - Entmischung durch Folgen der investorfreundlichen und steuerzahlerfeindlichen Politik "sozialen" Wohnungsbaus der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts (s.Cottbusser Tor oder Hansa-Ufer 5 u.v.a.m.) und der Wohnungs(bau)politik der letzten 15 Jahre - steht zu befürchten, dass Berlin 2030 im Innenstadtring (=Berlin/Zentrum) durch Reichtum und Prosperität glänzt und am Stadtrand (=Satellitenstädte) sich die sozialen Probleme häufen.
Warum nicht die vorliegende Struktur Berlins als viele grüne Städte nutzen, um viele attraktive, in ihren Eigenarten sehr unterschiedliche, in sich durchmischte Zentren zu entwickeln, die gut miteinander durch einen engmaschigen OPNV (S-Bahn, Bus, Straßenbahn, Radwegenetz) verbunden sind?
Dazu bedarf es aktiver Stadtplanung, die ihre Möglichkeiten politischer Einflussnahme und Regelsetzung auch im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern nutzt und nicht nur im Interesse von Gewinnmaximierung.


Elke Schilling, SeniorInnenvertretung Mitte SeniorInnenvertretung@ba-mitte.berlin.de

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Man würde sich 2030 freuen, wenn...

23.05.2014
Im Jahr 2030 würde man sich sehr freuen, wenn man sich 2014 entschieden hätte, die Nachverdichtungen im Innenstadtgebiet sehr behutsam gestaltet, nicht den kurzfristigen Renditeinteressen der Investoren nachgegeben zu haben und neben preiswerten und guten Wohnraum nachhaltig große öffentliche Freiräume entwickelt zu haben. Auch nach dem Ende der Immobilienblase blieb die Stadt lebenswert.

Man würde sich 2030 freuen, wenn statt der Turboverdichtung der Innenstadt vielmehr das Augenmerk darauf gelegen hatte, auch außerhalb des S-Bahnrings neue Subzentren mit echter urbanen Qualität geschaffen zu haben. Auch hier hat man nicht den Investoreninteressen nach exklusiven Schlafstadttrabanten nachgegeben, sondern neue Kieze geschaffen.

Man würde sich 2030 freuen, wenn man der damaligen Wohnungsnachfrage nicht übereilt jegliche Zukunftspotentiale geopfert hätte.

In Friedrichshain würde man sich 2030 freuen, wenn man z.B. den Monsterblockplanungen der Bauwert Investment Group für das Freudenberg-Areal eine Absage erteilt hätte und es zu einer alternativen, anwohnerbeteiligten Entwicklung durch eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gekommen wäre. http://block74.traveplatz-berlin.de/ (dort bin ich sehr engagiert).

2030 wäre man sich sicher, dass das alles nicht möglich gewesen wäre ohne eine wirkungsvolle Mietenbremse, die die Angebotsmieten tatsächlich begrenzt hat. Der Wohnungsmarkt hat sich beruhigt und die Sanierungen und Neubauprojekte wurden nachhaltiger und weniger renditeorientiert.

Man würde sich über die weitsichtigen Entscheidungen vor 15 Jahren freuen.




Carsten Joost carsten-joost@gmx.de


Antwort vom 27.05.2014
W.Baumeister

Bei unserem Bausenator Müller sehe ich nicht zuletzt wegen seiner sturen, trotzigen und unverbesserlichen Veröffentlichung (hier auf www.Berlin.de) vom 26. Mai 1014 schwarz.
Im StEP-Gremium gibt dagegen Frau Cordelia Polinna Hoffnung.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1405/nachricht5273.html


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Berlin braucht die Waisenbrücke

23.05.2014
 Das Stadtmuseum Berlin mit seinem Stammhaus "Märkisches Museum" setzt sich seit Jahren für die Wiedererrichtung der im II. Weltkrieg zerstörten Waisenbrücke über die Spree in Mitte ein. Die Planung existiert schon im Planwerk Innenstadt aus dem Jahr 2000. Die Wiedererrichtung wäre nicht nur ein Stück Stadtreparatur sondern auch eine Unterstützung für den noch immer nur stückweise vorhandenen Radweg entlang der Spree. Wir sind zuversichtlich, dass diese Planung bis 2030 Realität werden kann!



Marcus Geschke - Stadtmuseum Berlin geschke@stadtmuseum.de

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zukunftstaugliche Stadt

22.05.2014
Bitte das Rad nicht neu erfinden!
Im Katalog der nachhaltigen Stadtentwicklung gibt es schon fast alles. Das man muss nur wollen und nicht persönliche/ politische Denkmale spinnen.
Beispiele:
- vernünftige Radwege und Mobilitätskonzepte statt Innenstadtautobahnen,
- Abwarten statt ins Blaue hinein investieren,
- Flexible statt festgefahrene Planungen, Strukturen und Gedanken
- Energie(plus)effizienz
- Kreativität und Spaß
.
.
.


Horst Eberhardt

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Vielhundertjährige Entwicklung Berlins im Stadtbild

22.05.2014
Berlin und Kölln existieren seit dem 12. Jahrhundert. Besonders Berlin entwickelte eine bedeutende Altstadt im östlichen Deutschland. Diese brannte im 14. Jahrhundert zweimal nieder, verfiel im Dreißigjährigen Krieg und wurde etappenweise im Krieg, in den Fünfzigerjahren und 1968 niedegemacht. Ein Beginn der Wiederbelebung erfolgte bis 1987, das ist jetzt weiterzuführen. Für das sogenannte Klosterviertel hat die Planung begonnen, für das Marienviertel hat die Diskussion begonnen. Hier ist eine kleinteilig strukturierte Bebauung der Stadt angemessen, im Kontrast zu den vorhandenen großen Blöcken. Die jetzt einsam wie eine Wallfahrtskirche auf der Wiese ohne Zusammenhang mit der Umgebung stehende Marienkirche ist wieder in die Stadt zu integrieren. Die Stadt ist dorthin zurück zu holen mit Umbauung und Neuem Markt.
Die Straßen der Altstadt waren für Fußgänger konzipiert, sie sind so den Fußgängern, einschließlich den Flaneuren wiederzugeben. 

