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Demografischer Wandel in Berlin

Einführung


Brandenburger Tor
Foto: Berlin Partner/FTB-Werbefotografie
 

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Berlin stellt sich den Herausforderungen des demografischen Wandels. Am 30. Juni 2009 hat der Senat das "Demografiekonzept für Berlin" beschlossen. Das Demografiekonzept stellt die wichtigsten Handlungsstrategien des Landes Berlin zum Umgang mit dem demografischen Wandel dar und bildet den Grundstein für die weitere Arbeit von Politik und Verwaltung. Dabei konnte ressortübergreifend auf eine Vielzahl von Handlungsansätzen zurückgegriffen werden. Im Folgenden wird, ausgehend von der Analyse der demografischen Situation Berlins, zunächst auf bisherige Aktivitäten verwiesen.

Unter demografischem Wandel wird im allgemeinen eine grundlegende Änderung der Bevölkerungszahl und -zusammensetzung verstanden. Bestimmt wird der demografische Wandel durch die Geburtenrate, die Lebenserwartung und das Wanderungssaldo. Wird zusätzlich die ethnische und kulturelle Vielfalt sowie Veränderungen in der Haushalts- und Familienstruktur und bei den Lebensstilen/-formen betrachtet, wird von soziodemografischem Wandel gesprochen.

Bei den heutigen westlichen Industriegesellschaften wird im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel zuerst an sinkende Bevölkerungszahlen, die Alterung der Gesellschaft und den Rückgang der Zahl der Kinder und Jugendlichen gedacht. Des weiteren sind Themen wie die Vereinzelung und Individualisierung der Menschen und damit die Zunahme der Einpersonenhaushalte, der Rückgang traditioneller Familienstrukturen und die Zunahme der Anteile der Einwohner mit Migrationshintergrund bedeutend.

Deutschland und ganz Europa stehen heute vor gravierenden demografischen Veränderungen. Insbesondere für die ostdeutschen Flächenländer stellt der demografische Wandel eine große Herausforderung dar. Seit 1990 sind mehr als 2 Mio., vor allem junge Menschen vom Osten in den Westen gewandert, in der Summe hat Ostdeutschland knapp 1 Mio. Menschen verloren.

In Berlin stellt sich die Situation anders dar. Im Gegensatz zu den meisten Städten in Ostdeutschland, die seit den 1990er Jahren Bevölkerungsverluste von 5 bis 20% zu verzeichnen haben, blieb die Zahl der Bevölkerung in Berlin nahezu konstant und wird voraussichtlich auch mittelfristig in etwa konstant bleiben.

Die spezifischen Berliner Herausforderungen im demografischen Wandel sind vor allem in der Alterung und der Internationalisierung zu sehen. Dies hängt insbesondere mit der niedrigen Geburtenrate, der Verlängerung der Lebenszeit und der Zuwanderung zusammen.

Es ist wichtig, dass Berlin die Weichen für die Zukunft richtig stellt und seine vorhandenen Standortvorteile nutzt. Entscheidend für die Entwicklung der Stadt ist ihre Attraktivität und die daraus resultierende Anziehungskraft:
  • für Familien und ältere Menschen, die die urbanen Qualitäten schätzen,
  • für Migranten, die die "bunte Mischung" Berlins anzieht,
  • für Kreative, die die Berliner Szenen und ihre Entfaltungsmöglichkeiten schätzen.
Dieser Internetauftritt dient zunächst der Information über das Thema "Demografischer Wandel in Berlin". Er soll kontinuierlich erweitert werden und auch der Vernetzung vorhandener Konzepte und Ansätze dienen.

Die Herausforderungen des demografischen Wandels werden von der Berliner Stadtentwicklung in vorhandenen Konzepten und Verfahren berücksichtigt und entsprechend integrierte Ansätze entwickelt.

Neue Kooperationen, Partnerschaften und bürgerschaftliches Engagement sind wichtig, um den demografischen Wandel zu gestalten. "Good Practice" zeigen hier konkrete Handlungsansätze auf.