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Stadtwissen und Daten

Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2015 - 2030

(Basis: Einwohnermelderegister)

Für die Ausrichtung von Stadtentwicklungspolitik ist Wissen über Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung unerlässlich. Prognosen haben beratende Funktion und dienen der Planung als Orientierungshilfe und "Frühwarnsystem". Prognoseergebnisse sind keine "Zielzahlen", vielmehr müssen Politik und Planung die Ergebnisse bewerten und aus ihrer Sicht entsprechenden Handlungsbedarf ableiten. Die Prognose wird in mehreren Varianten gerechnet, deren Ergebnisse einen Korridor der möglichen Entwicklung aufzeigen.

Berlin wächst aktuell sehr dynamisch. In den Jahren 2011 bis 2014 hat Berlin im Saldo rund 175.000 Personen hinzugewonnen. Dies liegt knapp oberhalb der oberen Prognosevariante der noch aktuellen Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2011 - 2030.
Das Wachstum wird zunehmend durch die hohen und derzeit weiter steigenden Flüchtlingszahlen geprägt. Allein für das Jahr 2015 wird mit über 40.000 Flüchtlingen gerechnet.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist mit Senatsbeschluss beauftragt, in regelmäßigen Abständen Bevölkerungsprognosen als Grundlage für die planenden Behörden der Stadt zu erstellen. Die in 2011 in dieser Größenordnung nicht vorhersehbare Entwicklung der Wanderungsströme nach Berlin bringt die Notwendigkeit mit sich, eine neue kleinräumige Prognose vorzulegen. Diese wird derzeit erarbeitet. Sie wird in drei Varianten die zukünftige Entwicklung der Stadt darstellen. Die neue Bevölkerungsprognose wird – wie auch die vorangegangenen Prognosen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – auf Basis des Einwohnermelderegisters (EWR) Berlins für 60 Prognoseräume (eine Ebene der Lebensweltlich orientierten Räume, LOR) – erstellt. Nur im EWR stehen Daten in der Struktur zur Verfügung, wie sie für eine kleinräumige Ergebnisdarstellung für Planungszwecke notwendig sind.

Daten der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung stehen – aufgrund einer Gesetzesänderung – seit 2014 nur noch auf der Ebene der Gesamtstadt zur Verfügung.