Klaus Krause krausekph@arcor.de

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Stadt für alle

22.05.2014
Lasst das Tempelhofer Feld unbebaut und erhaltet es als Frei- und Naturraum für alle Berliner und Gäste.
Baut Wohnungen, die für die ärmeren Menschen erschwinglich sind. Die können keine 7 Euro aufwärts bezahlen.
Erhaltet das individuelle Stadtbild von Berlin und klebt nicht alle Häuser mit dem Dämmungs-Einheitsbrei zu. Das spart keine Energie und die Umwelt schützt es nicht.
Erhaltet Freiräume für alle, die sich um die Stadt bemühen und sie so interessant machen.

Macht es anders als andere europäische Metropolen, deren Innenstädte schon völlig entmenschlicht sind. Die Chance ist noch da.


Grit


Antwort vom 25.05.2014
DKnapp donataknapp@googlemail.com

 Die Stadt sollte sich aus sich selbst nach Ihren individuellen Bedürfnissen  entwickeln.Weitsichtigkeit  für künftige  Generationen ist gefrag.Zur Ausdehnung  gibt es über die Grenzen Berlins noch genug Raum, es muß also keine neue Version  von Plattenbausiedlungen geben,keine 10 Stockwerke.
Grünfächen, bzw begrünte Dächer,alternative Energien .Sinnvolle Archtektur. Niedrige Mieten  rechnen sich dann trotzdem auf die Dauer gesehen.
Beteiligung der Bevölkerung am Arbeitsprozess. Kein  internationaler Hochrüstungswettbewerb  exotischer Sightseeings. Kreativität sollte den Fokus auf praktische ,nützliche Überlegungen setzen. Dier Herausforderung einer Metropole , in der  Entwicklung Prozess bedeutet, sollte angenommen werden.
Genug mit der Konfrontation starrer Fakten,die nicht mit den Interessen der Bevölkerung konform sind. 
Die Flexibilität in  der Stadt muß für alle möglich sein. Hohe Beförderungsentgelte beschränken und benachteiligen.

 

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Viva Las Vegas

17.05.2014
Es ist keine Neuigkeit, dass Berlin in Wohnbezirken ein Ärgernis mit Spielhöllen, Casinos und Sports-Bars hat. Trotz neuerer gesetzlicher Maßnahmen konnte der Trend weder gestoppt noch verlangsamt werden. Im Gegenteil: es wird immer schlimmer.

Mein Vorschlag: Alle Spielhallen und Wettbüros (etc.) berlinweit verbieten und in ein, als Sonderzone ausgewiesenes, „Klein-Las-Vegas“ am Neuköllner S-Bahndreieck im Umfeld des Estrel-Hotels umsiedeln (die freuen sich); und am besten Dungeon, Sealife, Madame Tussauds und all die übrige unsägliche, sich breit machende Trivialkultur gleich hinterher.

Sorry für die Polemik! -Das wäre in dieser Form natürlich politisch und rechtlich zwar kaum durchzusetzen, aber einer Grundsatzdiskussion durchaus wert.



Frank Neubert


Antwort vom 31.05.2014
?

...und die Buddy-Bären nicht vergessen!

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Gezielte Metastasenbildung und Entflechtung durch Stadtkronen

14.05.2014
Stadtkronen und wichtige öffentliche Bauten sollten dazu genutzt werden städtebauliche Metastasen zu bilden um Besucherströme zu entflechten und vernachlässigte Stadtgebiete aufzuwerten. Was seit der Wende und gegenwärtig geschieht ist genau das Gegenteil. Stadtkronen reihen sich an Stadtkronen, und es kann offenbar nie zentral genug sein.

Die Kunsthalle am Humboldthafen oder eine Gemäldegalerie am Bode-Museum sind Fehlentscheidungen. Die Uni-Bibliothek zwischen S-Bahn und Blockbebauung eingepfercht, eine Fehlentscheidung. Der Potsdamer Platz schon ein historischer Klassiker der Fehlplanung und eine Ohrfeige für das Scharoun-Ensemble.

Dass der politische Wille zur dezentralen Verteilung von Kulturgütern (wie in London oder Paris) nicht besteht, muss man klar sehen. Natürlich können Cluster gebildet werden. Irgendwann sind diese aber gesättigt und führen zu unangenehm überlaufenen Räumen, so wie etwa der Lustgarten und der benachbarte Hackesche Markt heute.
Wenn schon eine gesamtstädtische Dezentralisierung nicht in Sicht ist, hier ein regionaler Vorschlag für die historische Mitte:

• Der Verzicht auf weitere publikumsintensive Bauten im Umkreis der Museumsinsel. Stattdessen eine Öffnung des Angebots in Richtung Süden (jens. d. Schlossplatzes).
• Etablierung der Fischerinsel als Museumsstandort gemeinsam mit dem Umfeld vom Märkischen Museum.
• Keine der angedachten Blockrandbebauung auf der Fischerinsel. Stattdessen ein Gartenreich mit Solitären auf den vorh. Freiflächen.
• Die Punkthochhäuser können entweder als temporär betrachtet und sukzessive ausgezählt, oder als eine Herausforderung für ein integrales Ensemblekonzept verstanden werden.
• Den Transitraum Breitestraße würdig beleben.


Frank Neubert


Antwort vom 22.05.2014
Klaus Krause krausekph@arcor.de

 Der Beitrag zeigt einige Unkenntnis über Berlin. Der Begriff Fischerinsel wurde in den Neunzehnhundertsechzigerjahren geprägt für eine Vorstadt-Hochhaussiedlung auf grüner Wiese. Allerdings wurde diese öde Freifläche erst geschaffen indem die noch wesentlichen Reste von (Alt-) Kölln direkt davor niedergemacht wurden. Bauhistorische Untersuchungen wurden nicht geduldet. Die völlig unzutreffende Bezeichnung basiert auf einer Schlagzeile eines findigen Reporters des 19. Jahrhunderets "Vom Fischerkiez zur Weltstadt". 
Ansonsten ist es sehr zu begrüßen, wichtige (insbesondere Kulturelle) Ziele dort zu haben, wo eine gute (nah-) verkehrliche Erreichbarkeit gegeben ist. Die Museen in Dahlem sind ein Gegenbeispiel. 

