Städtebau  

 

Archiv: Hauptstadt Berlin - Dokumentation der Arbeitsphasen

Koordinierung aller Baumaßnahmen


Wie bringt man die Beteiligten eines so umfangreichen und komplizierten Verfahrens an einen Tisch? Wie koordiniert man sämtliche Leitungsbaumaßnahmen? Das Instrument, das den reibungslosen Verlauf aller Maßnahmen gewährleisten soll, nennt sich Rahmenkoordinierung. Sie hatte die Aufgabe, die einzelnen Planungen zeitlich und räumlich aufeinander abzustimmen und deren Realisierung zu ermöglichen. Hierzu musste ein zustimmungsfähiges Gesamtkonzept für den jeweiligen Teilabschnitt der Erschließung erarbeitet und festgelegt werden. Einbezogen wurden alle Leitungsverwaltungen, Senat, Bezirk und betroffene Bauherren. In zahlreichen Sitzungen der Rahmenkoordinierung, oft mit bis zu 50 Beteiligten, wurde auf diese Weise der Grundstein für eine funktionierende Ver- und Entsorgung im Entwicklungsgebiet gelegt.

Dabei spielten auch Spezialfelder der technischen Infrastruktur eine große Rolle. Ein solches Spezialfeld ist die Steuerung des Straßenverkehrs während der Baumaßnahmen durch ausgefeilte Verkehrslenkungskonzepte. Straßensperrungen, Umgehungsstraßen und temporäre Ampelanlagen mögen für den Autofahrer häufig ein Ärgernis darstellen, doch zur Aufrechterhaltung eines funktionierenden Straßenverkehrs sind sie unerlässlich. Dies gilt besonders dort, wo großflächig gebaut wird, wie zum Beispiel rund um den neuen Hauptbahnhof oder bis vor kurzem im Spreebogen, wo wiederholt Straßenprovisorien eingerichtet werden mussten.

Beispielsweise konnten sämtliche Arbeiten am Spreebogenpark, dem Platz der Republik, den Alleen, den Straßen sowie der Gustav-Heinemann-Brücke erst durchgeführt werden, nachdem die Tunnelanlagen für Fernbahn, U-Bahn und die Bundesstraße 96 errichtet waren. Gleiches galt für das Umfeld des Hauptbahnhofes mit seinen ausgedehnten Gleisanlagen. Die Flächen der Baustelleneinrichtungen mussten erst geräumt werden, ehe mit der Gestaltung des Umfeldes der Bundesbauten und des Hauptbahnhofes begonnen werden konnte.

Diese steuerungslogistische Herausforderung ist im Wesentlichen abgeschlossen und gelungen. Es stehen aber noch die Aufgaben auf der Spreeinsel an, vor allem um das Schlossareal. Das neue Parlamentsviertel ist erschlossen und funktioniert.
1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001
Rahmenterminpläne
; Quelle: GWAC / DSK
Die Baumaßnahmen im Spreebogen werden zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmt

1997 - Rahmenterminplan; Plan: GWAC / DSK
1997

1999 - Rahmenterminplan; Plan: GWAC / DSK
1999
2001 - Rahmenterminplan; Plan: GWAC / DSK
2001