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Archiv: Planwerk Westraum 2004

Wasserwerk Jungfernheide


Der letzte naturnahe Wasserlebensraum an der Spree westlich der Innenstadt befindet sich auf dem Gelände des Wasserwerks. Er ist ein bedeutender Standort für die Avifauna, der seit Jahren nachweislich gefährdete Arten der Brut- und Rastvogelwelt beherbergt. Teilflächen des Gebietes sind seit 1953 als Landschaftsschutzgebiet "Faule Spree" geschützt. Durch die Nutzung als Wasserwerk hat der Wert der Flächen als Naturraum zugenommen, so dass eine Erweiterung des Landschaftsschutzes geprüft wird.

Durch die Notwendigkeit, die Brunnenfunktion zu erhalten, kann die Wasserversorgung und damit die Lebensfähigkeit der wertvollen Biotope auf dem Gelände auch dann gesichert werden, wenn das Wasserwerk Jungfernheide aktuell nicht mehr zur Wasserversorgung Berlins herangezogen wird. Eine Entscheidung darüber wird im Jahr 2006 erfolgen.

Auf Grund ihres besonderen landschaftlichen Wertes sind die Flächen auch nach einer möglichen Aufgabe des Wasserwerks im Vorrang der Biotopentwicklung zu überlassen. Lediglich entlang der Spree, zwischen der Rohrdammbrücke und der geplanten Brücke im Bereich des Wiesendamms, soll ein öffentlicher Uferweg zur Beobachtung des Biotopschutzraums entstehen. Es könnte sich eine neue Art des "Naturparks" in der Stadt entwickeln, vergleichbar mit dem Schöneberger Südgelände.

Eine bauliche Inanspruchnahme ist nach Schließung des Wasserwerks entlang der Motardstraße möglich. Die Nutzung dieser Randzonen ist abhängig von der Entwicklung der nördlich angrenzenden Gebiete und nach dem derzeitigen Stand im gewerblichen Bereich anzusiedeln.
Karte der Planwerke mit Fokus auf dem Planwerk Westraum

Wasserwerk Jungfernheide
Wasserwerk Jungfernheide