Antwort vom 23.05.2014
Frank Neubert

Vorzügliches Dankeschön Herr Krause für die Lehrstunde zur Namensgebung der Fischerinsel. War doch nicht nötig!

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Verzahnung sollte nicht bedeuten, wir beleben das Plattenbau modell neu

12.05.2014
 Die Bauweise ab dem Jahr  2000, monstös , unpersönlich .Möglichst viele Leute auf kleinem Raum, anonym  überzeugt nicht!


Das Maximum  von 5 Etagen sollte nicht überschritten werden.
Ausdehnung ist auch durch  Fläche möglich. Dadurch wird Entsiedelung ländlicher Regionen entgegengewirkt. 


DKnapp donataknapp@googlemail.com

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Potenziale in Spandau-Ost

12.05.2014
Langfristig sollte Spandau großstädtisch-urban nach Osten wachsen und allmählich an Charlottenburg anschließen. Auch das Kohlekraftwerk Reuter wird nicht ewig stehen; durch die Energiewende wird das Ende wohl schneller kommen als zunächst gedacht.

Kurzfristig wäre eine Wohnverdichtung in Stresow in Angriff zu nehmen und die Bebauung der ungenutzten Halbinsel Sophienwerder mit Wohnungen; vielleicht auch mit musealen oder anderen öffentlichen Einrichtungen von gesamtberlinischem Rang.

Auf der BEHALA-Halbinsel am Tiefwerderschen Südhafen wäre bis 2030 ein attraktives Wohnquartier zu errichten, das zwischen Wilhelmstadt und Stresow in eine urbane Nachbarschaft eingebunden ist und zugleich freie Naturbereiche vor der Tür hat.

Außerdem sehe ich künftig eine Wohn- und Grünzug-Nutzung an der östlichen Uferseite der Havel in Haselhorst, die sich von der Zitadelle bis zum "Quartier Pulvermühle" erstreckt, als Keimzelle für weiteres Wachstum in Richtung Osten.

An der Zufahrt „Am Juliusturm“ befinden sich schon jetzt verschiedene Einkaufscenter für den täglichen Bedarf. Für die Nachverdichtung, (z.B.) durch insbesondere Hotels sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen (Wellness, Bäder etc.), bestehen hier noch reiche Freiraumpotenziale.
Freiraumökonomisch nicht sinnvolle Autohauspavillons und Lagerhallen müssen weichen.



Frank Neubert


Antwort vom 12.05.2014
Christof Schaffelder schaffelder@versanet.de

Sie sprechen mir aus der Seele.
Seit gut einem Jahr habe ich beruflich in der Gegend viel zu tun (Wilhelmstadt) - und entdecke mehr und mehr die Schönheit Spandaus: Wasser und Wald, eine gewachsene Stadtlandschaft und eine gelassene Athmosphäre.
Spätestens wenn TXL schließt, wird Spandau als Wohnstandort sehr attraktiv: hier verbinden sich die Vorteile einer kleinen, überschaubaren Stadt am Wasser mit denen eines Lebens in der Metropole. Besonders begehrt dürften Wohnungen in der Nähe des Hauptbahnhofes werden, da man von dort mit der Regionalbahn in 10 Minuten am Hauptbahnhof ist, zum Beispiel in Stresow!

Die Entwicklung des östlichen Spandau wird aber von industriepolitischen Interessen blockiert. Am deutlichsten am Südhafen (Behala). Obwohl das ein paar Kilometer weiter westlich gelegene Wustermark der deutlich bessere Standort für ein "trimodales" Logistikzentrum ist, hält der Senat - gegen den Willen des Bezirkes - am Ausbau des (gegenwärtig vor sich  hin dümpelnden) Südhafens fest. Für die Wilhelmstädter wäre das der Horror: die LKW würden sich durch das gründerzeitliche Wohngebiet zur Heerstraße hin quälen!

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TXL-Nachnutzung sinnvoller mit S-Bahnanbindung

11.05.2014
Eine ÖPNV-Erschließung zum TXL-Standort ist von Westen aus, von der stillgelegten S-Bahnstrecke in Siemensstadt über das Gartenfeld machbar. Sie könnte dann weiterführen zu den S-Bahn-Stationen Eichborndamm und Tegel.

Dadurch wären viel mehr und zeitlich kürzere Direktverbindungen (inkl. Messe und Hbf.) möglich, als bei der behelfsmäßig geplanten U-Bahn-Verbindung von Osten.



Frank Neubert


Antwort vom 26.05.2014
Andrea

 Super Idee!

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Baulandgewinnung am Südkreuz; A103 rückbauen

11.05.2014
Um das Südkreuz zum „Saufenster zeitgemäßer Urbanität“ zu machen ist eine einfache Umfeld-Aufwertung unmittelbar am Bahnhof Südkreuz allein nicht ausreichend, zumal die geringen freiräumlichen Möglichkeiten dafür nicht viel Spiel lassen.

Es wäre eine sinnvolle Maßnahme zur Baulandgewinnung (wie Anfang der 90er Jahre schon vom Senat geplant) das Autobahnkreuz Schöneberg und die A103 rückzubauen. Damit würde zudem eine städtebauliche Barriere nach Westen beseitigt.

Außerdem könnte die U4 vom Innsbrucker Platz um 2 Stationen bis zum Bhf.-Südkreuz verlängert werden.



