Städtebau  

 

Archiv: Hauptstadt Berlin - Dokumentation der Arbeitsphasen

Attraktion Hauptstadt


Trotz dieser Notwendigkeiten treten die Sicherheitsmaßnahmen um Kanzleramt und Parlament nicht hervor. Sie haben die Gestaltung des großzügigen Freiraums um die Gebäude herum nicht sichtbar verändert. Das Areal ist zu Fuß und per Rad offen zugänglich und wird von Berlinerinnen und Berlinern sowie Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt intensiv genutzt. Sie sitzen im Sommer auf den Bänken der Paul-Löbe-Allee, auf den Stufen zum Wasser und den Lichtsteinen des Ebertplatzes. Die Uferwege beidseits der Spree benutzen Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Seit Öffnung des neuen Hauptbahnhofs haben die Uferlagen noch an Attraktivität gewonnen, die grünen Uferstreifen sind belebt, die Liegestühle der Cafés immer besetzt. Das Regierungsviertel ist damit öffentlicher Raum und kann jederzeit genutzt werden - bis auf einige Tage im politischen Jahr, an denen hoher Staatsbesuch erwartet wird.

Ursprünglich hatte niemand mit dem außergewöhnlich hohen Interesse der Bevölkerung am neu entstandenen Parlaments- und Regierungsviertel gerechnet. Aufgrund der offenen Gestaltung des Geländes haben die Interessierten und Neugierigen freien Zugang: Gegenüber vom Deutschen Bundestag wird Fußball gespielt, auf den Grasflächen liegen Sonnenhungrige und erschöpfte Hauptstadtbesucherinnen und -besucher. Die Menschen haben das neue Viertel in Besitz genommen.

Der Zuspruch, den das neue Parlamentsviertel erfährt, zeigt, dass innerhalb weniger Jahre Berlin als Hauptstadt selbstverständlich angenommen wird.
2004 - Abendstimmung am Bundespressestrand
2004 - Abendstimmung am Bundespressestrand