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Monitoring Soziale Stadtentwicklung

Bericht Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2011


Daten und Karten auf Ebene der Lebensweltlich orientierten Räume (LOR)

Karte Entwicklungsindex 2011
Karte Entwicklungsindex 2011


Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2011

Die hier vorgelegte Fortschreibung des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2011 wertet sozio-strukturelle Daten für den Beobachtungszeitraum 31.12.2009 bis 31.12.2010 auf Ebene der 447 Planungsräume (kleinräumigste Ebene der Lebensweltlich orientierten Räume / LOR) aus.

Mit der Fortschreibung des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2011 wird das statistische Verfahren der gestuften Index-Berechnung fortgeführt. Die 12 Indikatoren des Monitoring 2010 werden beibehalten.

Bei den Daten wird seit 2007 zwischen Indikatoren, die die soziale Lage in einem Quartier beschreiben ("Status") und Indikatoren, die den Wandel der Bevölkerung des Gebietes im abgelaufenen Jahr charakterisieren sollen ("Dynamik") unterschieden. Zu den Status-Indikatoren zählen Daten zur Arbeitslosigkeit, Transferbezug und zum Migrationshintergrund; zu den Dynamik-Indikatoren Daten zur Mobilität (selektive Wanderungen) und zu den Veränderungen einzelner Status-Indikatoren. Aus den sechs Status- und den sechs Dynamik-Indikatoren wird im gestuften Berechnungsverfahren zunächst jeweils ein Status- und ein Dynamik-Index gebildet. In einem nächsten Schritt wird aus Status- und Dynamik-Index in einem Verhältnis von 3:2 der Entwicklungsindex berechnet. Der Entwicklungsindex bildet die soziale Lage und deren Entwicklung im Gebiet als Wert ab: je höher der Wert, desto höher die soziale Problematik. Entsprechend der ermittelten Rangfolge der Gebiete werden Dezile (jeweils 10%) gebildet und zu vier Gruppen des Entwicklungsindex zusammengefasst: hoher (oberste 20%), mittlerer (60%), niedriger (vorletzte 10%) und sehr niedriger Entwicklungsindex (letzte 10%).

In Gebieten mit einem sehr niedrigen Entwicklungsindex besteht nach diesen - quantitativen - Befunden stadtentwicklungspolitischer Interventionsbedarf, in Gebieten mit einem niedrigen Entwicklungsindex besteht Interventions- und Präventionsbedarf. Zur konkreten Festlegung von Maßnahmen in den einzelnen Gebieten sind in Ergänzung zur quantitativen Analyse vertiefende und insbesondere qualitative Betrachtungen erforderlich.

Die Ergebnisse des Monitoring 2011 ähneln - hinsichtlich der Gruppenzugehörigkeit - denen des Monitoring 2010: Beim Entwicklungsindex wird eine starke räumliche Konzentration der Planungsräume mit "sehr niedrigem Entwicklungsindex" erkennbar. Die bereits im Monitoring 2008 und 2009 benannten, fünf großen, zusammenhängenden Gebiete mit der höchsten Konzentration der problematischsten Gebiete bilden den Kern der vom Senat im Juni 2010 beschlossenen "Aktionsräume plus". Die westlichen Innenstadtgebiete stellen dabei, wie in der Vergangenheit auch, die problematischsten Gebietstypen Berlins dar. Hier liegt die räumliche Konzentration in Neukölln-Nord, Wedding, Moabit und Kreuzberg-Nord, wobei sich eine leichte Verbesserungen in den Bereichen Kreuzberg-Nord und Neukölln-Nord zeigt. Auch am Stadtrand sind leichte Verbesserungen in Nord-Marzahn/Nord-Hellersdorf und Spandau-Mitte zu beobachten. Eine weitere Konzentration von problematischen Gebieten ist aktuell im südlichen Teil des Bezirkes Reinickendorf und dem Märkischen Viertel festzustellen.



Erläuterung zu den Lebensweltlich orientierten Räumen (LOR)

Die "Lebensweltlich orientierten Räume" wurden 2006 gemeinsam zwischen den planenden Fachverwaltungen des Senats, den Bezirken und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS) auf der Grundlage der von der Jugendhilfe definierten Sozialräume einheitlich abgestimmt. Mit Senatsbeschluss vom 1.8.2006 hat der Senat die Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) als neue räumliche Grundlage für die Fachplanungen sowie für die Prognose und Beobachtung demografischer und sozialer Entwicklungen festgelegt.




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