Frank Neubert

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Hinweis zu 3.7 - Strategie 7: Erreichbarkeit und stadtverträgliche Mobilität ausbauen

07.05.2014
Im Folgenden wurden Vorschläge zu einzelnen Kapiteln im Entwurf des StEP 2030 entwickelt:
3.7 Strategie 7: Erreichbarkeit und stadtverträgliche Mobilität ausbauen
Handlungsfelder/Ziele
Qualifizierung der U- und S-Bahnhöfe der Stadt als Mobilitätsschnittstellen: Wichtige Orte für die Wirtschaft und den Einzelhandel stehen in einem positiven Wechselverhältnis mit Bahnhöfen. Durch neue Erfordernisse, wie Fahrradparkhäuser und Ladestationen für Elektroautos und Pedelecs, können weitere Synergieeffekte generiert werden.



Oliver Jahn oliver.jahn@spreepolis.de


Antwort vom 12.05.2014
Christof Schaffelder schaffelder@versanet.de

Parkhäuser besser nutzen!

An diesen Stellen finden sich häufig kaum genutzte große Parkhäuser von Einkaufszentren oder Kaufhäusern. Hier könnte man mit den Betreibern zusammen Konzepte entwickeln: für Elektromobilität und Fahrrad.
Ladestationen und bei Pedelecs auch Schutz vor Diebstahl durch Überwachung wären sinnvoll!
Gesicherte Fahrradparkhäuser wären auch in der Innenstadt an zentralen Stellen einzurichten: für die, die am Stadtrand wohnen, aber im Zentrum arbeiten oder studieren.
Nehmen wir als Beispiel die Beuth-Hochschule für Technik im Wedding. Die will ja ihre Aussenstellen künftig im Empfangsgebäude des Flughafens TXL konzentrieren. Mitarbeiter und Studenten müssen pendeln - die Entfernung ist mit dem Fahrrad problemlos zu überwinden!
Leerstehende Parkhäuser gibt es im Wedding jede Menge: Zum Beispiel im Schiller-Park-Center oder im CiTTiPoInt am U-Bahnhof Seestraße, bei Kaufhof am Leopoldplatz, ja selbst das hochschuleigene Parkhaus am U-Bahnhof Amrumer Straße...



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Hinweis zu 3.6 Strategie 6: Die Weichen zur klimagerechten Metropole stärken

07.05.2014
Im Folgenden wurden Vorschläge zu einzelnen Kapiteln im Entwurf des StEP 2030 entwickelt:
3.6 Strategie 6: Die Weichen zur klimagerechten Metropole stärken
Handlungsfelder/Ziele
Integrierte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung fortsetzen: Die Siedlungsstrukturen werden an den Anforderungen einer wachsenden und gleichzeitig kompakten Stadt der kurzen Wege ausgerichtet. Die Entwicklung neuer Siedlungsflächen orientiert sich an der Tragfähigkeit des bestehenden Verkehrssystems. Nachverdichtungen im Bestand erfolgen innerhalb des ÖPNV-Netzes und vorrangig entlang der SPNV-Strecken. Dadurch verschiebt sich der gesamtstädtische Modal-Split weiter in Richtung Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV.



Oliver Jahn oliver.jahn@spreepolis.de

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Hinweis: 3.4 Strategie 4: Die Vielfalt bestehender und zukünftiger Quartiere stärken

07.05.2014
Im Folgenden wurden Vorschläge zu einzelnen Kapiteln im Entwurf des StEP 2030 entwickelt:
3.4 Strategie 4: Die Vielfalt bestehender und zukünftiger Quartiere stärken
Handlungsfelder/Ziele
Neue urbane und nachhaltige Stadtquartiere schaffen: Das prognostiziere Bevölkerungswachstum für 2030 erforderte die Entwicklung neuer Siedlungsbereiche. In Anlehnung an die beliebten und attraktiven Wohnlagen der Innenstadt sind neue Stadtquartiere mit ähnlicher städtebaulicher Kontur, Nutzungsmischung, attraktiven öffentlichen Räumen und optimaler Verkehrsanbindung des Umweltverbundes zu errichten



Oliver Jahn oliver.jahn@spreepolis.de

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Hinweis zu 3.2 Strategie 2: Kreativität setzt Kräfte frei

07.05.2014
Im Folgenden wurden Vorschläge zu einzelnen Kapiteln im Entwurf des StEP 2030 entwickelt:
3.2 Strategie 2: Kreativität setzt Kräfte frei
Handlungsfelder/Ziele
Historische Freiflächen, typische Berliner Brachen und städtebauliche Brüche halten und kreativ weiterentwickeln: Berlin zeichnet sich besonders durch die Aneignung und Nutzung ungebrauchter Flächen aus. Für die Kunst-, Kultur- und Kreativwirtschaft stellen diese Orte einen immensen Wert dar.


Oliver Jahn oliver.jahn@spreepolis.de

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So schön, so wunderbar, so welt- und zukunftsoffen - was will Mensch mehr?

07.05.2014
Ich bin begeistert - Berlin geht voran, arm und sexy, Glück ist, wenn man Berliner ist! Soviel positive Zukunft hat man sonst nirgends auf der Welt, schon 2030 - in nur 15 Jahren! - sind alle Haushaltsprobleme gelöst, fließt endlich wieder Geld für alle bisher ungelösten Aufgaben! Wir werden in wohl isolierten Wohnungen leben, den Straßenraum in Wonne durchqueren, in Grünanlagen nach Feierabend oder zur Mittagspause fröhlich sein und Arbeit? Die wird ein Vergnügen sein, clean und tec im Business-Paradies! Ich trauere schon jetzt um alle diejenigen, die das nicht mehr erleben dürfen, weil sie der Spargegenwart ins Jenseits entrinnen ohne Gelegenheit, Berlin auch einmal anders zu erleben - so wonnig, so sonnig, so herrlich, so klar!

Ich danke allen Planern für dieses wahrlich aufregend schöne Programm, allen Politikern für den Mut, der Gegenwart den Rücken zu kehren, dem Kämmerer für die Bereitschaft, sein Säckel weit zu öffnen!

Ich laufe durch die Stadt, seh überall das Wunder der Veränderung, Berlin, ick liebe Dir!

Wanda Wunder

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Ergänzungen zu Berlin-Mitte

07.05.2014
Gerade auch in Berlin-Mitte sollte die Vielschichtigkeit erhalten werden, um weiter für Akteure und Besucher interessant zu sein. Eine REIN "bürgerliche" Mitte sollte nicht das Ziel sein - das hätte nur Erstarrung und Trostlosigkeit zur Folge. Gerade die Vielschichtigkeit unterschiedlicher Akteure, Nutzungen, Nutzer, von Erlebnismöglichkeiten und gesellschaftlicher Wirklichkeiten macht die Qualität aus. Bedauernswert ist z.B. das das Tacheles schließen und die c/o-Gallerie abwandern musste - nun werden auch noch Kleinkünstler verbannt.
Im Bereich des Rathausforums ist vor allem eine funktionale Klärung nötig - nicht die vollständige Bebauung der Fläche. Ein zweites Nikolaiviertel wäre zu viel des Guten. Vielmehr geht es darum, Nutzungen zu entwickeln, die die Stadtgesellachft des 21. Jh. repräsentieren (keine reine Büro- oder Konsum-Nutzung) - vielmehr sollte unter Beachtung eines möglichst großen Grünflächenanteils durch beispielhafte Architekturen als öffentliche oder gemeinwohlfördernde Teilbebauung die Funktionalität dieser Fläche verbessert werden.


Gerd Kaufmann


Antwort vom 07.05.2014
Marylin Leaf

Ich stimme dem Beitrag zu! Als abschreckendes Beispiel sei hier nur London zu erwähnen, eine Stadt die wohl immer noch das gelobte Ziel der Immobilienspekualeure ist, in der aber  der durchschnittliche Bürger immer seltener anzutreffen ist.

Antwort vom 08.05.2014
Susanne T.

Ich stimme zu, und außerdem sollte darauf geachtet werden, dass auch preiswerter Wohnungsbau (für alle Schichten der Bevölkerung) in der Mitte erhalten bleibt oder neu gebaut wird. Verdrängung der Armen nach draußen geht gar nicht, dann ist das Flair von Berlin kaputt.

Antwort vom 22.05.2014
Klaus Krause krausekph@arcor.de

 Das sogenannte Rathausforum ist eine begrünte Trümmerfläche. Dort gab es Kriegszerstörungen, in den Fünfzigerjahren Abrisse von teilzerstörten Gebäuden, mit Geschick wurden dabei auch intakte Gebäude beseitigt, dabei war auch das älteste Haus Berlins Hoher Steinweg 15, dann um 1968 Abriss des noch Vorhandenen um eine Staats-Herrschaftsachse zu schaffen. 
Angeblich wurde die zweite Kirche Berlins, die Marienkirche, nur durch Zufall gerettet. Diese steht jetzt einsam auf der Wiese wie eine Wallfahrtskirche ohne Zusammenhang mit der Umgebung. Die Stadt ist dorthin zurück zu holen mit Umbauung und Neuem Markt. 
Die Straßen der Altstadt waren für Fußgänger konzipiert, sie sind so, mit gekonnt (!) moderner Bebauung wiederzugewinnen. Ergänzungen können erfolgen, wie z.B. die Gasse zum Nussbaum im Nikolaiviertel. Die Wiedergewinnung der Altstadt erfolgte nach zwei großen Stadtbränden im 14. Jahrhundert, nach dem Verfall im dreißigjährigen Krieg, sie kann auch nach den Zerstörungen während der drei Jahrzehnte von etwa 1939 bis 1969 jetzt wieder erfolgen. Außerdem würde der Publikumsverkehr nicht mehr so im Nikolaiviertel überborden. Manche bezeichnen schon die Spandauer Vorstadt (erst aus der Barockzeit) als Berliner Altstadt, was für eine Verkennung Berlins! 

Antwort vom 27.05.2014
Gerd Kaufmann

Ich kenne die historische Stadtentwicklung von Berlin. Durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg und die idealistischen großflächigen Konzepte des mondernen Städtebaus der 60er Jahre sind im Bereich des Rathusforums diese Bezüge weitgehend realiter verloren gegangen und es wäre ein künstlicher Versuch des "roll-back" diese historischen Strukturen wiederherstellen zu wollen. Wie erfolgreich solche Konzepte entgegen dem Bestehenden sind, zeigt sich ja am Alexanderplatz, wo der Kollhoffplan seit 20 Jahren nur in kleinen Ansätzen realisiert wurde. Das würde auch hier drohen, wenn das Bestehende im Sinne einer mittelalterlichen Stadt "umgestülpt" werden sollte. Ich plädiere vielmehr dafür, vom Bestehenden auszugehen, vorhandene Qualitäten und Potenziale zu analysieren, Defizite zu benennen und sie verbessernd weiterzuentwickeln. Das kann auch bedeuten, Bezüge zum historischen Stadtgrundriss aufzugreifen. Ich befürworte auch, die Marienkirche baulich einzubinden. Alles aber vor dem Hintergrund, ALLE historischen Schichten zu bewahren - auch den DDR-Städtebau und Denkmäler etc. Diese sollten in einen neuen stadträumlichen Zusammenhang gestellt werden - der die freiheitliche, partizipative und nachhaltige Ausrichtung Berlins im 21. Jh. ausdrückt - quasi als neue Schicht des 21. Jh. Ich sehe das Rathausforum vielmehr als Collage der unterschiedlichen historischen Schichten und Bezüge - zumal die vorhandenen heterogenen stadträumlichen Bezüge dadurch eingebunden werden sollten (Humboldtforum, Fernsehturm, Rotes Rathaus, DDR-Bebauung, Nikolaiviertel, Spree, Grünfreifläche...). Eine Teilbebauung z.B. mit öffentlichen Gebäuden könnte dies leisten. Eine kleinteilige historische Stadtstruktur kann nach bisherigen Planungen im Klosterviertel realisiert werden.

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Notwendigkeiten in unterschiedlichen Bereichen

07.05.2014
Wichtige Leitlinien für die Stadtentwicklung in Berlin sind aufgeschrieben worden. Hoffentlich lässt die Finanzlage der Stadt auch eine Umsetzung zu.
- Vielfalt von Stadtquartieren (Kietzen) ist entscheidend - derzeitige Instrumente reichen für eine Sicherung eines Nebeneinanders von günstigem Wohnraum und Luxuswohnen nicht aus
- Auf die Prozesse der Globalisierung ist stärker einzugehen: Globalisierung heißt nicht nur Vernetzung, sondern auch internationale bzw. globale Konflikte wirken sich auf lokaler Ebene aus. Das kann eine Qualität sein: Zum einen könnte das Humboldtforum als Plattform für den Diskurs über Globalisierung wichtige Impulse einbringen (wenn es nicht nur ein Völkerkundemuseum hinter einer kolonialzeitlichen Schlossfassade ist). Zum anderen könnten Konflikte der letzten Zeit, wie die Oranienplatzbesetzung oder die Demonstrationen pro-russischer oder pro-ukrainischer Vertreter vor dem Brandenburger Tor, als Ausdruck einer globalisierten Debattenkultur betrachtet werden, die GERADE in Berlin eine Heimat findet. Dafür müssten erst Formen und Prozesse innovativ entwickelt werden. Natürlich kann Berlin nicht diese globalen Konflikte lösen, aber vielleicht zu einem Ort werden, an dem globale Diskurse geführt werden können - mit innovativen Folgen für die Kreativszene, Lebensmodelle und Politik. Somit würde Berlin als Stadt der "Freiheit" auch für das 21. Jh. relevant.
- Die Sicherung von Kreativ- und Unterhaltungsstandorten (z.B. die Flächen um das ASTRA in Fiedrichshain) sollte konsequenter benannt und umgesetzt werden
- Die historische Bedeutung der unterschiedlichen Stadtstrukturen (Gründerzeit, frühes 20. Jh., Wiederaufbauzeit und Nachwendezeit) ist zu sichern und sensibel funktional zu verbessern


Gerd Kaufmann

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Ein Platz für alle! Ein Zentrum als Ausdruck und gelebter Vielfalt und Weltoffenheit!

07.05.2014
Zum Areal von Alexanderplatz bis Marx - Engels- Forum

Es gilt zu fragen und Antworten zu finden:

  • Was macht eine demokratisch und zivilgesellschaftlich starke Stadt mit ökologischem Nachhaltigkeitsanspruch im Zentrum Berlins aus?
Aus Sicht des Platzmanagement Alexanderplatz für junge Menschen vom Moabiter Ratschlag e.V. bedarf es:

a) teilhabeorientierten Möglichkeitsstrukturen für die unterschiedlichen Nutzungs- und Interessengruppen und der Nachbarschaft z.B. durch:
  • nette und zugewandte Sitzmöglichkeiten für unterschiedlichste Begegnungen
  • vielfältige und einladende Spiel-, Sport und Freizeitflächen für Jung und Alt
  • legale u. ausgewiesene Kreativplätze für Klein - Künstler_innen (Musik, Theater, Graffiti…)
  • gemeinnützig nutzbare Räume vor Ort für Nachbarschaftstreffen, Gemeinwesenarbeit, Stadtteilkonferenzen, nichtkommerzielle Veranstaltungen
b) einer einladenden, nutzungs- und bedarfsorientierten Gestaltung des Zentrums zwischen Alex und Marx - Engels - Forum für ein positives Miteinander, z.B. durch:
  • ein inovatives u. verbessertes Beleuchtungskonzept
  • zusätzliche Bepflanzungen am und auf dem Alexanderplatz
  • ein vernünftiges einheitlich gestaltetes Orientierungs- bzw. Leitsystem in mindestens zwei Sprachen und für Menschen mit Handicaps
  • ein erweitertes Müllentsorgungskonzept/ insbesondere an der Karl-Liebknecht- Straße zum Fernsehturm
  • angrenzend: günstiger und moderner Wohnraum für unterschiedliche und flexible Wohn- und Lebensformen für alle Generationen.


Kretschmann, Tino platzmanagement@moabiter-ratschlag.de


Antwort vom 07.05.2014
Frank Neubert

Ein gutes Beispiel wie man durch kleine Interventionen notwendige Verbesserungen herbeiführt, ohne direkt das bestehende und funktionierende Raumkonzept zugunsten eines ausgewachsenen Radikalumbaus zu konterkarieren.

Ausgedehnte Hafenlandschaften, Hotelblöcke und noch mehr Tourist-Trallala der untersten Schublade sind am Rathausforum und Marx-Engels-Forum völlig überflüssig. Im Umfeld gibt es zudem schon genug Sensationen.

Zu den Sitzmöglichkeiten: Die Individual-Bestuhlung aus den DDR-Zeiten bis in die 90er hinein war eigentlich eine hübsche Idee, die man vielleicht wieder aufgreifen könnte.

Was danach kam (Wilhelminische Nostalgie-Bänke oder die jetzigen unbequemen Bänke in Reih und Glied) war durchweg eine Katastrophe.

Das Pflaster muss natürlich erneuert werden und ein spannender geometrischer Bepflanzungsplan für das Mittelfeld müsste her.


Antwort vom 09.05.2014
Gisela Langfeldt GiLangfeldt@web.de

Als SPD-Wählerin bin ich empört über die Haltung des Senators Müller zur  Bebauung des Alexanderplatzes mit einem (oder gar mehreren) überdimensionalen Hochhaus. Das verschandelt nicht nur den Platz, es wirkt auch bedrohlich und passt nicht zu den Kaufhäusern und zum Haus des Lehrers. Ich war froh, dass die früheren Pläne vom Tisch waren. Schon der jüngste Neubau sieht scheußlich aus, da hat man gar keine Lust hinein zugehen. Weltoffenheit geht auch ohne Hochhaus!
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Langfeldt
Berlinerin seit 77 Jahren

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Die guten "Geister" nicht vergessen !

07.05.2014
Es fällt auf, dass die Religionsgemeinschaften (auch andere weltanschaulich aktive Vereinigungen) und deren Orte kaum oder nicht thematisiert werden. Dabei tragen Sie in den Kiezen sehr konkret als letzte nicht durchökonomisierte Lebensbereiche zum sozialen Miteinander bei. Berlin braucht diese Menschen, Gemeinschaften und Orte unter Anderem auch, um den harten ökonomischen Druck erträglich zu gestalten. Und sie braucht sie um an anderen, alternativen Lebensvisionen weiter zu denken und sie bereits hier und heute konkret zu leben. Wir Christen würden sagen, dass viele unserer Kirchen und Gemeindehäuser durch den "Heiligen Geist", der in ihnen wirkt Gemeinschaft stiften. Mögen andere Weltanschauungen andere "Geister" benennen, auf jeden Fall sind es diese nicht an ökonomischen Interessen orientierten Geister, die der Stadt freies Leben verschaffen.
Darum sollten hier Unterstützungen eingeplant und realisiert werden. Das Programm "Soziale Stadt" sollte stärker dafür genutzt werden.
Und ein Wort noch zu Brachen:
Berlin braucht weiter die Brachen und ungestalteten öffentliche Räume. Das Tempelhofer Feld ist sicher so beliebt, weil man hier einen freien und toleranten Geist im Miteinander spüren kann.

Manfred Guder - Baubüro im Evangelischen Kirchenkreisverband Sü guder@kva-berlin-sued.de

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Berlin hat mit .berlin eine eigene digitale Identität

07.05.2014
Seit Kurzem hat unsere Stadt mit der neuen Domain-Endung .berlin eine eigene eigene digitale Identität, übrigens als erste Metropole weltweit überhaupt. Damit ist es möglich jedem Denkmal, jeder Straßenlaterne, jeder Aktivität des Landes Berlin eine eigene Internet-Adresse zu geben, z.b.

- www.bismarck-denkmal.berlin
- 127639.strassenlaterne.berlin
- www.2030.berlin

Für Berlin ergeben sich mit .berlin unglaubliche Chancen, die man so zusammenfassen könnte: .berlin ist die eigenständige Domain-Endung der Community der Berliner im Internet. Die damit verfügbaren lokalen Adressen sind prägnant und schaffen Identität für Bürger, Unternehmen und Institutionen, intuitiv finden so Anbieter und Nachfrager von Informationen, Waren und Dienstleistungen zueinander. Die .berlin-Domains stärken das Gemeinschaftsgefühl der Berliner, fördern Kommunikation und erleichtern Interaktion; sie setzen dadurch Impulse für Innovation und Entwicklung. Für Berliner und Nicht-Berliner steigt die Attraktivität von Orten mit dem Namen Berlin als Besuchsziel, Wirtschaftsstandort und Lebensraum.


Dirk Krischenowski krischenowski@dotberlin.de

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voll barrierefrei - Teilhabe für ALLE überall möglich

07.05.2014
Berlin MUSS 2030 endlich gem. der UN-BRK VOLL barrierefrei sein! Es müssen 10% aller Wohnungen (!) bezahlbare RB-Wohnungen sein, angesichts des riesigen Nachholbedarfs! Außenansagen an den Bussen u. Straßenbahnen für blinde Menschen müssen bis 2030 realisiert sein! Die Gebärdensprache muss, wie in anderen Staaten längst üblich, in allen Nachrichtensendungen eingeblendet werden! Es darf KEINE Rückschritte bei Bussen und Bahnen i.S. Barrierefreiheit mehr geben. Ab sofort dürfen nur noch barrierefreie Taxis für alle zugelassen werden! (Siehe England) Jeder Reisebus muss bis spätestens 2030 auch für Menschen im Rollstuhl nutzbar sein! Alle Ärzte, Anwälte, Therapeuten, Steuerberater u.a. freien Berufe dürfen sich nur noch barrierefrei niederlassen! Min. 70% aller Schulen müssen bis 2030 barrierefrei sein! Rollstuhlfahrer müssen ungehindert in alle Versammlungsstätten hinein gelassen werden und auf alle Türme hinauf können und dürfen, unbegrenzt! Hierzu müssen endlich, noch vor 2030, neue Rettungskonzepte und Verantwortungen gefunden werden! Jedes öffentliche Schwimmbad bekommt an alle Becken Lifter in`s Wasser u.a. und wird somit endlich barrierefrei. JEDE Stufe ist vermeidbar bzw. alternativ mit Rampe zu gestalten! Jeder Investor (aktuell Müggelturm!)muss zum barrierefreien Bauen verpflichtet werden! Mind. 70% aller Ausflugsschiffe müssen bis 2030 barrierefrei sein. Aufsichtsgremien überwachen die umfassende Barrierefreiheit und die Einhaltung einer BauO, die in allen Bereichen Barrierefreiheit zwingend vorschreibt. Der Denkmalschutz steht nicht mehr der Barrierefreiheit entgegen. Einfache Sprache und Brailschrift für blinde Menschen werden überall so selbstverständlich wie mehrere Sprachen. Alle Menschen sind endlich gleich. Wie`s gem. Art. 3(3)GG längst sein sollte.

Bärbel Reichelt BaerbelReichelt@gmx.de

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Rosinenpickerei

06.05.2014
Auch das neue StEK2030 beinhaltet lediglich altbekannte Lieblingsprojekte des Senats und bereits beschlossene oder angefangene Projekte. Kaum etwas Innovatives.

Man muss sich fragen, inwiefern Standorte wie z.B. City-Mitte, City-West, Dahlem oder Mediaspree, Grünau oder TXL etwas mit der postulierten Beseitigung von „Defiziten in der sozialen Ausgangslage, den sozioökonomischen Voraussetzungen oder der baulichen Situation“ zu tun haben.

Auch die Arbeit an „gesellschaftlichen und freiraumbezogenen Entwicklungspotentialen, die für die ganze Stadt relevant sind“ ist bei der aktuellen Fassung des StEK2030 kaum zu erkennen.

Selbst Standorte bei denen natürlich etwas gegen Segregation gemacht werden muss, wie die Rohdiamanten Wedding, Wilhelmstadt oder Neukölln-Süd, sind die urbanen Potentiale schon vorhanden und eine Gentrifizierungswelle bereits abzusehen.

Was bleibt sind Standorte, die zur „wirtschaftlichen Profilierung und internationalen Ausstrahlungskraft“ führen. –Kurzum Rosinenpickerei statt nachhaltige Städtebaustrategie oder echte Transformationsräume.

Zudem werden im StEK ebenso hysterisch überall Industrieviertel geschaffen wie sie vor 20 Jahren abgebaut wurden. Das wird zu ähnlichen Überkapazitäten führen, wie damals in den 90ern der übertriebene Ausbau von Dienstleistungs-Flächen.



Frank Neubert

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Fahrrad-Autobahnen entwickeln!

06.05.2014
Es sollten begrünte und abgetrennte Wege ausschließlich für Fahrradfahrer und Spaziergänger angelegt werden. Damit soll eine schnelle Verbindung für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer zwischen den Stadtteilen geschaffen werden. Dies würde den Anreiz weiter erhöhen, vom Auto aufs Fahhrad umzusteigen und somit den Ressourcenverbrauch und die Luftbelastung senken. Dazu könnten bestimmte Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt und zum Teil begrünt werden. Die Anwohner würden sich über den Wegfall des Verkehrslärms und die Begrünung freuen.


P. Sommer


Antwort vom 07.05.2014
H. Schnaars

"Fahrrad-Autobahnen entwickeln"??? Straßen sind doch ausreichend vorhanden, haben sich für den Autoverkehr als kürzeste Verbindungen bestens bewährt und sollten - zu Lasten des MIV - deutlich stärker für den Radverkehr genutzt werden. Auch das würde den durch den MIV verursachten Lärm und die Feinstaubbelastung weiter reduzieren.
Zusätzlicher und unnötiger Flächenverbrauch ist zu vermeiden.

Antwort vom 07.05.2014
Frank Marten

Ich glaube nicht wirklich, dass das Rad eine echte Alternative für große Bevölkerungsteile beim täglichen und überörtlichen Verkehr darstellt. In der Innenstadt ist das ÖPNV-Netz so dicht, dass es bei Regen und Kälte die bequemere Lösung ist.

Und in den Außenbezirken muss ich mich erst einmal über kleine Nebenstraßen quälen, bis ich irgendwelche größeren Radrouten erreiche. Dabei macht gerade dieser Radverkehr, der in den Kiezen und Ortsteilen die Masse des Radverkehrs aus. Dort sollten die Straßen in einen Zustand versetzt werden, der eine Benutzung mit dem Rad überhaupt möglich macht. Was nutzen mir die toll ausgebauten letzten Meter in die Innenstadt, wenn ich mir auf dem ersten Kilometer schon dreimal einen Platten fahre? 

Außerdem sollten in den Außenbezirken und im Umland sollen die Leute besser an die Schiene gebracht werden. Das bedarf neben den fehlenden Abstellanlagen einer großflächigen Sanierung des Nebenstraßennetzes.

Antwort vom 22.05.2014
A. Bruns

Ich begrüße die Idee Fahrrad-Schnell-Fahrstrecken einzurichten ausdrücklich. In anderen Städten - beispielsweise Kopenhagen - gibt es das schon lange. Wenn die Stadt- und Verkehrsplanung diesbezüglich nur etwas mutiger und innovativer wäre...
Natürlich gilt es gerade auch die Randbezirke einzubinden, damit diese erreichbar sind, und auch längere Wege schnell zurückgelegt werden können.
Fahrradverkehr hat viele positive Effekte: Bewegung fördert die Gesundheit, wirkt präventiv, ist stimmungsaufellend; Rückgang der Feinstaubbelastung durch MIV; Rückgang der Lärmbeslastung durch MIV; Minderung des CO2-Ausstoßes uvm.
Dass ein großer Teil der Bevölkerung prinzipiell Fahrrad fahren würde, zeigen ebenfalls andere Städte, nicht zuletzt aber auch der Anstieg des Fahrradverkehrs in Berlin in den letzten Jahren. Jedoch braucht es dazu die entsprechende Priorisierung.
Mit einem weiteren Ressourcen- oder Flächenverbrauch für neue Straßen/Wege muss das nicht zwingend einhergehen, wenn vorhandene Straßen umgewidmet werden.
Man muss es nur wollen.
Und zuletzt: Fahrradfahrer wollen nicht immer straßenbegleitend fahren, dabei Abgase einatmen, Lärm, den sie nicht verursachen ausgesetzt sein und ihr Leben gefährden, weil mal wieder der Blinker nicht gesetzt und der Schulterblick vergessen wurde.


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Berlin 2030 ist schon gebaut

06.05.2014
Wir müssen Berlin nicht neu erfinden. Wir haben bereits genug gebaut. Anstatt ständig neue Wohnhäuser wie das Hochhaus am Alexanderplatz zu planen, neue Bürotürme und neue Shopping-Center wie am Leipziger Platz zu bauen, sollten wir auf das schauen, was schon steht. Wenn wir den Leerstand beseitigen und den Platz sinnvoll nutzen, den wir haben, dann brauchen wir keinen Neubau in Berlin, weder auf dem Tempelhofer Feld noch sonstwo. Stattdessen sollten wir darüber nachdenken, wie wir endlich davon abkommen, dass immer mehr Wohnfläche pro Person verbraucht wird in immer kleineren Haushalten. Wie können wir zusammenrücken, was können wir teilen? Um diese Fragen sollten wir uns mit Blick auf 2030 kümmern.

Daniel Fuhrhop post@daniel-fuhrhop.de

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Berlin / Umland / Brandenburg

06.05.2014
Das Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 sollte die Chance nutzen, noch mehr über den Tellerrand zu schauen. Nur ein Transformationsraum (BER/Adlershof/Schöneweide) schafft den Sprung nach Brandenburg. Das ist ausbaufähig (Blick nach Potsdam!!!).


Martin Wedekind

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